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Viktoria Pilsen

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Viktoria Pilsen
Logo von Viktoria Pilsen
Basisdaten
Name FC Viktoria Plzeň a.s.
Sitz Pilsen, Tschechien
Gründung 1911
Farben rot-blau
Präsident Tschechien Tomáš Paclík
Vorstand Tschechien Adolf Šádek
Website fcviktoria.cz
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Radoslav Kováč
Spielstätte Doosan Arena
Plätze 11.800
Liga Chance Liga
2025/26 3. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Der FC Viktoria Pilsen, offiziell FC Viktoria Plzeň a.s., ist ein tschechischer Fußballklub aus der westböhmischen Stadt Pilsen. Er spielt in der ersten tschechischen Liga (Chance Liga). Gegründet wurde er 1911 als SK Viktoria Plzeň. Viktoria wurde 2011, 2013, 2015, 2016, 2018 und 2022 Tschechischer Meister.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Viktoria Pilsen stieg erstmals 1931 in die höchste tschechoslowakische Spielklasse auf und konnte sich dort bis 1938 halten. Beste Platzierung war ein dritter Rang 1933. Ein erneuter Aufstieg gelang 1945, 1952 folgte der Abstieg, erneut war der dritte Platz in der Spielzeit 1947 das beste Resultat. Weitere Gastspiele gab Pilsen 1961/62, 1962/63, 1967/68 und 1970/71.

In dieser Saison gewann der Verein den tschechischen Pokalwettbewerb. Im Finalhinspiel reichte es zu Hause nur zu einem Unentschieden gegen die B-Mannschaft von Sparta Prag. Als nach einem 3:3 im Rückspiel in Prag auch das Elfmeterschießen 5:5 endete, bestimmte das Los Škoda Plzeň zum Sieger. Im Finale des tschechoslowakischen Pokals war Škoda Plzeň zwar chancenlos gegen Spartak Trnava, da aber die Slowaken auch Meister geworden waren, hatte Škoda Plzeň das Recht, als unterlegener Finalist im Europapokal der Pokalsieger zu starten, und das als Zweitligist. Gegner in der ersten Runde war der FC Bayern München. In Pilsen gewann die Elf um Franz Beckenbauer 1:0, im Rückspiel besiegte der FC Bayern Škoda Plzeň deutlich mit 6:1.

Erst ab 1972 konnte sich Škoda Plzeň etwas länger in der 1. Liga etablieren, der nächste Abstieg folgte 1980. 1985 war der Verein wieder in der 1. Liga. Dem Abstieg folgte der sofortige Wiederaufstieg 1988 und diesem erneut der umgehende Abstieg.

1993 qualifizierte sich Viktoria Pilsen als Dritter der 2. Liga für die tschechische 1. Liga, in deren Premierensaison das Team einen hervorragenden fünften Platz belegte. Nach verschiedenen Mittelfeldplatzierungen kam 1999 der Abstieg in die 2. Liga. Wie Mitte der 1980er wurde Pilsen zu einer Fahrstuhlmannschaft. 2000 stieg die Mannschaft auf, nur um umgehend wieder abzusteigen. Der nächste Aufstieg folgte 2003, aber auch dieses Mal konnte sich Viktoria nur eine Saison im Oberhaus halten.

2005 schaffte der Verein unverhofft den nächsten Aufstieg. Nach dem Rückzug des 1. FK Drnovice aus der 1. Liga reichte ein dritter Platz, um sich für die Gambrinus-Liga zu qualifizieren. In der Saison 2009/10 qualifizierte sich der Verein als tschechischer Pokalsieger für die 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2010/11. Dort scheiterte man jedoch an der türkischen Mannschaft von Beşiktaş Istanbul. 2010 übernahm der Unternehmer Tomáš Paclík die Eigentumsrechte an dem Verein. In der Spielzeit 2010/11 wurde Viktoria Pilsen erstmals tschechischer Fußballmeister. Eine wichtige Rolle spielten dabei der Kapitän und Spielmacher Pavel Horváth und Trainer Pavel Vrba. Beide gelten als Vereinslegenden.

Als Meister startete Viktoria Pilsen in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League und schied nach einem dritten Platz in der Champions-League-Gruppenphase im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League aus, 2012/13 erst im Achtelfinale. Viktoria Pilsen wurde in der Saison 2012/13 erneut tschechischer Meister und schied in der folgenden Saison nach der Gruppenphase aus der Champions League aus. In der Saison 2013/14 wurde Viktoria Pilsen Vizemeister und erreichte das Pokalfinale; in beiden Wettbewerben hatte man gegen Sparta Prag das Nachsehen. In der Saison 2014/15 schied die Mannschaft in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League aus. 2014/15 wurde man erneut Meister. Nachdem es Miroslav Koubek nicht gelungen war, sich mit dem Team für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren und auch die Ergebnisse in der Liga nicht den Vorstellungen entsprechen, kam es zu einer Entlassung und Karel Krejčí wurde als neuer Trainer vorgestellt. Auf Anhieb gelang ihm die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, nachdem man in den Play-offs FK Vojvodina Novi Sad rauswarf. Dort schieden die Pilsner als Gruppendritter aus.

Zum Ende der Saison 2015/16 gelang Viktoria Pilsen der Gewinn der Meisterschaft und setzte sich daraufhin in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen Qarabağ Ağdam durch, schied allerdings in den Play-offs gegen Ludogorez Rasgrad aus. In der Gruppenphase der UEFA Europa League schied Viktoria Pilsen erneut als Gruppendritter aus. In der Liga wurden die Pilsner Vizemeister hinter Slavia Prag und schieden daraufhin in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen den FCSB Bukarest aus, setzten sich in den Play-offs zur UEFA Europa League gegen AEK Larnaka durch. In der Folge wurden sie Gruppensieger und schieden erst im Achtelfinale gegen Sporting Lissabon aus.

2018 wurde Viktoria Pilsen erneut Meister und qualifizierte sich durch die Platzierung der tschechischen Liga in der UEFA-Fünfjahreswertung direkt für die Gruppenphase der UEFA Champions League. Dabei schieden die Pilsner als Gruppendritter hinter Titelverteidiger Real Madrid und dem Vorjahreshalbfinalisten AS Rom aus, nahmen allerdings am Sechzehntelfinale der UEFA Europa League teil und schieden dort gegen Dinamo Zagreb aus. 2019 musste Viktoria Pilsen im Meisterschaftskampf erneut Slavia Prag den Vortritt lassen. In weiterer Folge ging erst gegen Olympiakos Piräus die Qualifikation zur Champions League und danach gegen Royal Antwerpen die Qualifikation zur Europa League schief.

Auch 2020 gelang nur der zweite Platz hinter Slavia Prag und aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde jede Qualifikationsrunde auf nur ein Spiel reduziert. Dabei scheiterte Pilsen in der Champions-League-Qualifikation mit 1:3 an AZ Alkmaar. In der Europa-League-Qualifikation feierte man einen 3:0-Sieg gegen den dänischen Verein SønderjyskE, doch das Play-off ging mit 0:1 gegen Hapoel Beer Sheva verloren.

2021 beendete Pilsen die Liga nur auf Platz 5 und damit auf dem schlechtesten Rang seit über 15 Jahren. Damit durfte Pilsen aber zumindest in der 2. Qualifikationsrunde der damals neu gegründeten UEFA Europa Conference League teilnehmen. Nach den Spielen gegen Dynamo Brest und The New Saints war in den Play-offs gegen CSKA Sofia Schluss.

2022 wurde Pilsen zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte Meister und durfte damit wieder an der Champions-League-Qualifikation mitwirken. Nach den Spielen gegen HJK Helsinki, Sheriff Tiraspol und Qarabağ Ağdam qualifizierte sich Pilsen erfolgreich für die Gruppenphase, die aber ohne Punkt auf dem letzten Platz beendet wurde.

2023 erreichte Pilsen weit hinter den beiden Prager Klubs den dritten Platz, durfte damit aber noch an der Qualifikation zur Europa Conference League teilnehmen. Gegen KF Drita, Gżira United und Tobyl Qostanai war diese gelungen, anschließend beendete Pilsen auch die Gruppenphase mit dem Maximum von 18 Punkten auf dem ersten Platz. Der Klub durfte daher direkt ins Achtelfinale, wo man Servette Genf nach zwei torlosen Unentschieden im Elfmeterschießen schlug. Auch im Viertelfinale gegen den AC Florenz blieb Pilsen ohne Tor, das Rückspiel in Italien ging nach Verlängerung mit 0:2 verloren.

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten]

Vorlage:Klappleiste

Aktueller Kader 2026/27[Bearbeiten]

Stand: 24. September 2026<ref>FC Viktoria Pilsen - Kader im Detail 26/27 (Detailansicht). Abgerufen am 24. September 2026.</ref>

