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Ernst Weiland

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Ernst „Bimbo“ Weiland (* um 1910; † 1943 oder 1944) war ein deutscher Schlagzeuger und Bandleader der Jazz- und Unterhaltungsmusik, der durch seine Auftritte als „Bimbo der Tricktrommler“ sowie „Der Tricktrommler Ernst Weiland“ in Revuen wie Etwas verrückt in der Berliner Scala bekannt war.<ref>Michael H. Kater: Different Drummers: Jazz in the Culture of Nazi Germany. 2003.</ref><ref>Hinweis auf dem Etikett der Schallplatte Peng, Odeon O31697</ref>

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Weiland spielte ab 1936 im Orchester der „Scala“ unter Leitung von Otto Stenzel, mit dem auch erste Aufnahmen entstanden („The Music Goes ’Round and Around“). Ferner arbeitete er u. a. auch mit dem Klavierduo Heinz Kück & Bill Norman (Kück & Billy, 1938).<ref>60 years of recorded jazz 1917–1977. Band 7, 1980, S. K-366.</ref> Teilweise unter eigenem Namen, aber auch unter seinem Pseudonym „Bimbo der Tricktrommler“ der Berliner „Scala“ und sein Orchester, spielte er ab Mai 1938 mit Studiomusikern wie Carl und Kurt Hohenberger, Franz Thon, Kurt Wege, Mike Danzi und Paul Henkel für Odeon zumeist swingende Tanzmusik und Hot-Swing auf Schallplatten ein.<ref>Dazu gehörten die Titel „Komm und Tanz“/„Süße kleine Henriett’!“ (von Gerhard Winkler, O-31508), „Warum kam ich nicht reich zur Welt?“ (Horst Kudritzki/Ralph Maria Siegel)/„Zehn Uhr zehn“ (O-31554), „FD 79“ (von Helmut Gardens, 0-31675a)</ref> Zu den Unterhaltungs- und Tanztee-Interpretationen gehören Einspielungen wie Helmut Gardens südamerikanisch inspirierter Titel „Mondnacht auf Cuba“ (1939).<ref>„Bimbo der Tricktrommler“ der Berliner “Scala” mit seinem Tanz-Orchester: „Mondnacht auf Cuba“, Musik: Helmut Gardens, Text: Alfred Klabunde, O-31592b</ref>

In Weilands Ensemble spielten dabei Fritz Petz (tp), Erhard Krause (tb), Benny de Weille (as, cl), Helmuth Friedrich (ts), Fritz Stamer (p), Mike Danzi (git), Conny Ahlers (kb).<ref>Angaben nach Tom Lord Jazz discography</ref> „Peng“ (O-31697), „Aber treu will keine sein“ (Fritz Weber/Ralph Maria Siegel, O-31592), „Mondnacht auf Cuba“ (O-31592), „Trommelei“ und „FD 79 - Exzentrik Foxtrot“ (O-31675),<ref>Aufnahme von 1941. FD 79 war die Bezeichnung für einen Fernschnellzug von München nach Berlin. Vgl. Hinweis bei Grammophon-Platten.de</ref> zuletzt am 21. Februar 1943 („Was kann der Mond dafür?“, O-31782). Im Bereich des Jazz war er zwischen 1936 und 1943 an 22 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. auch als Begleiter des Humoristen Carl Napp (...und abends in die Scala) und bei Theo Reuter (1940).<ref name="lord">Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 4. September 2016)</ref>

Weiland fiel im Kriegseinsatz an der Ostfront.<ref>„Tricktrommler im Osten gefallen. An der Ostfront fiel Ernst Weiland, der frühere Kapellmeister der Scala. von den Berlinern ‚Bimbo mit der Tricktrommel‘ genannt“. Zit. nach Nachrichten für die Truppe, Band 2, 1973, S. 31.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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