Erich Glas
| Erich Glas | |
|---|---|
| Geboren | 29. Juni 1897 |
| Geburtsort | Berlin, Deutschland |
| Sterbedatum | 23. Januar 1973 |
| Sterbeort | Haifa, Israel |
| Ausbildung | Staatlichen Kunstgewerbeschule in München |
| Bekannt für | Graphiker, Maler, Illustrator, Fotograf |
| Kinder | Uziel Gal, Michael Gal, Yoram Gal, Reuven Gal<ref name=":1" /> |
| Webseite | https://erichglas.com/ |
Erich Glas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 29. Juni 1897 in Berlin; † 23. Januar 1973 in Haifa),<ref>Glas, Erich | Proveana. Abgerufen am 7. Februar 2026.</ref> war ein deutsch-israelischer Graphiker, Maler, Illustrator, Fotograf und Kunstlehrer. Sein Leben war geprägt von Krisen und Umbrüchen, darunter seine Erfahrungen als dekorierter Soldat im Ersten Weltkrieg, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und das Leben im Kibbuz in Israel. Sein breites Schaffen in verschiedenen Kunstrichtungen umfasst unter anderem Holzschnitte wie „In Flandern reit’t der Tod“, die Druckserie „Leilot“ und hunderte Fotografien und Kurzfilme, welche das Leben im Kibbuz dokumentieren.<ref name=":0">Erich Glas – Bauhaus Artist. Abgerufen am 7. Februar 2026.</ref><ref name=":4">Information Center for Israeli Art. Abgerufen am 7. Februar 2026.</ref>
Leben[Bearbeiten]
Kindheit und Familie[Bearbeiten]
Erich Glas war das einzige Kind einer Schauspielerin und Souffleuse. Als er sechs Jahre alt war, wurde sie bei einem Bühnenunfall so schwer verletzt, dass sie arbeitsunfähig wurde. Da er seinen Vater nie kennengelernt hatte, kümmerten sich nun Onkel und Tante, die berühmte Theaterpersönlichkeiten waren – Gustav Lindemann und Louise Dumont – um ihn und ermöglichten ihm die Schulbildung in einem Internat. Dort zeigte sich Glas technisch begabt.<ref name=":1">On Paper, Fall 2018, Volume 1, No. 6. In: Washington Print Club. 28. September 2018, S. 26–32, abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Korrespondenz von Erich Glas an Louise Dumont. Abgerufen am 7. Februar 2026.</ref> Seine Pläne, Ingenieur zu werden, wurden durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen.
Beteiligung im Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]
Nach eigenen Angaben meldete sich Glas bei Kriegsbeginn 1914 freiwillig für den Wehrdienst, obwohl er noch nicht volljährig war. Er diente zunächst in einer Telegrapheneinheit in den Alpen. Später war er bei Kampfhandlungen an der Westfront beteiligt und erhielt für seinen Einsatz trotz Verwundung das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Nach der Genesung ließ er sich von der Luftwaffe umschulen und war in den letzten Monaten des Krieges als Flugbeobachter im Einsatz.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Bereits vor dem Kriegsende begann sich Glas für Philosophie und Kunst zu interessieren, auch da er eine Möglichkeit suchte, die Erlebnisse in den Schützengräben zu verarbeiten.<ref></ref> Beim Besuch einer Militärbibliothek schloss er Freundschaft mit dem ehemaligen Offizier und dortigen Bibliothekar Karl Adler, der später als Kunstsammler und Förderer starken Einfluss auf Glas nahm.<ref name=":2">Adler. Abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Studium[Bearbeiten]
Nach dem Krieg begann Glas Kunst an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in München zu studieren. Dort lernte er andere Künstler kennen und schloss unter anderem Freundschaft mit Alfred Kubin und Max Liebermann. Ab 1919 studierte er bei Lyonel Feininger und Johannes Itten am Bauhaus Weimar in der Kupferdruckerei<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Staatliches Bauhaus Weimar - Archivportal Thüringen.] In: archive-in-thueringen.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und trat 1920 der Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“ bei.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Das Junge Rheinland.] In: duesseldorf.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In Weimar heiratete er Maria Langhans-Zacharias. 1923 wurde ihr Sohn Gotthard geboren, jedoch hielt die Ehe nur kurz.<ref name=":1" /> Anschließend zog Glas nach Berlin und studierte an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin, unter anderem bei Philipp Franck. Nach seinem Studium unterrichtete er selbst an der Schule und arbeitete als Pressefotograf.<ref name=":2" />
Obwohl Glas sich während seines Studiums an allen Formen der Kunst probierte, fokussierte er sich zunächst auf Druckgrafik, Radierung und Lithografie. Prägend für sein Werk war ein gewisser Wirklichkeitsanspruch: Während sich viele junge Künstler aus seinem Umfeld diversen Kunstströmungen wie dem Surrealismus anschlossen, vertrat Glas die Ansicht, dass Kunst die Realität darstellen solle. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die sich dem Surrealismus zuwandten, bevorzugte Glas die Neue Sachlichkeit und vertrat die Ansicht, dass Kunst die beobachtete Realität widerspiegeln sollte. Daher wollte er sich mit seinen Objekten stets vertraut machen: Beispielsweise erhielt Glas für eine Serie von Porträts von Geisteskranken die Erlaubnis, sich zwei Wochen lang in einer psychiatrischen Klinik aufzuhalten, um die Patienten in ihrem Alltag genauestens zu beobachten.<ref name=":1" />
Frühes Schaffen[Bearbeiten]
Während seiner Zeit in Weimar begann Glas, aufwendige Darstellungen zu bibliophilen Buchausgaben anzufertigen, darunter Gedichte von Li Bai,<ref>Klabund: Li Tai Pe (radierungen Von Erich Glas). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Januar 2026; abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> „Das Tosa Nikki“ von Ki no Tsurayuki<ref name=":3">Glas Erich - AbeBooks. Abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen.<ref>Erich Glas – H[ans] C[hristian] Andersen. Die Nachtigall. In: LotSearch. (lotsearch.de [abgerufen am 7. Februar 2026]).</ref> Auch stellte er kraftvolle Holzschnitte her, beispielsweise zu Phaedrus’ „Aesopische Fabeln“: Basierend auf den antiken Sittengeschichten illustrierte Glas zwischen 1920 und 1921 acht Holzstiche, die in einer Auflage von 50 erschienen.<ref name=":3" /><ref>Fables: Erich Glas’s prints add to genre. 29. August 2018, abgerufen am 7. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ebenfalls in dieser Zeit entstand die Holzschnittserie „In Flandern reit’t der Tod“, wahrscheinlich inspiriert durch das gleichnamige Fahrtenlied,<ref>In Flandern reit't der Tod : 5 Holzschnitte | WorldCat.org. Abgerufen am 7. Februar 2026.</ref> welches in der deutschen Form Elsa Laura von Wolzogen zugeschrieben wird und auf dem niederländischen „Vlaamse Dodendans“ beruht. Das Lied verbreitete sich nach dem Ersten Weltkrieg durch die Wandervogelbewegung und wurde in Deutschland äußerst populär. Das Werk von Glas zeigt marodierende Landsknechte und weist Parallelen zu den Gräueltaten deutscher Soldaten an der belgischen Zivilbevölkerung zu Kriegsbeginn auf. Ebenfalls dargestellt wird der Tod in Anlehnung an die apokalyptischen Reiter der Johannes-Offenbarung. Der Tod als Person ist ein wiederkehrendes Motiv bei Glas und findet sich beispielsweise auch in späteren Werken wie Leilot.<ref name=":1" />
Glas hielt den Kontakt zu Karl Adler und war nach dem Krieg häufig zu Besuch bei ihm und seiner Frau Emilie in deren Haus in München. Diese Freundschaft war enorm einflussreich für sein künstlerisches Schaffen. Der ehemalige Offizier leitete mittlerweile eine große Bettfedernfabrik und betätigte sich nebenbei als Kunstsammler und Förderer. Neben Glas schloss er auch mit anderen aufstrebenden jungen Künstlern Freundschaft und vernetzte diese miteinander. So sagte Glas später über ihn:
„Ich war Zeuge und Mitgeniesser seiner engen Verbindung zu vielen Malern und Sammlern. Ein grosser Teil seiner Sammlung basierte auf der persönlichen Freundschaft zu Künstlern, deren Werke bis heute Namen und Marktwert behalten haben.“<ref>Jan Schleusener: Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte. Bayerische Studien zur Museumsgeschichte, Nr. 3. Deutscher Kunstverlag GmbH, Berlin / München 2016, ISBN 978-3-422-07366-1, S. 151.</ref>
Bei den häufigen Aufenthalten in München bei der Familie Adler lernte Glas auch deren älteste Tochter Susanne kennen, die ebenfalls in Berlin studierte. Glas heiratete Susanne, mit der er drei Söhne hatte.<ref name=":1" /><ref>Naama Riba: Jewish family's Nazi-looted art led them to an astonishing discovery at the Israel Museum. In: Haaretz.com. (haaretz.com [abgerufen am 7. Februar 2026]).</ref>
Während sich die politische Lage in Deutschland zunehmend verschärfte, sollen die Arbeiten von Glas zunehmend kritisch und satirisch geworden sein. Jedoch sind diese Werke nicht weiter dokumentiert.
Emigration und Leben im Kibbuz[Bearbeiten]
Als Jude verlor Glas nach der Machtergreifung 1933 seinen Lehrberuf. Er führte verschiedene Gelegenheitsberufe aus, beispielsweise als Bühnengestalter, freischaffender Fotograf, Illustrator und Karikaturist<ref>Petra Aescht: Mich schaudert dieses Krieges: die graphischen Zyklen zum Ersten Weltkrieg. Letter Stiftung, Köln 2020, ISBN 978-3-930633-23-4, S. 311.</ref> Wohl auch weil seine Werke satirischer und politischer wurden, geriet Glas zunehmend ins Visier der Nationalsozialisten. Um einer Verhaftung zu entgehen, emigrierte er mit seiner Familie 1934 in das Mandatsgebiet Palästina, wo sie im Kibbuz Jagur unterkamen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Glas, Erich - Israel Museum's Information Center.] In: museum.imj.org.il. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Das Leben im Kibbuz war eine enorme Umstellung für Glas und seine Familie. Sie waren an einen urbanen Lebensstil gewöhnt und verkehrten bisher in den künstlerischen Kreisen von Berlin, München und Weimar. Nun mussten sie sich an das landwirtschaftliche Leben einer Kommune, die größtenteils aus Zelten bestand, anpassen, Hebräisch lernen und sich an eine andere Mentalität gewöhnen. Um weiter als Künstler tätig sein zu können, musste Glas sein Schaffen mit den Bedürfnissen des Kibbuz in Einklang bringen. Dabei konnte er auch seine Erfahrungen aus verschiedensten Berufen einbringen: Er betätigte sich als Tischler, lehrte an der örtlichen Schule, entwarf Bühnenbilder für Aufführungen und Festlichkeiten, dekorierte Kalender und Pamphlete. Er beteiligte sich sogar regelmäßig an den nächtlichen Sicherheitspatrouillen.<ref name=":1" /> Tatsächlich unterstützte er auch die zionistische Untergrundorganisation Hagana bei der Beschaffung von Informationen durch Luftaufnahmen, wobei er auf seine militärische Ausbildung und seine Fähigkeiten als Fotograf zurückgreifen konnte.<ref>Scouting Palestinian Territory, 1940-1948: Haganah Village Files, Aerial Photos, and Surveys. Abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit der Zeit gelang es Glas, sein künstlerisches Schaffen im Kibbuz fortzuführen und auch seine Fähigkeiten weiterzugeben, indem er wieder als Kunstlehrer arbeitete.
Er wurde der Fotograf des Kibbuz und begann, das dortige Leben zu dokumentieren. Die Bilder zeigen die Entwicklung des Kibbuz, die Feldarbeit, Feierlichkeiten und die umliegende Landschaft des Karmelgebirgszug. Er besuchte auch andere Kibbuzim und begleitete diese von der Gründung an mit der Kamera. Im Archiv des Kibbuz Jagur finden sich heute über 800 Schwarz-Weiß-Fotografien von Glas, die in einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren entstanden sind.<ref>Image reconstructions (from the Erich Glas archive: Kibbutz Yagur 1934 – 1956), 2020 | Emanuel Mathias. Abgerufen am 10. Februar 2026.</ref> Einen Kontrast zu den Fotografien bildeten seine farbigen Karikaturen, die wöchentlich im Speisesaal des Kibbuz ausgestellt wurden. Satirisch hob er in diesen die kritischen Aspekte des Alltags sowie des Lebens unter der britischen Kolonialherrschaft.<ref>Erich Glas Collection of Caricatures - Kibbutz Yagur. Abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leilot[Bearbeiten]
Leilot – hebräisch für „Nächte“ – gehört zu den bedeutendsten Werken von Glas. Dabei handelt es sich um einen wortlosen Roman, der in 20 farblosen Lithografien erzählt wird. Darin wird ein Künstler vom Tod heimgesucht, der ihm Visionen von der Judenverfolgung in all ihren Ausmaßen durch die Nationalsozialisten zeigt. Neben der künstlerischen Qualität der Drucke, ist auch die Entstehungsgeschichte beachtlich: 1942 wurde Glas eines Abends mit schwerem Fieber in die Krankenstation des Kibbuz gebracht. Während er nächtelang gegen die Krankheit ankämpfte, halluzinierte er vom Holocaust, über den er Gerüchte gehört hatte. Nach seiner Genesung machte er sich umgehend ans Werk: Die Drucke erzählen von Pogromen, Demütigungen, Straflagern, Hinrichtungen und Mord, aber auch von der Hoffnung des Widerstands. Tatsächlich schuf Glas, der bereits in seiner Zeit als Soldat mit Leichen und Massensterben konfrontiert wurde, ein überaus präzises Bild von den Gräueltaten in Europa, die zu der Zeit nur als Gerüchte nach Palästina kamen. Damit stellt „Leilot“ eine der frühesten künstlerischen Verarbeitungen des Holocausts dar.<ref>In The Media – Erich Glas. Abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>
Ungewöhnlicherweise erschien das Werk in einer Auflage von 200 mit engl. Titel „Through the Night“ (dt. „Durch die Nacht“) 1943 im fernen Südafrika. Der Kontakt zu dem Verlag New Era Press wurde durch die Schwester seiner Schwiegermutter Emilie Adler, die dorthin emigrierte, hergestellt. Unklar hingegen ist, wie Glas es schaffte, die Holzschnitte herzustellen und inmitten der Kriegsjahre nach Südafrika zu schicken. Belegt ist hingegen, dass Glas Schwierigkeiten hatte, einen Verleger in Israel (damals noch als „Palästina“ bezeichnet) zu finden, weil der Inhalt zu kontrovers war. Erst 1945 erschien Leilot in einer hebräischen Version beim Verlag des Kibbuz Verband Hakibbutz Hameuchad mit 8 zusätzlichen Drucken und einem Vorwort des Literaturkritikers, Zeitungsredakteurs und späteren israelischen Politikers Dov Sadan.<ref>LEILOT (Nights) by Glass, Ari (Erich Glas) (text and illustrations). In: biblio.com. Abgerufen am 18. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Leilot. Erich Glas. Signed. Tel Aviv, 1942? - Winner'S Auctions. In: Winner'S Auctions. (winners-auctions.com [abgerufen am 10. Februar 2026]).</ref><ref>Bidspirit - Israeli online auction portal | participating is free. In: Bidspirit Israel. (bidspirit.com [abgerufen am 10. Februar 2026]).</ref> In den letzten Jahren erhielt Leilot erneute Aufmerksamkeit: So widmete der Kunstblogger Scott Ponemone Leilot einen Artikel.<ref>Leilot: Erich Glas’s Traumatic Creation. 20. Oktober 2018, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weiterhin wurde Leilot Teil der Grafiksammlung „Graphic Witness: Five Wordless Graphic Novels“ von George Walker veröffentlicht. 2022 wurde Leilot unter dem Titel Dans La Nuit in Frankreich erneut veröffentlicht.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
In den folgenden Jahrzehnten schuf Glas weiterhin Gemälde, Druckgrafiken und Fotografien. Seine Werke wurden in Kibbuz-Galerien und israelischen Kulturinstitutionen ausgestellt und sind heute in Museums- und Archivsammlungen in ganz Israel zu finden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Artist-Gallery (Erich Glas) - Israel Museum's Information Center.] In: museum.imj.org.il. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Späte Jahre und Tod[Bearbeiten]
Nach dem Tod seiner Frau Susanne, die nach langer Krankheit 1957 starb, begann Glas einen neuen Lebensabschnitt, indem er dem Kibbuz den Rücken kehrte und zog nach Akkon, eine alte Hafenstadt im Norden von Haifa. Dort heiratete er die ungarische Einwanderin Ziva Dioshka<ref name=":1" /> und zog mit ihr in die Altstadt.<ref>Akko in the 50’s: Between the walls. 14. August 2006, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine Werke waren von nun an geprägt vom bunten Leben der Hafenstadt, zeigen ihre Architektur, mediterrane Ansichten und das Zusammenleben von Juden und Arabern. Nach dem Sechstagekrieg 1967 zogen sie nach Haifa, wo er weiter malte und 1973 im Alter von 75 Jahren starb.
