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Eva Nowotny

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Eva Nowotny (* 17. Februar 1944 in Wiener Neustadt) ist eine österreichische Diplomatin und ehemalige Botschafterin in Frankreich, im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten.

Leben[Bearbeiten]

Eva Nowotny wurde am 17. Februar 1944 in Wiener Neustadt geboren. Ab 1954 besuchte sie das Bundesrealgymnasium für Mädchen am Wiedner Gürtel in 1040 Wien, wo sie 1962 mit Auszeichnung die Matura ablegte. Anschließend studierte sie Geschichte und Deutsche Philologie an der Universität Wien, wo sie 1968 zum Dr. phil. promoviert wurde.<ref name="univie">Eva Nowotny, Dr. In: Website der Universität Wien, abgerufen am 17. Juli 2026.</ref><ref>Curriculum vitae. In: Eva-Renate Rohl: Metternich und England. Studien zum Urteil des Staatskanzlers über eine konstitutionelle Monarchie. Universität Wien, Dissertation, Wien 1967, S. 174.</ref> Ihre Dissertation verfasste sie über Metternich und seine Beziehung zu England.<ref name="Ehrenkreuz">Dankesworte von Dr. Eva Nowotny anlässlich der Verleihung des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, Bundeskanzleramt Wien, 22. Oktober 2019 (PDF).</ref>

Nach vierjähriger Tätigkeit als Assistentin am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien<ref>Als Assistentin am Institut für Geschichte der Medizin hatte sie (vor ihrer Eheschließung) noch den Geburtsnamen Eva-Renate Rohl beziehungsweise führte sie ihn bei Publikationen in der Kurzform Eva Rohl. Vgl. Felicitas Seebacher: Die Leskys. Akademische Karrieren in Netzwerken politischer Systeme des 20. Jahrhunderts. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2024, ISBN 978-3-7001-9422-4, S. 370 und S. 383, Anm. 1573 sowie 1574; vgl. weiters: Erna Lesky und Eva Rohl: Schrifttum zu Leben und Werk Gerard van Swietens. In: Erna Lesky und Adam Wandruszka (Hrsg.): Gerard van Swieten und seine Zeit. Internationales Symposium, veranstaltet von der Universität Wien im Institut für Geschichte der Medizin, 8.–10. Mai 1972. Böhlau, Wien/Graz et al. 1973, ISBN 3205022084, S. 182–194.</ref> trat sie im März 1973 in den österreichischen diplomatischen Dienst ein. Nach Entsendungen nach Kairo und New York City, wo sie für die Österreichische Mission bei den Vereinten Nationen tätig war, kehrte sie nach Österreich zurück.

Von 1983 bis 1992 war Nowotny als außenpolitische Beraterin der Bundeskanzler Fred Sinowatz und Franz Vranitzky tätig. Danach arbeitete sie als österreichische Botschafterin in Frankreich (Februar 1992–April 1997)<ref>Remise de lettres de créance, JORF n°41 du 18 février 1993, S. 2632, NOR MAEP9350004E.</ref> und im Vereinigten Königreich (1997–1999).

Im Dezember 1999 wurde sie – obschon SPÖ-nahe – unter ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner Sektionsleiterin der integrations- und wirtschaftspolitischen Sektion im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (für EU-Integration).<ref>„Es wird heute die gesamte EU-Vorarbeit in der Sektion der Sektionsleiterin Eva Nowotny konzentriert, was, so glaube ich, auch ein sehr wichtiges Signal ist, dass da Parteigrenzen keine Rolle spielen.“ Wolfgang Schüssel, Regierungserklärung 2000, in: 661. Sitzung des Bundesrates der Republik Österreich. Stenographisches Protokoll, Freitag, 18. Februar 2000, S. 10 (online, parlament.gv.at)</ref> Von Oktober 2003 bis Oktober 2008 war sie in Washington, D.C. als Botschafterin in den Vereinigten Staaten tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Wien trat sie als Diplomatin ihren Ruhestand an.

Zunächst für den Zeitraum 2009 bis 2012 wurde Eva Nowotny zur Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission bestellt.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Präsidium der Österreichischen UNESCO-Kommission (Memento vom 26. März 2011 im Internet Archive)</ref> Nach Ablauf der ersten Amtsperiode wurde sie wieder bestellt. Am 17. Februar 2018 folgte ihr in dieser Funktion Sabine Haag nach.

Weiters ist sie Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen (ÖGAVN)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Team der ÖGAVN (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. April 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oegavn.org</ref>, des Bruno Kreisky Forums<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vorstand des Bruno Kreisky Forums (Memento vom 29. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref> sowie von CARE Österreich<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das CARE Team (care.at) (Memento vom 12. November 2010 im Internet Archive)</ref>. 2016 folgte sie dem Ruf des Lehrgangleiters Bernd Hermann und fungiert gemeinsam mit Gregor Woschnagg als Schirmherrin des Diplomlehrgangs Global Advancement Programme<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/afa.at</ref>. Von März 2013 bis Februar 2023 war sie die Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Wien.<ref>Mitglieder des Universitätsrats, abgerufen am 8. April 2013</ref>

Persönliches[Bearbeiten]

Eva Nowotny ist mit Thomas Nowotny, einem pensionierten Diplomaten, Autor und Vortragenden über Internationale Beziehungen, verheiratet. Sie hat eine Tochter und zwei Enkel.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Gesamteuropa: Traum und Wirklichkeit. Überlegungen zur europäischen Situation der neunziger Jahre. In: Romain Kirt (Hrsg.): Der entwurzelte Kontinent. Econ-Verlag, Düsseldorf/Wien/New York/Moskau 1994, ISBN 978-3-430-15446-8, S. 95–103.
  • Allocution d’ouverture du colloque. In: Paul Pasteur, Félix Kreissler: Actes du Colloque Les Autrichiens dans la Résistance, Rouen 1996, S. 7 ff.
  • Einige Bemerkungen zu den europäisch-amerikanischen Beziehungen. In: Rupert Weinzierl (Hrsg.): American way of life vs. Europäischer Weg. Löcker, Wien 2003, ISBN 978-3-85409-379-4, S. 137–143.
  • Die österreichische EU-Präsidentschaft in Washington – sechs spannende Monate in den transatlantischen Beziehungen. In: Anton Pelinka, Fritz Plasser (Hrsg.): Europäisch denken und lehren. Innsbruck 2007, S. 213 ff.
  • Österreichische Außenpolitik vor neuen Aufgaben. In: Franz Vranitzky (Hrsg.): Themen der Zeit II. Passagen, Wien 2008, ISBN 9783851658699, S. 185 ff.
  • Die USA und Europa – Partner in einer veränderten Welt. In: Europäische Rundschau 37 (2009), 3, S. 11–15.
  • Von der Donauraumkooperation zur Donauraumstrategie. In: Patrick Horvath ; Herbert Skarke ; Rupert Weinzierl (Hrsg.): Die „Vision Zentraleuropa“ im 21. Jahrhundert. Mit einer Einleitung von Heinz Fischer, Wien 2012, S. 65 ff.
  • Diplomats: Symbols of Sovereignty become Managers of Interdependence: The Transformation of the Austrian Diplomatic Service. In: Günter Bischof, Anton Pelinka, Michael Gehler: Austrian foreign policy in historical context. Routledge, London/New York 2017, ISBN 9781138519084, S. 25 ff.
  • Gedanken zum politischen Absacken der europäischen sozialdemokratischen Parteien. In: Bernhard Müller, Constantin Weinstabl (Hrsg.): Sozialdemokratische Außenpolitik. Promedia, Wien 2021, ISBN 9783853714843, S. 237 ff.
  • Recent Developments in the Transatlantic Relationship. In: Waldemar Zacharasiewicz, Carmen Birkle, Manfred Prischnig (Hrsg.): Polarization in North America. Austrian Academy of Sciences Press, Vienna 2023, ISBN 9783700193678, S. 69 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Wolfgang SchallenbergÖsterreichischer Botschafter in Paris
1993–1997
Franz Ceska
Georg HennigÖsterreichischer Botschafter in London
1997 – 21. Juni 2000
Alexander Christiani
Peter MoserÖsterreichischer Botschafter in Washington
2003–2009
Christian Prosl

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