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Ensemblefilm

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Der Ensemblefilm [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ãˈsãːbləfɪlm] (von frz.: ensemble = miteinander, Gesamtheit) bezeichnet eine Filmgattung, bei der die Hauptrollen eines Films in ihrer Wichtigkeit gleichbedeutend sind. Dabei verzichten Stars meist auf ihre übliche Bezahlung<ref>Geoffrey M. Horn: Movie Acting. Gareth Stevens Inc., 2006. S. 8. ISBN 0-8368-6836-6</ref> und der Ausfall eines Darstellers ist leichter zu verkraften. Die Besetzung im Ensemble kann als Kunstgriff verarbeitet werden, weil der Zuschauer die Entwicklung aller Figuren äquivalent mitverfolgen muss. Es gibt eigene Filmpreise, die für Ensemblefilme verliehen werden, zum Beispiel in den USA der National Board of Review Award für das Beste Schauspielensemble und der Best Ensemble Award der Screen Actors Guild.<ref>Outstanding Performance by a Cast in a Motion Picture. Vgl. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Submission Categories (Memento vom 5. September 2015 im Internet Archive), Webseite der Screen Actors Guild Awards. Abgerufen am 5. Oktober 2015.</ref>

Charakterisierung[Bearbeiten]

Die Dominanz eines Filmhelden ist im US-amerikanischen Film ein wesentliches Stilmerkmal: Der Held ist Mittelpunkt der Geschichte, seine Handlungen, Ziele und Wünsche bestimmen das Geschehen.<ref name="bender1">Hans J. Wulff, Ludger Kaczmarek: Ensemblefilm@1@2Vorlage:Toter Link/www.bender-verlag.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von Hans. J. Wulff und Theo Bender</ref> Andere Figuren sind ihm in ihrer Bedeutung untergeordnet. Die Kritik an diesem Stereotyp bestimmt von Beginn an die Rezension des Hollywoodfilms. Der Ensemblefilm verwendet statt des individuellen Helden entweder ein Heldenkollektiv (Panzerkreuzer Potemkin, 1925), mehrere Protagonisten (Rom, offene Stadt, 1945) oder ein Ensemble von Charakteren, die in ihrer Bedeutung für die Handlung gleichberechtigt sind (Nashville, 1975; Eine Hochzeit, 1978).<ref name="bender1" /> Tröhler unterteilt den Ensemblefilm in Gruppen- und Mosaikfilm. Während im Gruppenfilm eine Gruppierung wie etwa eine Schulklasse, eine Familie oder informelle Gruppen an einem zentralen Ort auftritt (Die Clique, 1966), wird ein Mosaikfilm von unabhängigen und zufälligen Überschneidungen von Handlung und Figuren bestimmt (Short Cuts, 1993; 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls, 1994).<ref> Margrit Tröhler: Les films à protagonistes multiples et la logique des possibles. In: Iris 29, 2000, S. 85–102.</ref> Ein Ensemble hat in seiner Gesamtheit einen bestimmten Wirkungseffekt. Wenn sich Ensembles über mehrere Filme hinweg formieren, entsteht ein eigenes „kommunikatives Repertoire“; zum Beispiel in den Filmen von John Cassavetes und Rainer Werner Fassbinder.<ref name="bender2">Martina Roepke, Hans J. Wulff: Ensemble@1@2Vorlage:Toter Link/www.bender-verlag.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von Hans. J. Wulff und Theo Bender</ref>

Beispiele[Bearbeiten]

Folgende Spielfilme können als Ensemblefilm gewertet werden:

Literatur[Bearbeiten]

  • Tröhler, Margrit: Offene Welten ohne Helden. Plurale Figurenkonstellationen im Film. Schüren, Marburg 2007, insbes. S. 207–384.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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