Zum Inhalt springen

Esparsetten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Esparsetten
Datei:Korina 2011-05-20 Onobrychis viciifolia.jpg

Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Hedysareae
Gattung: Esparsetten
Wissenschaftlicher Name
Onobrychis
Mill.

Die Esparsetten (Onobrychis) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="LewkeBandara2013" /><ref name="Amirahmadi2016" /> Die etwa 130 Arten sind in Europa, Nordafrika, Zentralasien und Kleinasien verbreitet. Manche Arten werden als Futterpflanzen für Nutztiere verwendet.

Das Wort Esparsetten kommt von Esparcette (französisches Wort, das sich von provenzalisch esparceto ableitet, weitere Herkunft unsicher). Esparcet(te) bedeutet Süßklee.<ref>Wahrig: Deutsches Wörterbuch, 6., neu bearbeitete Auflage. Auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1997, ISBN 3-577-10677-8.</ref> Esparsetten werden auch gesundes Heu (wie auf Französisch sainfoin) genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:93 Onobrychis sativa Lmk.jpg
Illustration der Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)
Datei:Sainfoin aka Onobrychis viciifolia.jpg
Blütenstand der Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) mit Blüten im Detail, gut zu erkennen sind die dunkleren Nerven in den rosafarbenen Kronblättern.

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Onobrychis-Arten wachsen als selten einjährige, oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, selten Halbsträucher.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen stehen sich an der Rhachis gegenständig gegenüber. Die Ränder der Fiederblätter sind glatt. Die Basis der beiden trockenhäutigen Nebenblätter ist meist untereinander und mit dem Blattstiel verwachsen; Nebenblätter der Fiederblättchen sind keine vorhanden.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die seitenständig auf einem langen Blütenstandsschaft stehenden, traubigen Blütenstände enthalten viele Blüten. Die Trag- und Deckblätter sind klein.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die fünf Kronblätter stehen mit dem typischen Aufbau der Schmetterlingsblütler zusammen. Die Fahnen sind schmal bis kurz genagelt. Die Farben der Kronblätter reichen von purpurfarben bis rosa-purpurfarben und hellgelb, oft mit dunkleren Nerven. Die Flügel sind manchmal stark reduziert. Das Schiffchen besitzt eine mehr oder weniger gestutzte Vorderkante. Die Staubfäden der neun oder aller zehn Staubblätter sind untereinander verwachsen. Die Staubbeutel sind alle gleich. Das sitzende, einzige oberständige Fruchtblatt enthält eine oder zwei Samenanlagen. Der dünne Griffel endet in einer kopfigen Narbe.

Datei:Onobrychis seedpods.jpg
Hülsenfrüchte von Onobrychis-Arten:
(1) Onobrychis hypargyrea, (2) Onobrychis pallasii, (3) Onobrychis radiata, (4) Onobrychis petraea, (5) Onobrychis supina, (6) Onobrychis gracilis, (7) Onobrychis stenorhiza, (8) Onobrychis alba subsp. calcarea, (9) Onobrychis humilis subsp. humilis, (10) Onobrychis conferta subsp. hispanica, (11) Onobrychis montana (12) Onobrychis arenaria subsp. tommasinii, (13) Onobrychis oxyodonta, (14) Onobrychis inermis, (15) Onobrychis caput-galli, (16) Onobrychis aequidentata

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die abgeflachten, fast kugeligen Hülsenfrüchte bestehen meist nur aus einer Fruchtkammer. Die Früchte bleiben auch bei Vollreife geschlossen und enthalten ein oder zwei Samen. Die kahle oder behaarte Oberfläche der Früchte besitzt deutliche erhabene Nerven und ist meist bestachelt. Die mehr oder weniger nierenförmigen Samen besitzen ein kleines Hilum.

Systematik[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Gattung Onobrychis wurde 1754 durch Philip Miller in The Gardeners Dictionary ... Abridged ...., 4. Auflage, Volume 2 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Onobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill. sind Dendrobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Galushko und Xanthobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Galushko.<ref name="Tropicos" /><ref name="ILDIS" />

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Onobrychis gehört zur Tribus Hedysareae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae.<ref name="GRIN" /><ref name="LewkeBandara2013" /><ref name="Amirahmadi2016" />

Innere Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Onobrychis wird in zwei Untergattungen gegliedert:<ref name="Amirahmadi2016" />

