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FLORAKO

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Datei:FLORAKO Insigna.jpg
FLORAKO-Emblem

FLORAKO ist ein Schweizer Radarsystem für die Luftraumüberwachung der Militär- und Zivilluftfahrt. Das Akronym steht heute für Florida Radarersatz Radarluftlagesystem Kommunikationssystem, in der Anfangsphase des Projekts bedeutete der Namen FLORES RALUS KOMSYS und entstand aus den Projektnamen von den Teilsystemen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.vbs.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive), Fussnote 69</ref>

Beschaffung[Bearbeiten]

Mit dem Rüstungsprogramm 1998 begann die Beschaffung des FLORAKO Systems.<ref>FLORAKO – Das Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem FLORAKO, Informationsseite auf dem Webangebot des Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), abgerufen am 2. Januar 2018.</ref> Das FLORAKO-System wurde am 2. Februar 2004 bei der Schweizer Luftwaffe eingeführt. Es ersetzt das ältere FLORIDA-Luftraumüberwachungssystem, welches noch aus den 1970er Jahren stammte. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf ungefähr 728 Millionen Schweizer Franken. Die vier Radar-Standorte<ref>Force Report: Swiss Air Force – Alpine Warriors. In: Air Forces Monthly magazine in association with Air Forces Intelligence – The Online Air Arms Database. Ausgabe September 2009, S. 68.</ref> auf Pilatus,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Foto der FLORAKO-Anlage auf dem Pilatus (Memento vom 15. April 2016 im Internet Archive), auf der Website der Schweizer Luftwaffe, abgerufen am 15. April 2016.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilatus, Airdefense Command & Control unit (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zone-interdite.net (englisch), Infoseite auf zone-interdite.net, abgerufen am 2. Mai 2012.</ref> Scopí,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Scopi, Airdefense Command & Control unit (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zone-interdite.net (englisch), Infoseite auf zone-interdite.net, abgerufen am 2. Mai 2012.</ref> Weisshorn und Weissflue<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Weissfluh, Airdefense Command & Control unit (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zone-interdite.net (englisch), Infoseite auf zone-interdite.net, abgerufen am 2. Mai 2012.</ref> sind klassifiziert und deshalb nicht öffentlich zugänglich. Lieferant des Systems war ThalesRaytheonSystems,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Florako, the Swiss air forces’ new air defense and air operations command-and-control system, went live at the start of February. (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive) Pressemitteilung von ThalesRaytheonSystems vom 24. März 2004.</ref> ein Joint-Venture der Raytheon Company und der Thales S.A. Von ThalesRaytheonSystems wurde auch der weitere Ausbau des Systems bis 2008 geliefert<ref>ThalesRaytheonSystems Receives $120 Million to Deliver Advanced Command and Control Systems for the Swiss Air Force Pressemitteilung der Raytheon Company vom 18. Oktober 2005.</ref> und auch weitere Aktualisierungen des Systems durchgeführt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ThalesRaytheonSystems receives $20M FLORAKO framework contract from Switzerland (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive) Pressemitteilung der Raytheon Company vom 7. März 2011.</ref>

Technik[Bearbeiten]

Datei:Pilatus-radar.jpg
FLORAKO auf dem Pilatus
Datei:HB-FOG.jpg
Pilatus PC-12 HB-FOG
Datei:Skyguide Flugverkehrsleitstelle & Luftwaffen Einsatzzentrale Wangen Zürich.JPG
Friedensstandort der FLORAKO-Einsatzzentrale im Skyguide- und Luftwaffengebäude in Dübendorf
Datei:Swiss Army - FLORAKO Radar.jpg
FLORAKO-Sekundärradar

Das FLORAKO-Radarsystem dient zur Luftverteidigung. Es besteht aus einem Primärradar in Halbleitertechnik, einem Sekundärradar und Subsystemen zur Simulation. Das FLORAKO liefert 3D-Zielinformationen in Echtzeit, korreliert mit Sekundärradar-Daten, über einen grossen Erfassungsraum. Das FLORAKO arbeitet mit einer sich ständig mit 15 Umdrehungen pro Minute drehenden Phased-Array-Antenne. Das FLORAKO ist eine für Schweizer Anforderungen veränderte Version der Radarsysteme Master-A und Master-M der Firma Thales. Neben den Daten der FLORAKO-Radarstationen können auch die Daten der mobilen TAFLIR-Radaranlagen und die zivilen Skyguide-Radardaten in das FLORAKO-System eingespeist werden.

Das FLORAKO-System enthält auch das MIDS Link 16 mit dem Daten ausgetauscht werden können, so kann ein mit Link-16 ausgerüstetes Flugzeug mit seinem Radar Täler, die für das FLORAKO nicht einsehbar sind, abtasten und die Radartracks direkt auf die FLORAKO-Anzeigen einspeisen. Umgekehrt wird dank der FLORAKO-Daten in einem mit Link-16 ausgerüsteten Flugzeug die Luftlage im 360° Umkreis angezeigt. Auch weitere Daten wie Treibstoffstand oder Luftabwehrstellungen können so ausgetauscht werden. Das Link-16 des FLORAKO ist so konzipiert, dass jedes Flugzeug mit dem korrekten MIDS-Key eingebunden werden kann. Somit können bei einer gemeinsamen Mission auch Daten z. B. mit französischen AWACS-Flugzeugen (Boeing E-3) ausgetauscht werden.<ref name="Skynews">SkyNews.ch Magazin, 5. Mai 2007.</ref> Zur Kalibrierung des FLORAKO-Systems (RADAR, MIDS Link16, Flugfunk) verfügt die armasuisse über eine mit den entsprechenden Systemen ausgerüstete Pilatus PC-12 mit der zivilen Immatrikulation HB-FOG.

Technische Daten Master-M
Frequenzbereich 2–4 GHz
Pulswiederholzeit klassifiziert
Pulswiederholfrequenz klassifiziert
Sendezeit (PW) klassifiziert
Empfangszeit klassifiziert
Totzeit klassifiziert
Pulsleistung klassifiziert
Durchschnittsleistung klassifiziert
angezeigte Entfernung bis 470 km
Entfernungsauflösung 200 m
Öffnungswinkel 3°
Trefferzahl Monopulsradar
Antennenumlaufzeit 4 s
Technische Daten Master-A
Frequenzbereich 2–4 GHz
Pulswiederholzeit klassifiziert
Pulswiederholfrequenz
Sendezeit (PW) klassifiziert
Empfangszeit klassifiziert
Totzeit klassifiziert
Pulsleistung klassifiziert
Durchschnittsleistung klassifiziert
angezeigte Entfernung bis 370 km
Entfernungsauflösung 220 m
Öffnungswinkel klassifiziert
Trefferzahl Monopulsradar
Antennenumlaufzeit 4 s

Nachfolge[Bearbeiten]

Mit dem Programm Air2030 wird eine Modernisierung der Schweizer Luftwaffe angestrebt. Dies beinhaltet nebst bodengebundener Luftabwehr und neuen Kampfflugzeugen auch ein Nachfolgesystem für das FLORAKO. Als erste Etappe des FLORAKO-Ersatzes wurden Anfang Oktober 2018 in Dübendorf Container zur Systemdemonstration und Prüfung durch die armasuisse von den Anbietern Thales (Frankreich), SAAB (Schweden) und Raytheon (USA), aufgestellt.<ref>Air2030 – die Schweiz testet Luftraumüberwachungssysteme in Dübendorf</ref><ref>«Ohne Zwang wäre ich nie Unteroffizier geworden», Interview mit Armeechef Philippe Rebord u. a. zum Ersatz von Florako und anderen wichtigen Beschaffungen, die in den Zwanzigerjahren fällig werden. In: Tages-Anzeiger. 19. Juni 2017.</ref> Im September 2019 gab das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bekannt, dass das System Skyview von Thales FLORAKO ablösen soll.<ref>Erster Air2030 Typenentscheid: Thales macht das Rennen auf skynews.ch, abgerufen am 18. April 2020.</ref> Laut Medienberichten wurde die Beschaffung des Nachfolgesystems wegen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen suspendiert. Die Armee ging am 10. Oktober 2024 von einem Projektende 2030 aus.<ref>Neue Luftraumüberwachung Armee-Debakel: 300-Millionen-Projekt seit Monaten suspendiert</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: FLORAKO – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />