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Euphorie

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Luftsprung als Ausdruck überschwänglicher Lebensfreude

Euphorie (Vorlage:GrcS) bezeichnet eine vorübergehende, subjektiv wahrgenommene überschwängliche Gemütsverfassung. Sie geht meist einher mit allgemeiner Hochstimmung (auch Hochgefühl genannt), einem Lebensgefühl größten Wohlbefindens, gesteigerter Lebensfreude, sorgloser Zuversicht und mit Optimismus.

Euphorische Gefühlszustände können in vielen Alltagssituationen auftreten (etwa bei Verliebtheit oder in überstandenen Stresssituationen) oder aber bei Drogenkonsum und als Symptom im Rahmen von Krankheiten.<ref name=":0">Pschyrembel klinisches Wörterbuch. 267. Auflage. De Gruyter, 2017, ISBN 978-3-11-049497-6 (Stichwort Euphorie, online).</ref><ref>Duden.de: Stichwort Euphorie</ref>

Zum Begriff[Bearbeiten]

Etymologisch aus dem Altgriechischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. abstammend, zu Deutsch ‚Fruchtbarkeit‘ oder ‚Produktivität‘. Abgeleitet ist das Wort von Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., das sich aus Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. zusammensetzt. Das Gegensatzwort zur Euphorie ist die Dysphorie.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Euphorie häufig im Sinne von Leidenschaft oder Begeisterung benutzt. Der Begriff Euphorie beschreibt ein vorübergehendes Gefühl des gesteigerten Wohlbefindens, das jedoch im Unterschied zur hypomanischen Stimmung häufig auch als Zustand des Wohlbehagens und der oberflächlichen Heiterkeit bezeichnet wird.

Medizin[Bearbeiten]

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Mediziner beschreiben auch subjektives Wohlbefinden im Rahmen von bestimmten Erkrankungen als Euphorie. Vorwiegend wird diese Form der gehobenen Stimmung bei Manien oder bei organisch bedingten Zuständen (z. B. bei der senilen Demenz, bei Stirnhirntumoren, bei progressiver Paralyse) und als Folge von Intoxikationen als Euphorie bezeichnet.

In der seit 2022 gültigen ICD-11 wird die Euphorie als „Symptom oder Zeichen mit Beteiligung der Stimmung oder des Affekts“ wie folgt beschrieben:

„Ein übermäßiges Gefühl von körperlichem und emotionalem Wohlbefinden und Vitalität.“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Weltgesundheitsorganisation, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Psychologie und Physiologie[Bearbeiten]

In der Psychologie ist Euphorie ein Zustand des intensiven guten Gefühls, Glück zu empfinden, objektiv als mitunter unangemessen gehobene Stimmung sowie ein gesteigerter Antrieb bewertet. Der Euphorie entspricht eine anhaltende Aktivität im Nucleus accumbens des Gehirns. Der Zustand kann auch durch einige Drogen (etwa Opiate) hervorgerufen werden. Neurochemisch wird Euphorie durch die Botenstoffe Dopamin und/oder Serotonin ausgelöst. Anstoß hierfür können auch Alkohol, Arzneimittel und andere Drogen sein.

Im Sport können extreme körperliche Leistungen nach einiger Zeit ebenfalls Euphorie hervorrufen, wie es z. B. häufig von Langstreckenläufern beschrieben wird, die körperlich völlig erschöpft sind, das sogenannte Runner’s High. Der Zustand der Euphorie stellt sich ebenfalls nach überstandenen Extremsituationen ein, die auch simuliert werden können, etwa beim Bungee-Jumping.

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Gorilla: Glücksgefühle als zusätzlicher Anreiz unterstützen die Ernährung.<ref name="PMID18311558">K. C. Berridge, M. L. Kringelbach: Affective neuroscience of pleasure: reward in humans and animals. In: Psychopharmacology. Band 199, Nummer 3, August 2008, Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden., S. 457–480, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden., PMID 18311558, PMC 3004012 (freier Volltext) (Review).</ref>

Evolutionsbiologie[Bearbeiten]

Aus evolutionsbiologischer Sicht haben Lebewesen nie danach gestrebt, Glücksgefühle zu erleben, sondern biologisches Überleben zu fördern. Belohnungen, wie das Gefühl der Sättigung, dienten dabei zur Unterstützung, waren jedoch kein Selbstzweck. Dies hat sich beim Menschen geändert. Hier hat sich das Glücksgefühl losgelöst von der ursprünglichen Belohnung für die Arbeit zum Nutzen von Nachkommen.

Es werden nunmehr verschiedene Techniken angewendet, um es als isoliertes Ziel zu erreichen. Dazu gehören Unterhaltung, Statussymbole und Drogen.<ref name="PMID9311928">R. M. Nesse, K. C. Berridge: Psychoactive drug use in evolutionary perspective. In: Science. Band 278, Nummer 5335, Oktober 1997, Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden., S. 63–66, PMID 9311928.</ref> Durch die menschliche Fähigkeit des bewussten Erlebens hat dieser Wandel weitreichende Folgen. Der Anreiz einer guten Stimmung als Belohnung für „etwas“ kann nun ersetzt werden durch die Phantasie des Glücksgefühls für „nichts“.<ref name="PMID22410831">L. Kováč: The biology of happiness. Chasing pleasure and human destiny. In: EMBO reports. Band 13, Nummer 4, April 2012, Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden., S. 297–302, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden., PMID 22410831, PMC 3321158 (freier Volltext).</ref><ref name="PMID16253328">K. G. Lambert: Rising rates of depression in today's society: consideration of the roles of effort-based rewards and enhanced resilience in day-to-day functioning. In: Neuroscience and biobehavioral reviews. Band 30, Nummer 4, 2006, Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden., S. 497–510, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden., PMID 16253328 (Review).</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Euphorie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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