Ernest Simoni
Ernest Simoni Troshani (* 18. Oktober 1928 in Troshan (Zadrima), heute Lezha, Albanien) ist ein römisch-katholischer Kardinal und Priester des Erzbistums Shkodra.<ref name="biography">SIMONI Card. Ernest. In: College of Cardinals – Biographical Notes. Presseamt des Heiligen Stuhls, abgerufen am 24. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Während der sozialistischen Diktatur in Albanien verbrachte er 18 Jahre in Gefangenschaft und konnte auch nach seiner Freilassung 1981 nur im Geheimen als Priester tätig sein.<ref name="biography" />
Leben[Bearbeiten]
Ernest Simoni besuchte ab seinem zehnten Lebensjahr das Franziskaner-Kolleg in Troshan und trat später dem Orden bei. Auf dem Höhepunkt der Kirchenverfolgung unter Enver Hoxha wurde das Kloster im Jahr 1948 gestürmt, die Brüder getötet und Simoni wie die anderen Novizen vertrieben. Er setzte seine Studien im Geheimen fort und empfing am 7. April 1956 in Shkodra das Sakrament der Priesterweihe. Da eine Weihe für den Franziskanerorden, dem er bis ins hohe Alter verbunden blieb, ohne Ordensstrukturen nicht möglich war, wurde er in das Erzbistum Shkodra inkardiniert.<ref name="annuncio">Annuncio di Concistoro per la creazione di nuovi Cardinali. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 9. Oktober 2016, abgerufen am 9. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Von 1963 bis 1981 war er unter der atheistischen Kirchenverfolgung in der Sozialistischen Volksrepublik Albanien – unter anderem in Spaç – inhaftiert, wobei er 1963 und während der Gefangenschaft 1973 erneut zum Tode verurteilt wurde. Nach seiner Freilassung im Jahr 1981 musste er als Kanalarbeiter arbeiten, übte jedoch bis 1990 im Geheimen weiterhin sein Priesteramt aus. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes und der Wiederherstellung der Religionsfreiheit war er wieder offiziell als Priester in Nordalbanien tätig.<ref name="annuncio" />
Im feierlichen Konsistorium vom 19. November 2016 nahm ihn Papst Franziskus als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Santa Maria della Scala in das Kardinalskollegium auf. Von der Verpflichtung zum Empfang der Bischofsweihe wurde er dispensiert.<ref>Concistoro Ordinario Pubblico: Assegnazione dei Titoli o Diaconie. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 19. November 2016, abgerufen am 19. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Besitzergreifung der Titeldiakonie fand am 11. Februar des folgenden Jahres statt.
Papst Franziskus ernannte Kardinal Simoni am 15. Juli 2017 zu seinem Legaten für die Weihe der neuen Mutter-Teresa-Kathedrale am 5. September 2017 in Pristina, die auch Konkathedrale der Apostolischen Administratur Prizren bzw. seit dem 5. September des folgenden Jahres des Bistums Prizren-Pristina ist.<ref>Nomina dell’Inviato Speciale alla consacrazione della nuova Chiesa dedicata a Santa Teresa di Calcutta a Pristina (5 settembre 2017). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 15. Juli 2017, abgerufen am 3. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Mimmo Muolo: Ernest Kardinal Simoni. Leben und Leiden im kommunistischen Albanien. Übersetzung aus dem Italienischen von Trude Grabher. Karolinger. Wien 2018, ISBN 978-3-85418-180-4.
Weblinks[Bearbeiten]
- Eintrag zu Ernest Simoni auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
- Eintrag zu Ernest Simoni auf gcatholic.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
- Vorlage:Pressoffice
- Simoni, Ernest. In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church. (Website der Florida International University, englisch)Vorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Stanisław Nagy | Kardinaldiakon von Santa Maria della Scala seit 2016 | — |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Simoni, Ernest |
| ALTERNATIVNAMEN | Simoni, Ernest Kardinal; Simoni Troshani, Ernest |
| KURZBESCHREIBUNG | albanischer römisch-katholischer Geistlicher, Kardinal |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1928 |
| GEBURTSORT | Troshan, Zadrima, Qark Lezha, Albanien |
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- Kardinal (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)
- Zum Tode verurteilte Person
- Albaner
- Geboren 1928
- Mann
- Franziskaner (OFM)
- Opfer der Diktatur der Sozialistischen Volksrepublik Albanien