  • Untergattung Onobrychis subg. Onobrychis: Sie wird in zwei Sektionen gegliedert:<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Onobrychis (Syn.: Onobrychis sect. Dendrobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Onobrychis sect. Lophobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hand.-Mazz.)<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Hemicyclobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Širj.<ref name="Amirahmadi2016" />
  • Untergattung Onobrychis subg. Sisyrosema Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bunge: Sie wird in sieben Sektionen gegliedert:<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Afghanicae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Širj.<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Laxiflorae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Širj.) Rech. f.<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Heliobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bunge<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Hymenobrychis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. (Syn.: Onobrychis sect. Anthyllium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nábělek)<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Insignes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Širj.) Rech. f.<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Lipskyanae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Širj.<ref name="Amirahmadi2016" />
    • Sektion Onobrychis sect. Litvinovianae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vass.<ref name="Amirahmadi2016" />
Datei:Onobrychis arenaria 250411.JPG
Habitus, Laubblätter und Blütenstände der Sand-Esparsette (Onobrychis arenaria)
Datei:Onobrychis argentea MHNT.BOT.2011.18.11.jpg
Fruchtstand und Diasporen von Onobrychis argentea
Datei:Onobrychis cornuta 104230589.jpg
Onobrychis cornuta
Datei:PikiWiki Israel 3352 Onobrychis cornuta.jpg
Habitus und Blüten von Onobrychis cornuta
Datei:Onobrychis montana 1 (Pyrenees).jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände der Berg-Esparsette (Onobrychis montana)
Datei:Trepadella saxàtil O. saxatilis 2007.JPG
Habitus von Onobrychis saxatilis
Datei:Esparcetilla - Onobrychis saxatilis (17276230726).jpg
Blütenstand von Onobrychis saxatilis
Datei:Onobrychis venosa kz4.jpg
Onobrychis venosa in Zypern

Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Onobrychis enthält etwa 130 Arten:<ref name="ILDIS" />

Quellen[Bearbeiten]

  • S. I. Ali: Papilionaceae: Onobrychis bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
  • Langran Xu, Byoung-Hee Choi: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10: Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010 ISBN 978-1-930723-91-7. Onobrychis, S. 525–526 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Robert Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen, Band XIB-2, Springer, 2001. ISBN 3-7643-5862-9 (Onobrychis: Seite 241–244) google-books Online.
  • S. Ahangarian, S. Kazempour Osaloo, A. A. Maassoumi: Molecular phylogeny of the tribe Hedysareae with special reference to Onobrychis (Fabaceae) as inferred from nrDNA ITS sequences. In: Iranian Journal of Botany, Volume 13, 2007, S. 64–74.
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos-Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06223-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Onobrychis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IUCN"> Suche nach „Onobrychis“ in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2020. Abgerufen am 2021-01-17. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Onobrychis bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="Euro+Med"> ILDIS World Database of Legumes 2010. (mit einem Datensatz aus 2003) Datenblatt Onobrychis bei Euro+Med. </ref> <ref name="Ranjbar2010"> Massoud Ranjbar, Roya Karamian, Saeydeh Afsari: Meiotic chromosome number and behaviour of Onobrychis avajensis (Fabaceae): A new species from western Iran. In: Plant Ecology and Evolution, Volume 143, Issue 2, 2010, S. 170–175. doi:10.5091/plecevo.2010.431 </ref> <ref name="LewkeBandara2013"> Nadeesha Lewke Bandara, Alessio Papini, Stefano Mosti, Terence Brown, Lydia Smith: A phylogenetic analysis of genus Onobrychis and its relationships within the tribe Hedysareae (Fabaceae). In: Turkish Journal of Botany, Volume 37, 2013, S. 981–992. doi:10.3906/bot-1210-32 </ref> <ref name="Amirahmadi2016"> Atefe Amirahmadi, Shahrokh Kazempour Osaloo, Akram Kaveh, Ali Asghar Maassoumi, Reza Naderi: The phylogeny and new classification of the genus Onobrychis (Fabaceae-Hedysareae): evidence from molecular data. In: Plant Systematics and Evolution, Volume 302, Dezember 2016, S. 1445–1456. doi:10.1007/s00606-016-1343-1 </ref> <ref name="Kaveh2019"> Akram Kaveh, Atefe Amirahmadi, Haniyeh Nafisi, Shahrokh Kazempour Osaloo: Onobrychis maassoumii (Fabaceae-Hedysareae), a new species from Iran. In: Phytotaxa, Volume 406, Juni 2019, S. 55. doi:10.11646/phytotaxa.406.1.2 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Esparsetten (Onobrychis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten