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Eurhinosaurus

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Eurhinosaurus
Datei:Eurhinosaurus longirostris Stuttgart.JPG

Eurhinosaurus longirostris im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart

Zeitliches Auftreten
Unterjura (Toarcium)
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Sauropsida
Diapsida
Ichthyosaurier (Ichthyosauria)
Leptonectidae
Eurhinosaurus
Wissenschaftlicher Name
Eurhinosaurus
Abel, 1909
Arten
  • Eurhinosaurus longirostris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Owen & Jaeger in von Jaeger, 1856<ref name="von Jäger, 1856">Jäger, von G.F. 1856. Über eine neue Spezies von Ichthyosauren (Ichthyosaurus longirostris Owen et Jäger) nebst Bemerkungen über die übrigen in der Liasformation Württembergs aufgefundenen Reptilien. Nova acta Academiae Caesareae Leopoldino-Carolinae Germanicae naturae curiosorum 25: 937–967</ref>
  • Eurhinosaurus mistelgauensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spicher et al., 2025
Datei:Eurhinosaurus Koenigslutter.JPG
Eurhinosaurus longirostris aus Schandelah (Niedersachsen), im GeoPark-Informationszentrum in Königslutter

Eurhinosaurus (altgriechisch für „Gut-Nasen-Echse“ von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [Gen. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)] ‚Nase‘ sowie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine ausgestorbene mittelgroße Ichthyosauriergattung des Unterjuras (Toarcium) von Europa (England, Deutschland, Benelux, Frankreich, Österreich und Schweiz).<ref name="Maisch, 2010">M. W. Maisch: Phylogeny, systematics, and origin of the Ichthyosauria – the state of the art. In: Palaeodiversity 3, 2010, S. 151–214.</ref><ref name="Fischer et al., 2011">V. Fischer, M. Guiomar, P. Godefroit: New data on the palaeobiogeography of Early Jurassic marine reptiles: the Toarcian ichthyosaur fauna of the Vocontian Basin (SE France). In: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen 261, Nr. 1, 2011, S. 111–127.</ref><ref name="Maisch & Matzke, 2000">M. W. Maisch, A. T. Matzke: The Ichthyosauria. In: Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde Serie B (Geologie und Paläontologie) 298, 2000, S. 1–159.</ref><ref name="Reisdorf et al., 2011">A. G. Reisdorf, M. W. Maisch, A. Wetzel: First record of the leptonectid ichthyosaur Eurhinosaurus longirostris from the Early Jurassic of Switzerland and its stratigraphic framework. In: Swiss Journal of Geosciences 104, Nr. 2, 2011, S. 211–224, doi:10.1007/s00015-011-0069-x.</ref> Eurhinosaurus taucht zum ersten Mal im Unteren Toarcium auf und ist zum letzten Mal im Mittleren Toarcium nachweisbar, lebte also vor rund 180 Mio. Jahren.<ref name="Reisdorf et al., 2011" /><ref name="Riegraf et al., 1984">W. Riegraf, G. Werner, F. Lörcher: Der Posidonienschiefer: Biostratigraphie, Fauna und Fazies des südwestdeutschen Untertoarciums (Lias ε). Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1984, S. 195 ff.</ref> Seine Länge variiert stark und ist mit über 6 m angegeben,<ref name="Maisch & Matzke, 2000" /> die meisten Exemplare besitzen allerdings eine Länge zwischen 3 und 5 Metern.<ref name="von Huene, 1928">Friedrich von Huene: Ein neuer Eurhinosaurus aus dem oberen Lias von Holzmaden. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie, Abteilung B 59, 1928, S. 471–484.</ref><ref name="von Huene, 1951">Friedrich von Huene: Ein neuer Fund von Eurhinosaurus longirostris. In: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie 93, 1951, S. 277–284.</ref> In dieser Gattung sind die Arten Eurhinosaurus longirostris und Eurhinosaurus mistelgauensis bekannt. Eine weitere Art, Eurhinosaurus costini, wurde nur kurzfristig dieser Gattung zugeordnet<ref name="Maisch & Matzke, 2000" /> und gilt heute als einzige Art der Gattung Excalibosaurus.<ref name="Maisch, 2010" />

Merkmale[Bearbeiten]

Charakteristisch für die Art Eurhinosaurus longirostris ist vor allem der extreme Überbiss. Der Unterkiefer ist etwa 60 % kürzer als der Oberkiefer.<ref name="McGowan & Motani, 2003">C. McGowan, R. Motani: Ichthyopterygia. In: Handbuch der Paläoherpetologie, 8, 2003, S. 175.</ref> Weiterhin sind die stark verlängerten und schmalen Vorderflossen ein leicht zu erkennendes Merkmal. Die ebenfalls schmalen Hinterflossen erreichen mehr als zwei Drittel der Vorderflossenlänge. Zu den Synapomorphien zählen weiterhin das Quadratojugale in posteriorer Position und glatte, spitze, schmale Zähne. Die Augenhöhle ist bemerkenswert groß und rund ausgebildet, und sie ist der Grund für die stark reduzierte Wangenregion. Die Supratemporalfenster (obere Schläfenfenster) sind extrem klein, der Supratemporalknochen ist sehr groß, von oben gesehen breit und reicht bis zum Rand der Augenhöhlen.<ref name="Maisch & Matzke, 2000" /> Im unteren Schwanzflossenlobus war die Wirbelsäule weniger stark nach unten geknickt als in vielen anderen Ichthyosaurierarten. Wahrscheinlich betrug der Winkel nur circa 33–45°.<ref name="McGowan, 1990">C. McGowan: Computed tomography confirms that Eurhinosaurus (Reptilia: Ichthyosauria) does have a tailbend. In: Canadian Journal of Earth Sciences 27, Nr. 11, 1990, S. 1541–1545.</ref> Die Chevronknochen sind knorpelig.<ref name="Maisch & Matzke, 2000" />

Datei:Eurhinosaurus BW.jpg
Lebendrekonstruktion des Eurhinosaurus longirostris. Deutlich zu erkennen ist der langgestreckte Oberkiefer

Paläobiologie[Bearbeiten]

Über die Lebensweise von Eurhinosaurus longirostris ist viel spekuliert worden. Schon Friedrich von Huene vertritt die Auffassung, die lange Schnauze sei zum Aufspießen von Beute benutzt worden. Die am Oberkiefer auftretenden verästelten Gänge würden hier Blutgänge darstellen, die die Heilung dieses sensiblen Körperteils beschleunigen würden.<ref name="von Huene, 1928" /> McGowan ist der Auffassung, Eurhinosaurus longirostris hätte seine Beute durch eine schnelle Auf- und Abbewegung mit seinen Zähnen verletzt und danach verspeist.<ref name="McGowan, 1979">C. McGowan: A revision of the Lower Jurassic Ichthyosaurs of Germany with descriptions of two new species. In: Palaeontographica, Abteilung A 166, 1979, S. 93–135.</ref> Riess (1986) hingegen nimmt eher ein bodenbezogenes Fressverhalten an. Die Verästelungen im vorderen Bereich der Schnauze würden ein sensorisches Organ darstellen, mit dem Eurhinosaurus longirostris seine Beute im Sediment aufgespürt hätte.<ref name="Riess, 1986">J. Riess: Fortbewegungsweise, Schwimmbiophysik und Phylogenie der Ichthyosaurier. In: Palaeontographica, Abteilung A 192, 1986, S. 93–155.</ref>

Datei:Temno Eurhino SMNS.png
Schädel von Eurhinosaurus longirostris (oben) und Temnodontosaurus trigonodon (unten) im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart in vorderer Ansicht

Paläoökologie[Bearbeiten]

Eurhinosaurus longirostris lebte in einem flachen Meer mit Tiefen bis zu 100 m.<ref name="Röhl and Schmid-Röhl, 2005">H.-J. Röhl, A. Schmid-Röhl: Lower Toarcian (Upper Liassic) black shales of the Central European epicontinental basin: a sequence stratigraphic case study from the SW German Posidonia Shale. In: Deposition of Organic-Carbon-Rich Sediments: Models, Mechanisms, and Consequences. Special Publication 82, 2005, S. 165–189.</ref> Es gab zu dieser Zeit in der Tethys eine reiche Fauna an Kopffüßern (z. B. Belemniten, Ammoniten etc.), Knochenfischen (z. B. Lepidotes, Dapedium), Haien (z. B. Hybodus, Palaeospinax etc.) und marinen Reptilien (z. B. Stenopterygius, Steneosaurus etc.).<ref name="Riegraf et al., 1984" />

Datei:Eurhinosaurus species 01.jpg
6,4 Meter langes Eurhinosaurus-longirostris-Fossil aus Holzmaden, heute in dem Burke Museum of Natural History and Culture in den Vereinigten Staaten

Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]

Datei:Eurhinosaurus Urweltmuseum Hauff.JPG
Eurhinosaurus longirostris aus dem Urwelt-Museum Hauff

Die Leptonectidae sind nah verwandt mit den Temnodontidae und den Suevoleviathanidae.<ref name="Maisch, 2001">M. W. Maisch: Neue Exemplare der seltenen Ichthyosauriergattung Suevoleviathan MAISCH 1998 aus dem unteren Jura von Südwestdeutschland. In: Geologica et Paleontologica 35, 2001, S. 145–160.</ref> Diese monophyletische Gruppe weist charakteristische Gemeinsamkeiten auf. So besitzen ihre Mitglieder longipinnate Flossen mit 3–4 primären Fingern. Die Ober- und Unterkiefer sind stark verlängert und schmal. Die Augenhöhle ist extrem groß und die Wangenregion reduziert. Die Temporalfenster sind klein, die Zähne sind klein, spitz, schmal und haben eine glatte Oberfläche.<ref name="Maisch, 1998a">M. W. Maisch: A new ichthyosaur genus from the Posidonia Shale (Lower Toarcian, Jurassic) of Holzmaden, SW-Germany with comments on the phylogeny of post-Triassic ichthyosaurs. In: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen 209, 1998, S. 47–78.</ref> Das folgende Kladogramm stellt die Beziehungen innerhalb der Leptonectidae und ihrer Schwestergruppen dar.<ref name="Marek et al., 2015">R. D. Marek, B. C. Moon, M. Williams, M. J. Benton: The skull and endocranium of a Lower Jurassic Ichthyosaur based on digital reconstructions. In: Palaeontology 58, 2015, S. 723–742.</ref>

 Parvipelvia  

 Macgowania


   

 Hudsonelpidia


  Neoichthyosauria  


 Temnodontosaurus


  Leptonectidae  

 Leptonectes


   

 Excalibosaurus


   

 Eurhinosaurus


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 Suevoleviathan


   

 Thunnosauria


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Geographische Verbreitung[Bearbeiten]

Eurhinosaurus longirostris ist eine der wenigen supraregional verbreiteten marinen Reptilien des Toarciums. Entgegen früheren Meinungen scheint Eurhinosaurus longirostris keine seltene Art seiner Zeit zu sein. Maisch (1998) gibt an, Eurhinosaurus longirostris würde, zum Teil, ein Drittel aller Ichthyosaurierfunde in bestimmten Regionen (Schömberg oder Dotternhausen) darstellen.<ref name="Maisch, 1998b">M. W. Maisch: Kurze Übersicht der Ichthyosaurier des Posidonienschiefers mit Bemerkungen zur Taxonomie der Stenopterygiidae und Temnodontosauridae. In: Jahrbuch für Geologie und Paläontologie Abhandlungen 209, Nr. 3, 1998, S. 401–431.</ref> Die Großzahl der Exemplare stammt aus dem Posidonienschiefer Südwest-Deutschlands (Holzmaden, Dotternhausen und aus dem niedersächsischen Becken in Schandelah). Eurhinosaurus longirostris wurde außerdem in Großbritannien (Whitby, Yorkshire), Luxemburg (Esch-sur-Alzette), Frankreich (Digne-les-Bains, Département Alpes-de-Haute-Provence), Schweiz (Staffelegg, Aargau) und Österreich (Salzkammergut) gefunden.<ref name="Fischer et al., 2011" /><ref name="Reisdorf et al., 2011" /><ref name="McGowan, 1994">C. McGowan: The taxonomic status of the Upper Liassic ichthyosaur Eurhinosaurus longirostris. In: Palaeontology 37, Nr. 4, 1994, S. 747–753.</ref><ref name="Stüber, 1998">E. Stüber: Aus dem Haus der Natur. In: Mitteilungen aus dem Haus der Natur Salzburg 14, 1998, S. 5–10.</ref>

Stratigraphie und zeitlicher Horizont[Bearbeiten]

Die stratigraphische Reichweite von Eurhinosaurus longirostris ist relativ gering. Die Art tritt erstmals in der semicelatum-Zone im Unteren Toarcium auf in Bisingen, Baden-Württemberg.<ref name="Riegraf et al., 1984" /> Die jüngsten Fossilien dieser Art entstammen der bifrons/variabilis-Grenzzone aus Staffelegg in der Schweiz.<ref name="Reisdorf et al., 2011" />

Auswahl an Museen mit Exemplaren[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Datei:Eurhinosaurus longirostris skull Tubingen.JPG
Schädel von Eurhinosaurus longirostris im Paläontologischen Institut der Universität Tübingen

Österreich[Bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten]

Großbritannien[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]

Kanada[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

Quellen und Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher McGowan, Ryosuke Motani: Ichthyopterygia. In: Handbook of Paleoherpetology, Part 8, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, 2003.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Eurhinosaurus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />