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Ernst Noack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Carl Friedrich Ernst Noack oder Karl Friedrich Ernst Noack (* 12. Juni 1861 in Dresden; † 14. September 1925<ref>Verhandlungen des Sächsischen Landtages. Band 2. 150. Sitzung, S. 5135 (Digitalisat)</ref> ebenda;<ref>Noack, Karl Friedrich Ernst im Personen.Wiki der SLUB Dresden</ref>) war ein deutscher Zimmermeister, Bauunternehmer und Landespolitiker (DVP). Er gehörte dem sächsischen Landtag ab 1920 bis zu seinem Tod an.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach Absolvierung der Bauschule übernahm Noack das väterliche Baugeschäft. Mit dem Architekten Richard Schleinitz betrieb Noack um jene Jahrhundertwende das gemeinsame Büro Schleinitz & Noack. 1905 wurde er königlich sächsischer Hofzimmermeister und baute um jene Zeit das Drehgerüst in der Kuppel der Frauenkirche zur Erneuerung der Kuppelmalerei.<ref>Wolfram Jäger: Mauerwerk-Kalender 2015. John Wiley & Sons, 2015, ISBN 978-3-433-60530-1, Bild 67.</ref> Noack zeigte 1906 auf der 3. Deutschen Kunstgewerbeausstellung in Dresden die von ihm mit Kastenquerschnitten entworfene und gebaute Kunstindustriehalle<ref>Theodor Gesteschi: Der Holzbau. Grundlagen der Berechnung und Ausbildung von Holzkonstruktionen des Hoch- und Ingenieurbaues. Springer, Berlin 1926, S. 167.</ref> und erhielt eine Staatsmedaille.<ref>Vorlage:BerlinerArchitekturwelt</ref> 1908 errichtete er für Josef Graf von Schall-Riaucour das sogenannte Putzkauer „Jagdschloss“, ein aus schwedischer Fichte gebautes Blockhaus.<ref>Bilder aus der Heimat – Kalender rund um den Valtenberg – 2017. putzkau-denkmalschutz.de</ref> 1912 wurde er Obermeister der Dresdner Baumeisterinnung.

Im Jahr 1922 erfolgte seine Ernennung zum Ratszimmermeister. Noack realisierte u. a. „musterhafte Großprojekte“ in Dresden, so die Festhalle für das 13. Deutsche Bundesschießen 1900, die Interimsbrücke über die Elbe 1904–1911 und die Festhalle für das I. Sächsische Sängerbundesfest 1925.<ref>Dresden-Bibliographie IV, 4530.</ref>

In den zeitgenössischen Adressbüchern als Architekt und Baumeister bezeichnet<ref>Adressbuch Dresden 1900, S. 445.</ref> führte Noack sein Bauunternehmen als Ernst Noack, Zimmermeister, Büro für Architektur und Bauausführung in Dresden; Sitz des Unternehmens war das ihm gehörende Haus Fröbelstraße 101.<ref>Adressbuch Dresden 1900, II. Teil, S. 142.</ref><ref>Adressbuch Dresden 1924/1925, S. 634.</ref>

Noack gehörte als Abgeordneter der DVP für den sächsischen Wahlkreis 1 in Dresden den Landtagen der 1.  (1920–1922) und 2. Wahlperiode (1922–1926) an. Nach seinem vorzeitigen Tod wurde er am 17. November 1925 rückte für ihn der Abgeordnete Richard Johannes Hartwig für den Rest der Legislaturperiode nach.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Abbruch der Augustusbrücke Interimsbrücke.jpg
Abbruch der Augustusbrücke und Interimsbrücke (1907)
Datei:20130415020DR Dresden-Kemnitz Holsteiner Straße 8.jpg
Wohnhaus Noack in der Villenkolonie Kemnitz

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833–1952. Sächsischer Landtag, Dresden 2001, S. 36.
  • Fritz Räder: Hof- und Ratszimmermeister Baumeister K. F. E. Noack. In: Dresdner Geschichtsblätter, Band 34 (1926), S. 155–157.
  • Fritz Räder: Hof- und Ratszimmermeister Baumeister Karl Friedrich Ernst Noack. Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung, Dresden 1927. (mit einem Bild Noacks, 27 Abbildungen seiner Bauten und zehn Zeichnungen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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