Equation Group
Equation Group ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Hackergruppe, die der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) nahestehen soll. Die Existenz der Gruppe wurde im Februar 2016 vom russischen Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab bekanntgegeben. Nach Kaspersky verfügt die Gruppe über ein Arsenal hochentwickelter Schadsoftware, womit Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in über 30 Ländern weltweit angegriffen wurden. Kaspersky klassifizierte die Equation Group – so genannt wegen ihrer Vorliebe für ausgefeilte mathematische Verschlüsselungsmethoden – als Advanced Persistent Threat (APT, fortgeschrittene, andauernde Bedrohung).<ref name=heise/><ref name=spon/>
Entdeckung[Bearbeiten]
Am 16. Februar 2015 berichtete das russische Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab auf dem „Kaspersky Security Analysts Summit“ in Mexiko von der Entdeckung einer Hackergruppe, der es den Namen „Equation Group“ gab. Nach Kaspersky war die Gruppe mindestens seit 2001 tätig – möglicherweise seit 1996 – und zählte mehr als 60 Aktive. Einige der von der Gruppe benutzten Schadprogramme seien in der Lage, die Festplatten-Firmware verschiedener Hersteller zu infizieren, wodurch sie auch Formatierung der Platte und Neuinstallieren des Betriebssystems überleben. Derart komplexe Kenntnisse legen nahe, dass staatliche Geheimdienste beteiligt sind.<ref name=deathstar/>
Wahrscheinliche Verbindung zu Stuxnet und der NSA[Bearbeiten]
Die Forscher von Kaspersky stellten 2015 fest, dass eines der Schadprogramme der Equation Group, dem sie den Namen „Grayfish“ gaben, Ähnlichkeiten mit einem anderen Schadprogramm namens „Gauss“ aus früheren Angriffen aufwies. Daneben benutzte die Equation Group zwei Zero-Day-Exploits (noch nicht geschlossene Sicherheitslücken), die später auch bei den Stuxnet-Attacken ausgenutzt wurden. Die Forscher schlossen daraus, dass die Equation Group und die Stuxnet-Entwickler entweder identisch sind oder eng zusammenarbeiten.<ref name=answers/>
Die Forscher fanden heraus, dass Schadsoftware der Equation Group in der Lage war, die Firmware der Festplattenlaufwerke einiger führender Hersteller zu infizieren und sich auch auf diese Weise zu verbreiten. Dazu konnten die Schadprogramme versteckte Bereiche auf den Festplatten anlegen und für ihre Zwecke nutzen. Für diese Fähigkeiten sind detaillierte Kenntnisse des Quellcodes der verschiedenen Hersteller nötig.<ref name=answers/>
Die NSA-Codewörter „STRAITACID“ und „STRAITSHOOTER“ wurden in der Schadsoftware der Equation Group gefunden. Zeitstempel, die ebenfalls in der Schadsoftware entdeckt wurden, scheinen zu belegen, dass die Programmierer überwiegend montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr (Eastern Standard Timezone, EST) arbeiteten.<ref name=ars/>
In Schadsoftware der Equation Group aus dem Jahr 2008 wurden von Kaspersky-Forschern Teile des Stuxnet-Wurms gefunden, also zwei Jahre bevor Stuxnet entdeckt wurde.<ref name=father/>
Die finnische Sicherheitsfirma F-Secure berichtete, dass die Schadsoftware der Equation Group zur Infizierung von Festplatten-Firmware aus dem NSA-Katalog für fortgeschrittene Netzwerktechnologie stammt, den Der Spiegel 2013 öffentlich machte<ref name=spiegel13/> und wo sie unter dem Namen „IRATEMONK“ erscheint.<ref name=fsecure/>
Equation Group gehackt[Bearbeiten]
Im August 2016 meldete die Hackergruppe The Shadow Brokers, sie habe Schadsoftware der Equation Group gestohlen, und bot diese zum Kauf an.<ref name=schirrmacher/> Edward Snowden spekulierte, dass die Shadow Brokers russischen Geheimdiensten nahesteht.<ref name=burgess/>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Equation Group: Questions and Answers, Kaspersky Lab, Version: 1.5, Februar 2015 (englisch)
- A Fanny Equation: „I am your father, Stuxnet“, Kaspersky Lab, Februar 2015 (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="heise">Martin Holland: Equation Group: „Höchstentwickelte Hacker der Welt“ infizieren u. a. Festplatten-Firmware. Heise online, 17. Februar 2015</ref> <ref name="deathstar">GReAT, Kaspersky Lab’s Global Research & Analysis Team: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Equation: The Death Star of Malware Galaxy ( vom 17. Februar 2015 im Internet Archive). securelist.com, 16. Februar 2015 (englisch)</ref> <ref name="spon">Sicherheitsforscher analysieren mutmaßliches NSA-Werkzeug. Spiegel Online, 11. März 2015</ref> <ref name="answers">GReAT, Kaspersky Lab’s Global Research & Analysis Team: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Equation Group: Questions and Answers ( vom 17. Februar 2015 im Internet Archive). Version 1.5, securelist.com, Februar 2015 (englisch)</ref> <ref name="spiegel13">Jacob Appelbaum, Judith Horchert, Ole Reißmann, Marcel Rosenbach, Jörg Schindler und Christian Stöcker: Der geheime Werkzeugkasten der NSA. Spiegel Online, 30. Dezember 2013</ref> <ref name="schirrmacher">Dennis Schirrmacher: Angebliche Hacker-Waffen der NSA zum Verkauf Heise online, 16. August 2016</ref> <ref name="burgess">Matt Burgess: Hacking the hackers: everything you need to know about Shadow Brokers‘ attack on the NSA. Wired, 18. April 2017 (englisch)</ref> <ref name="ars">Dan Goodin: New smoking gun further ties NSA to omnipotent „Equation Group“ hackers. Ars Technica, 11. März 2015 (englisch)</ref> <ref name="father">A Fanny Equation: „I am your father, Stuxnet“. Kaspersky Lab, 17. Februar 2015 (englisch)</ref> <ref name="fsecure">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Equation Group Equals NSA / IRATEMONK ( des Vorlage:IconExternal vom 15. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. F-Secure Weblog : News from the Lab, 17. Februar 2015 (englisch)</ref> </references>