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Erl King

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Koordinaten: 25° 25′ 31,4″ N, 80° 7′ 29,2″ W

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Erl King
Datei:A and J Inglis No 26 Erl King (1865).jpg
Die Erl King
Die Erl King
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichDatei:Civil Ensign of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
Eigner Robertson & Co London
Bauwerft A. & J. Inglis, Pointhouse-Werft, Glasgow
Stapellauf 7. September 1865
Verbleib 1891 zerstört<ref name="clydesite">Bruce Biddulph, David Asprey and Stuart Cameron: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Shipping Times: Launched 1865 – SS Erl King. (Memento vom 14. Juni 2012 im Internet Archive)</ref>
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 93,14 m (Lüa)
Breite 10,39 m
Tiefgang (max.) 8,63 m
Maschinenanlage
Maschine Segel, Dampfmaschine<ref>Das letzte Segel-Rennen der Tee-Klipper [Was geht?]. conditio humana, 11. August 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Oktober 2015; abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref>
Maschinen­leistung 250 PS (183,87 kW)
Höchst­geschwindigkeit 12,24 kn (23 km/h)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 40 Erste Klasse
400 Zweite und Dritte Klasse
Takelung und Rigg
Takelung Bark
Anzahl Masten 3

Die Erl King war ein Tee-Klipper, der auf der Pointhouse-Werft der Firma A. & J. Inglis in Glasgow für Robertson & Co in London gebaut und 1865 fertiggestellt wurde. Die Dreimastbark verfügte über eine Dampfmaschine als Hilfsantrieb, die bei Flaute oder leichtem Gegenwind eine Schiffsschraube antrieb. Beim Segeln konnte die Schraube angehoben werden, um den Wasserwiderstand zu verringern.<ref name="Herald Sept 1865">"Launch", 8. September 1865, Glasgow Herald S. 4, Spalte 7</ref> Die Maschinenleistung reichte allerdings nicht aus, um bei starkem Gegenwind den hohen Luftwiderstand von Masten und Takelage zu überwinden und Vortrieb zu erzeugen.<ref name="Clark">Arthur H. Clark: The Clipper Ship Era 1843-1869. G.P. Putnam Sons, New York 1911 (Online).</ref> Der Dampfantrieb hatte zudem den Vorteil, dass das Schiff ab 1869 den in diesem Jahr eröffneten Sueskanal nutzen konnte, was für normale Segelschiffe nicht möglich war.<ref name="MacGregor">David R. MacGregor: The Tea Clippers, Their History and Development 1833-1875. Conway Maritime Press Limited, 1983, ISBN 0-85177-256-0.</ref>

Die Erl King war im China-Handel eingesetzt. Sie segelte regelmäßig von England nach China und transportierte auf der Rückreise hauptsächlich Tee. Das Ende des Monopols der Britischen Ostindien-Kompanie für den Teeimport von China nach Großbritannien 1834 hatte die Ära der Tee-Klipper eingeleitet, in der schnelle Segelschiffe darum konkurrierten, als erste den Tee der neuen Ernte von China nach Großbritannien zu bringen.<ref>Adverts, 6. Januar 1871, Sheffield Independent S. 1, Spalte 5</ref> Dieses alljährliche Tee-Rennen (Tea Race) erregte große öffentliche Aufmerksamkeit; Zeitungen berichteten darüber, Wetten wurden abgeschlossen und das schnellste Schiff erhielt eine Prämie auf die Frachtrate.

Das Jahr 1866, in dem die Erl King in diesen einträglichen Markt einstieg, ging wegen des extrem knappen Ausgangs als The Great Tea Race of 1866 in die Geschichte ein. Die Erl King verließ am 5. Juni 1866 mit einer Ladung von 1.108.100 Pfund (502 t) Tee den Hafen von Fuzhou. Die ersten Klipper waren bereits eine Woche früher ausgelaufen.<ref>"The Great Ocean Race from China", 1. August 1866, Glasgow Herald S. 4, Spalte 4</ref> Die Erl King, die aufgrund ihrer Dampfmaschine außer Konkurrenz lief, kam bereits am 20. August 1866 nach einer Reise von 77 Tagen in London an, während die Segelschiffe noch im Atlantik unterwegs waren.<ref>"The Great Ocean Race from China, Arrival of the SS Erl King", 24. August 1866, Glasgow Herald S. 4, Spalte 6</ref> Die schnellsten Klipper trafen am 6. September nach 99 Seetagen praktisch gleichzeitig ein.<ref name="MacGregor"/> Die Teegroßhändler, die eine Prämie von zehn Schilling pro Tonne für das siegreiche Schiff ausgelobt hatten, machten dabei Verlust – zum einen, weil so viele Schiffe fast gleichzeitig ankamen, zum anderen, weil der Tee der neuen Ernte, den die Erl King gebracht hatte, bereits seit mehr als einer Woche auf dem Markt war.

Die Erl King beförderte neben ihrer Ladung auch Passagiere. So war auf der Rückreise von China 1866 die Frau von Captain MacKinnon an Bord, dem Kapitän der Taeping, eines der beiden Klipper, die sich im Tea Race dieses Jahres den ersten Platz teilten. Vermutlich reiste sie nicht auf dem Schiff ihres Mannes mit, weil sie schwanger war. Vier Tage nach Erreichen des Kap Verde brachte sie an Bord einen Jungen zur Welt.<ref>"The Great Ocean Race from China", Saturday 25 August 1866,Liverpool Daily Post, S. 5, Spalte 1</ref>

Die Erl King ging verloren, nachdem sie am 15. Dezember 1891 auf dem Long Reef vor den Florida Keys auf Grund gelaufen war.<ref name="clydesite" /><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig SS Erl King († 1891).] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Wrack stellt noch heute ein Navigationshindernis für die Schifffahrt dar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />