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Etteln

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Etteln
Gemeinde Borchen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1740)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 38′ N, 8° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1740) 51° 37′ 38″ N, 8° 45′ 47″ O
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Höhe: 162 m ü. NN
Fläche: 23,28 km²
Einwohner: ca. 1740 (15. Mai 2022)<ref name="Einwohner">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juli 2021;.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref>
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 33178
Vorwahl: 05292
Datei:Ortsteile Borchen - Etteln.svg
Karte
Lage des Ortsteils Etteln in der Gemeinde Borchen

Etteln ist der südliche Ortsteil der Gemeinde Borchen im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Datei:Altenau Etteln.jpg
Altenau in Etteln

Etteln liegt auf der Paderborner Hochfläche und wird von der Altenau durchflossen.

Im Uhrzeigersinn beginnend im Westen grenzt Etteln an den Salzkottener Stadtteil Niederntudorf, an die Borchener Ortsteile Alfen, Kirchborchen und Dörenhagen, an den Lichtenauer Stadtteil Henglarn sowie die Bad Wünnenberger Stadtteile Helmern und Haaren.<ref>Geographische Kommission für Westfalen (Hrsg.): Geographisch-Landeskundlicher Atlas von Westfalen, Themenbereich X Administration und Verwaltung, Doppelblatt staatliche und kommunale Verwaltungsgliederung, Münster 1990.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Nahe Etteln wurde bei der Ortslage Gellinghausen die Wallburg Gellinghausen gefunden, die wohl schon von den Kelten benutzt wurde. Sie scheint bis ins Hochmittelalter als Schutzburg für Anwohner gedient zu haben.

Ersterwähnung und Ortsname[Bearbeiten]

Etteln wird zuerst 1031 als „Etlinun“ erwähnt. Der Name wird als ‚An der Berglehne‘, ‚Am Abhang‘ interpretiert.<ref>Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Paderborn (WOB 11). (= Kirstin Casemir, Jürgen Udolph (Hrsg.): Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB). Verlag für Regionalgeschichte. Band 11. ) Bielefeld 2018, S. 181–184.</ref>

Hexenprozesse in Borchen[Bearbeiten]

Von 1597 bis ca. 1611 wurden Hexenprozesse auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Borchen durchgeführt. 13 Menschen aus Etteln wurden angeklagt, neun Personen wegen angeblicher Zauberei verbrannt.

Neuzeit[Bearbeiten]

1646 wurde der Ort von schwedischen Truppen niedergebrannt. Auch 1731 und 1733 kam es hier zu Dorfbränden.<ref> Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Paderborn (WOB 11). (= Kirstin Casemir, Jürgen Udolph (Hrsg.): Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB). Verlag für Regionalgeschichte. Band 11. ) Bielefeld 2018, S. 181.</ref> Etteln gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Hochstift Paderborn. Im Königreich Westphalen bildete der Ort von 1807 bis 1813 eine Gemeinde im Kanton Atteln des Distrikts Paderborn im Departement der Fulda. 1816 kam die Gemeinde zum neuen Kreis Büren, in dem sie zum Amt Atteln gehörte.

Im Juli 1965 war Etteln von einem schweren Hochwasser, der Heinrichsflut, betroffen. Vier Kinder ertranken.<ref>Verband der Feuerwehren im Kreis Paderborn: Vor 50 Jahren. Die Hochwasserkatastrophe 1965, 4. Juli 2015, abgerufen am 14. Juli 2025.</ref>

Durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz wurde Etteln am 1. Januar 1975 Teil der Gemeinde Borchen und kam mit dieser zum Kreis Paderborn.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1818 860
1871 1096
1885 1067
1905 988
1933 1071
1939 1066
1946 1565
1961 1276
1970 1391
1973 1413
1974 1451
2005 1944
2019 1857

Politik[Bearbeiten]

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

  • 1975–1994 August Agethen
  • 1994–2009 Friedhelm Rustemeier
  • 2009–2014 Andreas Voß
  • 2014–2025 Ulrich Ahle
  • seit 2025 Kornelia Wegener

Ortsvorsteherin von Etteln ist Kornelia Wegener (CDU).

Gemeinderatswahl[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2009 geben die Ettelner Bürger ihre Stimmen bei der Wahl zum Borchener Gemeinderat wie folgt ab:

  • CDU 54,90 %
  • SPD 22,04 %
  • Freie Wählergemeinschaft Borchen (FWB) 4,90 %
  • Borchener Bürger Union (BBU) 14,80 %
  • Freie Demokratische Partei (FDP) 3,37 %

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Autobahnanschluss Borchen-Etteln an der A 33 (Bad Wünnenberg–Paderborn–Bielefeld) liegt drei Kilometer nördlich vom Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren mit der A 44 Dortmund–Kassel. Die südliche Verlängerung der A 33 über das Autobahnkreuz hinaus ist die B 480 Richtung Brilon–Winterberg. Eine an Werktagen halbstündlich verkehrende Buslinie, die Linie R82, verbindet Etteln nordwärts mit dem Sitz der Gemeinde Kirchborchen und der Kreisstadt Paderborn sowie südwärts mit dem Altenautal und Lichtenau.

Im Ort gibt es eine Grundschule und einen katholischen Kindergarten.

Am 31. Oktober 2024 erhielt Etteln mit dem Projekt „Digitaler Dorfzwilling“ den ersten Preis des globalen Smart-City-Wettbewerbs des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und lag damit vor Hongkong.<ref>Digitaler Dorfzwilling gewinnt globalen Digitalisierungswettbewerb. In: bmel.de, 29. November 2024.</ref> Unter anderem wurden mit mehr als 3.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit von über 60 Freiwilligen rund 30 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt.<ref>Etteln: Wie das Dorf zur weltweit besten „Smart City“ wurde. In: ms-aktuell.de, 5. November 2024.</ref>

Datei:Kirche Etteln.jpg
Katholische Pfarrkirche Etteln

Religion[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus wurde 1748 im barocken Stil erbaut und den Aposteln Simon und Judas Thaddäus geweiht. 1953 erfolgte der Anbau eines Querschiffes.

Die evangelisch-lutherischen Einwohner gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Kapelle Etteln.jpg
Kluskapelle, Vorderansicht

Bauwerke[Bearbeiten]

Etwas abseits des Orts befindet sich die Kluskapelle. Sie wurde 1677 erbaut und am 21. Oktober 1681 durch Nicolaus Steno (Niels Stensen) der heiligen Lucia geweiht (Kluskapelle St. Lucia). Anlass war die Genesung des Bischofs Ferdinand von Fürstenberg von einer schweren Krankheit. 1867 erhielt die Kapelle eine neue Glocke, nachdem die alte gestohlen worden war.

Zwischen 700 v. Chr. und 1200 n. Chr. liegen die verschiedenen Nutzungsphasen der Hünenburg Gellinghausen nordwestlich von Etteln.

„Teufelsstein“[Bearbeiten]

Während der Zeit des Kampfes zwischen Heiden- und Christentum entstand die Sage um den Teufelsstein. Er liegt am Steg und es wird erzählt, dass der Teufel einen christlichen Missionar dabei beobachtet haben soll, wie er bekehrungswilligen Heiden predigte. Daraufhin warf der Teufel vor Wut einen großen Felsbrocken nach dem Priester und seinen Zuhörern, der diese zerschmettern sollte. Doch wie durch ein Wunder stürzte der Stein auf den Abhang und blieb dort unverrückbar liegen. Seitdem wird dieser Felsbrocken Teufelsstein genannt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannte, aus Etteln stammende Persönlichkeiten sind unter anderem der Dressurreiter Hubertus Schmidt, Mannschafts-Olympiasieger der Olympischen Spiele 2004 in Athen, und der ehemalige Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Weber: Erinnerungen an den Krieg aus Etteln an der Altenau bei Paderborn. Ein Heimatbuch. Verlag Ch. Möllmann. Borchen. o. J.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Etteln – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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