Erdal Öz
Erdal Öz (* 26. März 1935 in Yıldızeli, Provinz Sivas; † 6. Mai 2006 in Istanbul) war ein türkischer Schriftsteller und Verleger.
Leben[Bearbeiten]
Öz stammte aus Anatolien. Die Grundschule besuchte er in Uzunköprü und Muğla, die Mittelschule in Antalya und er absolvierte das Gymnasium in Tokat. Öz studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Istanbul beendete sein Studium allerdings an der Universität Ankara. Öz war politisch links und war aufgrund seiner Stellungnahmen nach dem Militärputsch in der Türkei 1971 acht Monate<ref name="Popp"/> in Untersuchungshaft und wurde gefoltert,<ref>Yagmur Atsiz: Türkei: Intellektuelle vor Gericht. In: Die Zeit, 17. August 1984.</ref> aber in einem Gerichtsprozess freigesprochen. Diesem Lebensabschnitt widmete er das Buch Defterimde Kuş Sesleri (2003).
1981 gründete er den Verlag Can Yayınları, wo viele renommierte Autoren veröffentlichen sollten u. a. Orhan Pamuk<ref name="Popp">Maximilian Popp: Aufstand eines Unpolitischen. In: Der Spiegel, 24. Juni 2013.</ref> und Yaşar Kemal. Öz verfasste u. a. Romane, Gedichte und Erzählungen. Er starb 2006 an einem Lungenleiden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Türkischer Entdecker von Yasar Kemal und Leiter des größten türkischen Verlagshauses gestorben ( des Vorlage:IconExternal vom 31. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Buchmarkt, 8. Mai 2006.</ref>
Er war verheiratet mit einer aus großbürgerlichen Verhältnissen stammenden Istanbulerin.<ref name="Popp" />
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1975: Orhan-Kemal-Literaturpreis für Yaralısın
- 1998: Sait-Faik-Literaturpreis für Sular Ne Güzelse
- 2001: Sedat-Simavi-Preis für Literatur für Cam Kırıkları
Werk (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1960: Yorgunlar (Die Erschöpften)
- 1960: Odalarda (In den Zimmern)
- 1974: Yaralısın (Du bist verwundet. Der Roman behandelt die Folter.)
- 1976: Deniz Gezmiş Anlatıyor
- 1976: Allı Turnam (Reisebericht über die UdSSR)
- 1986: Gülünün Solduğu Akşam
- 2003: Defterimde Kuş Sesleri (Vogelstimmen in meinem Heft)
Erdal-Öz-Literaturpreis[Bearbeiten]
2008 lobte der Verlag Can Yayinlari den Erdal-Öz-Literaturpreis aus.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Erdal Öz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Suche nach Erdal Öz im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz <ref>Achtung: Die Datenbasis hat sich geändert; bitte Ergebnis überprüfen und
SBB=1setzen, wenn Ergebnis sinnvoll.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Öz, Erdal |
| KURZBESCHREIBUNG | türkischer Schriftsteller und Verleger |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1935 |
| GEBURTSORT | Sivas |
| STERBEDATUM | 6. Mai 2006 |
| STERBEORT | Istanbul |
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