Weiteres[Bearbeiten]
Gotthard Glas, Sohn aus erster Ehe und unter seinem hebräischen Namen Uziel (Uzi) Gal bekannt, erfand die israelische Maschinenpistole Uzi.<ref>Oliver Burkeman: Modest inventor of Uzi fired by armies, movie stars and street gangs dies at 79. In: The Guardian. 10. September 2002, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 25. Oktober 2023]).</ref> Die drei Söhne aus seiner zweiten Ehe mit Susi Adler: Michael Gal, ehemaliger Generaldirektor der Stadtverwaltung Jerusalems, ist für seine Bildungsreformen in Israel bekannt.<ref>Educational reformer Michael Gal dies at 74 | The Jerusalem Post. 23. November 2006, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihr zweiter Sohn, Yoram Gal, leitete ein Team, das 1984 den Rothschild-Preis erhielt.<ref>Southern Uri: שיטת העבודה: פינג-פונג של רעיונות – כלל. In: haaretz.co.il. 11. März 2003, abgerufen am 17. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der jüngste Sohn, Reuven Gal, fiel im Jom-Kippur-Krieg im Alter von 29 Jahren.<ref>Izkor – Sergeant Reuven Gal. Abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>
Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]
Retrospektiven[Bearbeiten]
- 2010: Uzi: Weaving the life and art of Erich Glas into a modern-age story, Tel Aviv Center for Contemporary Art
- 2018: 50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968, Württembergischer Kunstverein Stuttgart
- 2019: The Redeeming Wrecks, ACC Galerie Weimar
- 2020: Glasklar, Drei Ringe Galerie Leipzig
Literatur[Bearbeiten]
- Through the Night; A Story without Words. Mit einem Vorwort von Eric Rosenthal. Anthony's, Johannesburg 1943.<ref>1943 Through the Night - South Africa. In: Wordless Novels. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 15. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Leilot (לילות). Mit einem Vorwort von Dov Shtok-Sadan. HaKibbutz HaMeuchad, Tel Aviv 1945.<ref>1945 Leilot - Hebrew edition in Israel. In: Wordless Novels. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 8. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Glas, Erich. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band. E. A. Seemann, Leipzig, S. Vorlage:VonBis.
- Erich Glas, Hagar Lev, Iddo Gal: Dans la nuit (= Collection Le Tambour du fou). Éditions Ici-bas, Toulouse 2022, ISBN 979-1-09050742-5, S. 70–95.
- Petra Aescht: „Mich schaudert dieses Krieges“: die graphischen Zyklen zum Ersten Weltkrieg. LETTER Stiftung, Köln 2020, ISBN 978-3-930633-23-4, S. 311–312.
- Scott Ponemone: Erich Glas & Leilot. In: George A. Walker (Hrsg.): Graphic Witness. Five Wordless Graphic Novels. 2. Auflage. Firefly Books Ltd., New York / Ontario 2021, ISBN 978-0-2281-0334-9, S. 328–332.
Galerie[Bearbeiten]
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Der Panther und der Hirte (1921), Etching
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In Flandern Reit’t der Tod (1924), Etching
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Löwe (1930), Etching
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Gegen die Kräfte der Natur (1925), Etching, aus dem Buch Das Kajütenbuch<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Das Kajütenbuch. Charles Sealsfield. Mit 12 Ill. [Taf.] nach Rad. von Erich Glas. Hrsg. von Walter Heynen / Auswahlreihe ; [1925, Bd. 33] by Sealsfield, Charles, Walter (Mitwirkender) Heynen und Erich (Mitwirkender) Glas:: Gut gebundene Ausgabe (1925).] In: AbeBooks. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. April 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
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Leilot: Das Ende (1945), Linolschnitt
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Blick vom Heck
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Fischer im alten Hafen von Akkon (1966), Aquarell
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Ein arabischer Mann sitzt in Akkon (1967), Ölfarbe
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Porträt eines alten Mannes, Etching
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Tischgebet: Ruf zum Speisesaal (1941), Cartoon
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Mittagsruhe: Häftlinge aus dem Kibbutz Yagur in einem britischen Internierungslager (1946), Illustration
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In die Geschichte vertieft (1951), Pinselzeichnung
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Eingekreist von Wörtern, Fotografie
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Glas, Erich |
| ALTERNATIVNAMEN | Glass, Ari |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-israelischer Graphiker, Maler, Illustrator und Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 29. Juni 1897 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 23. Januar 1973 |
| STERBEORT | Haifa |
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