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Buchengewächse

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Buchengewächse
Datei:Castanopsis sieboldii2.jpg

Castanopsis sieboldii

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse
Wissenschaftlicher Name
Fagaceae
Dumort.

Die Buchengewächse (Fagaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Buchenartigen (Fagales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die acht bis zwölf Gattungen mit etwa 670 bis 900 Arten gedeihen meist in den kalten bis gemäßigten, seltener in den subtropischen bis tropischen Klimazonen überwiegend auf der Nordhalbkugel.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Lithocarpus glaber SZ89.png
Illustration von Lithocarpus glaber
Datei:Chrysolepis chrysophylla foliage and fruit Big Basin State Park.jpg
Unterfamilie Quercoideae: Laubblätter und Früchte von Chrysolepis chrysophylla
Datei:Cupule of Fagaceae.jpg
Fruchtbecher bei Fagaceae: A. Quercus rubra, B. Quercus trojana, C. Fagus sylvatica, D. Castanea sativa

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Alle Arten der Familie Fagaceae sind verholzende Pflanzen und wachsen meist als Bäume oder selten Sträucher. Sie sind immergrün oder laubabwerfend.

Die wechselständig und zweizeilig oder spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind oft ledrig. Die Blattränder sind glatt, gezähnt oder gesägt. Wenn der Blattrand glatt ist, reichen die Seitennerven nicht bis zum Blattrand. Die Blattflächen sind von einfachen, sternförmigen oder verzweigten Haaren (Trichomen) bedeckt. Nebenblätter sind vorhanden.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten sind in aufrechten oder hängenden, einfachen Blütenständen, die hier Kätzchen genannt werden, zusammengefasst. Alle Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtlich (monözisch), das heißt auf einer Pflanze sind weibliche und männliche Blüten vorhanden, die Blüten eines Geschlechtes sitzen zu mehreren in Blütenständen zusammen. Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Es sind zwei mal drei freie Blütenhüllblätter vorhanden oder die Blütenhüllblätter sind verwachsen und enden mit vier bis sechs lappig. In den männlichen Blüten sind vier bis zwanzig Staubblätter vorhanden. Die weiblichen Blüten enthalten Staminodien und meist drei bis sechs (2 bis 15) Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenfach gibt es zwei hängende Samenanlagen, diese sind anatrop (umgewendet, d. h. die Mikropyle liegt neben dem Funiculus, nicht diesem gegenüber) und bitegmisch (mit zwei Tegmen genannten Hüllen oder Integumenten). Die Pollenverbreitung erfolgt meist durch Wind, aber bei einigen Arten, besonders der Gattung Castanea, durch Insekten.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die für diese Familie typischen Früchte sind Nüsse, sie sitzen einzeln bis zu dritt (je nach Gattung) in einem Achsenbecher, auch Fruchtbecher oder Cupula genannt, zusammen. Deshalb wird die Familie auch Becherfrüchtler (Cupulaceae) genannt. Die Früchte werden durch Tiere verbreitet. Die Samen sind oft intensiv von Haaren umgeben, die im Endokarp ihren Ursprung haben.

Datei:Fagaceae Distribution.svg
Verbreitung der Fagaceae

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahlen betragen meist x = 12, selten 11, 13 oder 21.

Datei:Fagus grandifolia - American Beech.jpg
Unterfamilie Fagoideae: Zweig mit jungen Laubblättern und Blütenständen der Amerikanischen Buche (Fagus grandifolia)
Datei:Castanea sativa 02 ies.jpg
Unterfamilie Quercoideae: Edelkastanie (Castanea sativa)
Datei:Lithocarpus edulis2.jpg
Unterfamilie Quercoideae: Lithocarpus edulis
Datei:Trigonobalanus doichangensis - Kunming Botanical Garden - DSC03195.JPG
Unterfamilie Quercoideae: Trigonobalanus doichangensis

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie Fagaceae wurde 1829 durch Barthélemy Charles Joseph Dumortier in Analyse des Familles de Plantes, 11, 12 aufgestellt. Typusgattung ist Fagus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="tropicos" /> Ein Synonym für Fagaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dum. ist Quercaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Martinov.

Die Familie Fagaceae wird gegliedert in zwei Unterfamilien mit insgesamt acht oder zehn<ref name=":0">Paul S. Manos, Zhe‐Kun Zhou, Charles H. Cannon: Systematics of Fagaceae: Phylogenetic Tests of Reproductive Trait Evolution. In: International Journal of Plant Sciences. Band 162, Nr. 6, November 2001, ISSN 1058-5893, S. 1361–1379, doi:10.1086/322949 (uchicago.edu [abgerufen am 24. Januar 2020]).</ref> (früher sechs bis sieben<ref>World Checklist and Bibliography of Fagales (Betulaceae, Corylaceae, Fagaceae and Ticodendraceae). (uchicago.edu [abgerufen am 24. Januar 2020]).</ref><ref name="GRIN" />) Gattungen und etwa 670 bis 1000 Arten:

In älterer Literatur werden auch die Scheinbuchen oder Südbuchen (Nothofagus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume) mit etwa 35 Arten in diese Familie eingeordnet. Im Zuge der Auswertung molekulargenetischer Daten wurden die Nothofagus-Arten (APG I System und folgende) in eine eigene Familie Scheinbuchengewächse (Nothofagaceae) gestellt.

Nutzung[Bearbeiten]

Viele Arten liefern wertvolles Holz.

Von einigen Arten werden die Samen roh oder gegart gegessen. Es wird Tannin gewonnen. Aus einigen Arten wird Öl gewonnen. Bei einzelnen Arten wurden die medizinischen Wirkungen untersucht.<ref name="PFAF" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="tropicos"> Fagaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Fagaceae bei Plants For A Future </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Buchengewächse (Fagaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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