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Esbjerg

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Esbjerg
Wappen von Esbjerg
Esbjerg (Dänemark)
Esbjerg (Dänemark)
Esbjerg
Basisdaten
Staat: Danemark Dänemark
Region: Syddanmark
Kommune
(seit 2007):
Esbjerg
Koordinaten: 55° 28′ N, 8° 27′ OKoordinaten: 55° 28′ N, 8° 27′ O
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Gegründet: 1868
Einwohner:
(2026<ref name="BEF44">Statistikbanken › BY1: Befolkningen 1. januar efter byområder, landdistrikter, alder og køn (dänisch).</ref>)
71.371
Postleitzahl: 6700–6715
Partnerstädte: China Volksrepublik Suzhou

FaroerDatei:Flag of the Faroe Islands.svg Tórshavn
Finnland Jyväskylä
GronlandDatei:Flag of Greenland.svg Maniitsoq
Island Fjarðabyggð
Norwegen Stavanger
Polen Stettin
Schweden Eskilstuna

Website: www.esbjerg.dk
Der Wasserturm in Esbjerg
Der Wasserturm in Esbjerg

Esbjerg <phonos file="Da-Esbjerg.ogg">anhören</phonos>/? [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ˈɛspjɛʀʔ] ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist mit 71.371 (Stand: 1. Januar 2026<ref name="BEF44" />) Einwohnern die fünftgrößte Stadt in Dänemark. Die Stadt liegt im Südwesten Jütlands. Esbjerg ist die einzige ökonomisch bedeutende Hafenstadt an der dänischen Nordseeküste.

Vor der Stadt liegt die Insel Fanø und nordwestlich die Halbinsel Skallingen, die bis April 2008 zu den wenigen noch nicht von Landminen geräumten Gebieten Dänemarks zählte.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem der dänische Gesamtstaat im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein verloren hatte, gab es im Königreich keinen leistungsstarken Hafen an der Nordsee. Deshalb beschloss die Regierung im Jahr 1869 den Bau eines Hafens in Esbjerg, der zugleich einen Eisenbahnanschluss erhielt. Der Bau dieses neuen befestigten Hafens bewirkte, dass Fischerei und Seefahrt aus den umliegenden Gebieten nach Esbjerg zogen und der Ort einen schnellen Aufschwung erlebte. Der Hafen musste mehrfach erweitert werden.

Bis ins frühe 21. Jahrhundert war Esbjerg ein wichtiger Fährhafen, der Dänemark insbesondere mit dem UK verband. Die Stadt war lange von der Fischerei geprägt, doch hat dieser Wirtschaftszweig in den letzten Jahren einen Niedergang erlebt. An dieses Kapitel der dänischen Geschichte erinnert das Fischerei- und Seefahrtmuseum Esbjerg.<ref>Fischereimuseum Esbjerg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. August 2011; abgerufen am 11. März 2011.</ref> Heute spielt der Offshore-Bereich eine große Rolle für die Wirtschaft der Stadt. Außerdem werden Kühlelemente hergestellt (Vestfrost).

Im Rahmen der Kommunalreform von 1970 wurde die Gemeinde Guldager mit den Stadtteilen Sædding, Hjerting und Sønderis eingemeindet. Aufgrund einer weiteren Strukturreform schlossen sich am 1. Januar 2007 die Gemeinden Ribe und Bramming mit Esbjerg zur neuen Esbjerg Kommune zusammen. Das Gesamtgebiet dieser Kommune beträgt 742,5 km², auf dem 114.947 Einwohner leben (Stand: 1. Januar 2026).<ref name="BEF44" />

Am 26. August 1981 stürzte ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter nahe dem Ort ab. Es war der 200. Absturz dieses Flugzeugmusters.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Esbjerg - Hauptbahnhof2.jpg
Der Bahnhof von Esbjerg

Die Stadt hat den wichtigsten Nordseehafen Dänemarks. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts profitierte der Esbjerger Hafen von der wachsenden Offshore-Industrie, insbesondere für die Offshore-Windenergie. 2013 wurden hier Windenergieanlagen für insgesamt 1,6 Gigawatt umgeschlagen. Das gesamte Umschlagvolumen im Hafen Esbjerg lag 2013 bei 4,6 Millionen Tonnen, es wurden 19.823 Schiffsanläufe gezählt. Der Umsatz betrug 28,9 Mio. Euro, der Gewinn lag bei 10,4 Mio. Euro.<ref>Michael Meyer: Esbjerg profitiert von Windbranche · Dänischer Nordseehafen steigert Gewinn um 28 Prozent. In: Täglicher Hafenbericht vom 3. April 2014, S. 13</ref>

Eine Fähre verbindet Esbjerg mit der Insel Fanø (Nordby). Früher gab es auch regelmäßig Verbindungen nach Newcastle (Nordengland), nach Tórshavn (bis Oktober 2010) und Harwich (bis September 2014).

Im Nordosten von Esbjerg, außerhalb des Stadtgebietes, befindet sich Esbjerg Lufthavn mit täglichen Flügen nach Aberdeen und Stavanger. Versorgungshubschrauber starten zu Bohrplattformen in der Nordsee.

Vom Esbjerger Bahnhof verkehren unter anderem Inter-City- und Regionalzüge über Kolding und Odense nach Kopenhagen, Regionalzüge nach Skjern sowie Regionalverbindungen über Ribe nach Tønder im Stundentakt, wo Anschluss an die Züge nach Niebüll zu den Zügen der Marschbahn zwischen Westerland und Hamburg besteht.

In Esbjerg endet die Autobahn Esbjergvejen, die als Teil der E 20 nach Kopenhagen und weiter nach Schweden führt.

Energieversorgung[Bearbeiten]

Esbjerg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Im Hafen der Stadt steht das Kraftwerk Esbjerg, ein Kohlekraftwerk, dessen im Zuge des dänischen Kohleausstiegs für April 2023 geplante Stilllegung auf Juni 2024 verschoben, schließlich am 31. August 2024 abgeschaltet wurde.<ref>Regeringen vil udskyde lukning af tre kraftværker - Regierung verschiebt Schließung von drei Kraftwerken. Ministerium für Klima & Energie, Dänemark, 1. Oktober 2023, abgerufen am 4. Mai 2023.</ref><ref>Ørsted schaltet sein letztes Kohleheizkraftwerk endgültig ab. idr.de, 17. September 2024, abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Es lieferte neben Strom auch Fernwärme und deckte etwa die Hälfte des Fernwärmebedarfs des Netzes (die andere Hälfte stammt aus einer Müllverbrennungsanlage<ref>Phasing out coal makes room for green district heating. Fremtidens Fjernvarme. Abgerufen am 27. Oktober 2021.</ref>), an das etwa 100.000 Menschen angeschlossen sind. Um die Versorgung der Stadt mit Wärmeenergie aufrechtzuerhalten, wurde eine Großwärmepumpe installiert, die Seewasser als Wärmequelle nutzt. Mit einer Wärmeleistung von 50 MW handelt es sich dabei um die bis dato weltweit größte Wärmepumpe mit Kohlenstoffdioxid als Kältemittel.<ref>Mega-Wärmepumpe liefert erste Wärme für Esbjerg. MAN Energy Solutions, 18. November 2024, abgerufen am 17. Dezember 2024.</ref> Insgesamt soll die Anlage jährlich ca. 235 GWh Wärme liefern und zugleich die Dekarbonisierung der Energieversorgung durch Sektorenkopplung voranbringen, indem Strom von Windstrom für die Wärmeversorgung genutzt wird. Da die Wärmepumpe flexibel betrieben werden kann, soll sie auch Ausgleichsenergie zum Kompensieren von Schwankungen im Stromnetz liefern.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.50-MW-Großwärmepumpe ersetzt künftig im dänischen Esbjerg Wärme aus Kohlekraftwerk (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Oktober 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.euwid-energie.de. In: Euwid Neue Energie, 4. Februar 2021. Abgerufen am 27. Oktober 2021.</ref>

Bildung[Bearbeiten]

Zwei Universitäten haben in Esbjerg einen Campus: die Universität von Süddänemark (SDU) und das Ålborg Universitetscenter. An der Universität Aalborg kann man Ingenieurwissenschaften studieren, an der SDU u. a. Betriebswirtschaft, Jura, Medizin und Psychologie.<ref>Campus Esbjerg der SDU</ref>

Außerdem hat Esbjerg ein bekanntes Musikkonservatorium und ein Musikhaus.

Wahrzeichen[Bearbeiten]

Datei:DerMenschamMeer.jpg
Skulpturengruppe „Der Mensch am Meer“ (Mennesket ved Havet) als Wahrzeichen von Esbjerg

Der Wasserturm von Esbjerg, 1897 erbaut, ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Als Vorbild diente das Nassauer Haus in Nürnberg. Im Wasserturm sind eine permanente Ausstellung über den Wasserturm von Esbjerg und europäische Wassertürme sowie andere, wechselnde Ausstellungen zu sehen. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das 1994/95 vom Künstler Svend Wiig Hansen geschaffene Monument „Der Mensch am Meer“, das Reisende auf See begrüßt.<ref>Großskulptur Mensch am Meer in Esbjerg. In: vadehavskysten.de. Abgerufen am 25. August 2026.</ref>

Medien[Bearbeiten]

Esbjerg ist der Hauptredaktionssitz der dänischen Zeitung JydskeVestkysten, die als Regionalzeitung das südliche und westliche Jütland einschließlich Nordschleswig abdeckt.

Sport[Bearbeiten]

Der Fußballverein Esbjerg fB spielt in der zweiten dänischen Liga, der 1. Division. In den 1960er Jahren war er der erfolgreichste Verein Dänemarks, der in den Jahren 1961, 1962, 1963, 1965 und 1979 die Meisterschaft gewann. Der Eishockey-Klub Esbjerg IK ist ein weiterer erfolgreicher Sportverein. Zudem findet in Esbjerg jedes Jahr mit dem Vesterhavs Cup ein internationales Handball- und Fußballturnier statt.<ref>Vesterhavs Cup. Euro Sporting, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. August 2011; abgerufen am 13. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2009 wurde das ehemalige Esbjerg Stadion mit überdachten Tribünen versehen und als Blue Water Arena mit einer Kapazität von 18.000 Plätzen neueröffnet. Auf der 800 Meter langen Sandbahn Korskrobanen finden Motorrad-Sandbahnrennen und Speedwayrennen statt. 1982 und 1985 Langbahn-WM-Finale in Korskro bei Esbjerg.

Esbjerg verfügt mit dem Team Esbjerg über eine national und international sehr erfolgreiche Damen-Handballmannschaft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

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Einwohnerzahlen (Kommune)[Bearbeiten]

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  • 1870: 460
  • 1880: 1.529
  • 1890: 4.111
  • 1901: 13.355
  • 1921: 22.253
  • 1940: 33.289
  • 1960: 54.713
  • 1980: 79.310
  • 1990: 81.504
  • 2000: 82.949
  • 2001: 82.676
  • 2002: 82.341
  • 2003: 82.314
  • 2004: 82.396
  • 2005: 82.312
  • 2006: 81.908
  • 2007: 114.148
  • 2008: 114.244
  • 2009: 114.595
  • 2010: 115.114

Bilder[Bearbeiten]

Erwähnenswertes[Bearbeiten]

Esbjerg und die Insel Fanø zur Zeit des Zweiten Weltkriegs dienten als Motiv für die Orte Morlunde und Sande im Roman Mitternachtsfalken von Ken Follett.<ref>Bookreporter - Ken Follett, 2002</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Esbjergs historie. 3 Bände. Esbjerg.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Esbjerg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Esbjerg – Reiseführer
  • Webseite der Stadt. Abgerufen am 1. Oktober 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Seite des Touristikbüros Esbjerg. Abgerufen am 17. April 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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