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis Letzter Verein
Tor
01 Slowakei Dominik Tapaj 10.05.2004 2026 Slowakei MFK Ružomberok
13 Slowakei Marián Tvrdoň 18.08.1994 2021 2026 Tschechien FK Ústí nad Labem
30 Tschechien Viktor Baier 16.01.2005 2023 2029 Tschechien FC Viktoria Pilsen
44 OsterreichÖsterreich Florian Wiegele 21.03.2001 2024 2029 Osterreich DSV Leoben
Abwehr
02 Slowakei Tobiáš Pališčák 25.10.2007 2026 2030 Slowakei MŠK Žilina
03 Slowakei Denis Vavro 10.04.1996 2026 2028 Deutschland VfL Wolfsburg
05 Tschechien Karel Spacil 18.05.2003 2025 2028 Tschechien Hradec Králové
14 Irak DeutschlandDeutschland Merchas Doski 07.12.1999 2025 2029 Tschechien 1. FC Slovácko
21 Tschechien Václav Jemelka 23.06.1995 2022 2028 Tschechien SK Sigma Olmütz
22 Tschechien Jan Paluska 23.06.2005 2025 2029 Tschechien FC Viktoria Pilsen
29 Tschechien Adam Gabriel 28.05.2001 2026 2029 Danemark FC Midtjylland
40 Liberia[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Sampson Dweh 10.10.2001 2023 2029 Tschechien MFK Vyškov
98 Tschechien Filip Prebsl 04.03.2003 2026 2030 Tschechien MFK Karviná
Mittelfeld
06 Tschechien Lukáš Červ 10.04.2001 2024 2029 Tschechien Slavia Prag
09 Tschechien Denis Višinský 21.03.2003 2025 2028 Tschechien Slovan Liberec
12 Tschechien Alexandr Sojka 02.04.2003 2026 2029 Tschechien FC Hradec Králové
17 Slowakei Patrik Hrošovský 22.04.1992 2026 2027 Belgien KRC Genk
18 Tschechien Tomas Ladra 24.04.1997 2025 2028 Tschechien Mladá Boleslav
19 FrankreichFrankreich Guinea-aDatei:Flag of Guinea.svg Cheick Souaré 03.09.2002 2024 2027 Tschechien MFK Vyškov
20 Tschechien Jiří Panoš 15.11.2007 2023 2029 Tschechien FC Viktoria Pilsen
36 Serbien Stefan Pirgić 09.02.2003 2026 2030 Serbien FK Železničar Pančevo
99 Bosnien und HerzegowinaDatei:Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Amar Memic 20.01.2001 2025 2029 Tschechien FC Karviná
Tschechien Jan Kopic 04.06.1990 2015 2026 Tschechien FK Jablonec
Sturm
07 Nigeria Salim Fago Lawal 15.01.2003 2026 2029 Kroatien NK Istra 1961
10 Guinea-aDatei:Flag of Guinea.svg Mohamed Touré 03.11.2005 2026 2029 Finnland Kuopion PS
11 Tschechien Matěj Vydra 01.05.1992 2023 2027 England FC Burnley
23 GambiaDatei:Flag of The Gambia.svg Baboucarr Faal 03.04.2003 2026 2030 Ukraine FC Karpaty Lviv
25 Tschechien Kongo Demokratische RepublikDatei:Flag of the Democratic Republic of the Congo.svg Christophe Kabongo 27.08.2003 2024 2028 Belgien Lommel SK
80 GhanaDatei:Flag of Ghana.svg Prince Kwabena Adu 23.09.2003 2024 2027 Ukraine FC Kryvbas Kryvyi Rig

Trainer[Bearbeiten]

Eine chronologische Übersicht über alle Trainer des Vereins seit 1969.

Amtszeit Nat. Trainer
1961–1962 Ungarn[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Tschechoslowakei Ferenc Szedlacsek
…
1969–1970 Tschechoslowakei Karel Kolský
…
1978–1979 Tschechien Svatopluk Pluskal
…
1980–1981 Tschechien Svatopluk Pluskal
1981–1984 Tschechien František Plass
…
1995–1996 Tschechien Jaroslav Hřebík
…
1997–1999 Tschechien Petr Uličný
…
2003–2004 Tschechien František Cipro
Amtszeit Nat. Trainer
2004–2005 Tschechien Martin Pulpit
…
2006–2008 Tschechien Stanislav Levý
2008 Tschechien Jaroslav Šilhavý
2008–2013 Tschechien Pavel Vrba
2013–2014 Tschechien Dušan Uhrin junior
…
2016–2017 Slowakei Roman Pivarník
2017–2019 Tschechien Pavel Vrba
2020–2021 Slowakei Adrián Guľa
2021–2023 Tschechien Michal Bílek
seit 2023 Tschechien Miroslav Koubek

Spieler[Bearbeiten]

Vereinsnamen[Bearbeiten]

Der Klub wurde 1911 als SK Viktoria Plzeň gegründet. Umbenennungen gab es 1949 in Sokol Škoda Plzeň, 1952 in Sokol ZVIL Plzeň, 1953 in DSO Spartak LZ Plzeň, 1962 in TJ Spartak LZ Plzeň, 1965 in TJ Škoda Plzeň, 1981 in TJ Škoda Plzeň – fotbal und 1992 in FC Viktoria Plzeň.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Viktoria Pilsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende