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Scheinkastanien

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Scheinkastanien
Datei:Castanopsis sieboldii2.jpg

Castanopsis sieboldii

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Unterfamilie: Quercoideae
Gattung: Scheinkastanien
Wissenschaftlicher Name
Castanopsis
(D.Don) Spach

Die Scheinkastanien (Castanopsis) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Quercoideae innerhalb der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die etwa 140 Arten sind im tropischen und subtropischen Asien verbreitet. Früher zu dieser Gattung gezählte amerikanische Arten werden aktuell anderen Gattungen zugeordnet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Castanopsis cuspidata SZ2.png
Illustration von Castanopsis cuspidata aus Flora Japonica, 1870
Datei:Castanopsis sieboldii flower female.jpg
Blütenstände von Castanopsis sieboldii
Datei:Castanopsis sieboldii nuts01.jpg
Nussfrüchte von Castanopsis sieboldii

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Castanopsis-Arten wachsen als immergrüne Bäume oder selten große Sträucher. Die Rinde der Zweige ist anfangs dicht gelblich-braun flaumig behaart (Indument). Die eiförmigen bis ellipsoiden Winterknospen besitzen gegenständige, eiförmige bis linalische Knospenschuppen.<ref name="FoC" /><ref name="FagaceaeThailand2006" />

Die Laubblätter sind wechselständig und zweizeilig, bei einigen Arten auch spiralig angeordnet. Der Blattrand ist ganz oder gesägt, selten gelappt. Es sind extrapetiolare Nebenblätter vorhanden.<ref name="FoC" /><ref name="FagaceaeThailand2006" />

Blütenstände, Blüten und Früchte[Bearbeiten]

Castanopsis-Arten sind einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch). Die immer aufrechten, oft rispigen, manchmal ährigen, einfachen Blütenstände, die hier Kätzchen genannt werden, sind gewöhnlich eingeschlechtig.<ref name="FoC" /><ref name="FagaceaeThailand2006" />

Behaarte Tragblätter (Brakteen) bedecken je nach Art mehr oder weniger dicht die Fruchtbecher und können stachelartig, selten schuppenartig oder warzig sein. Die männlichen Blüten stehen zu drei bis sieben gruppiert, selten auch einzeln. In männlichen Blüten sind selten acht, meist neun bis zwölf Staubblätter und fünf oder sechs, selten bis zu acht Blütenhüllblätter vorhanden; der rudimentäre Stempel (Pistillode) ist sehr klein sowie dicht mit wolligen Haaren bedeckt. Die weiblichen Blüten stehen einzeln oder gruppiert zu drei bis fünf, bisweilen auch bis sieben. Die weiblichen Blüten besitzen gleich viele, ähnliche Blütenhüllblätter wie die männlichen Blüten. Wenn in den weiblichen Blüten Staminodien vorhanden sind, dann sind sie klein. Die meist drei (zwei bis vier) Fruchtblätter bilden einen meist dreikammerigen Fruchtknoten. Die meist drei (zwei bis fünf) Griffel enden in je einer kleinen, kopfigen Narbe oder es sind flache Terminalporen vorhanden.<ref name="FoC" />

Die radiärsymmetrischen oder zygomorphen Achsenbecher, auch Fruchtbecher oder Cupula genannt, stehen einzeln oder zu mehreren auf der teils holzigen Blütenstandsrhachis, bleiben selten geschlossen und umhüllen die Nüsse vollständig oder teilweise. Jeder Fruchtbecher enthält ein bis mehr als vier, kahle bis behaarte, holzige, knochige Nüsse mit Griffel-, Perianthresten auf dem „Umbo“ (Spitzchen), die meist zwei Jahre, selten ein Jahr Reifezeit benötigen.<ref name="FoC" /> Die mehr oder weniger große Narbe (Hilum) ist kahl und rau. Die Nüsse liegen meist frei in der Cupula.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

David Don veröffentlichte 1825 den Namen Castanopsis innerhalb der Gattung Quercus ohne Rang in Prodromus Florae Nepalensis, 56.<ref name="D.Don1825" /> Im Rang einer Gattung wurde Castanopsis 25. Dezember 1841 durch Spach in Histoire Naturelle des Végétaux. Phanérogames, 11, S. 142, 185<ref name="Spach1841" /> veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Typusart ist Castanopsis armata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Roxb.) Spach. Synonyme für Castanopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(D.Don) Spach sind: Balanoplis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Callaeocarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Chlamydobalanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Endl.) Koidz., Pasaniopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kudô, Shiia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino.<ref name="WCSP" />

Die relativ artenreiche Gattung Castanopsis ist vom subtropischen bis tropischen Asien verbreitet. In China gibt es fast 60 Arten, 30 Arten davon kommen ausschließlich dort vor; einige chinesische Arten sind Endemiten in relativ kleinen Arealen.<ref name="FoC" /> In Thailand kommen etwa 33 Arten vor.<ref name="FagaceaeThailand2006" />

Datei:Castanopsis carlesii kz04.jpg
Castanopsis carlesii
Datei:Mt Kinka Driveway2008-1.jpg
Habitus und Blütenstände von Castanopsis cuspidata
Datei:Castanopsis eyrei kz03.jpg
Castanopsis eyrei
Datei:Castanopsis indica Dẻ gai Ấn Độ.JPG
Habitus und Stamm von Castanopsis indica
Datei:Hirosaka Ryokuchi Park, Kanazawa - Ishiinoki - 02 - 2016-04-16.jpg
Castanopsis sieboldiana

Es gibt etwa 140 Castanopsis-Arten:<ref name="FoC" /><ref name="FagaceaeThailand2006" /><ref name="WCSP" />

Nutzung[Bearbeiten]

Das Holz der meisten Arten wird genutzt.<ref name="FoC" /> Die wichtigste Arten, die Nutzhölzer liefern sind Castanopsis acuminatissima, Castanopsis argentea, Castanopsis javanica und Castanopsis tungurrut. Handelsnamen sind: berangan, saninten, katia, ko, ko-nam; in Neuguinea oak; in Malaysia chestnut, jertek tangga kata; auf den Philippinen chestnut. Castanopsis-Arten sind gemäß CITES-Regeln (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) nicht geschützt.<ref name="HandelshölzerDELTA" />

Die Nüsse vieler Arten sind essbar.<ref name="FoC" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Flora Malesiana. Ser. I, Vol. 7, Part 2, 1972, S. 294 f, online biodiversitylibrary.org.
  • Chengjiu Huang, Yongtian Zhang, Bruce Bartholomew: Fagaceae.: Castanopsis, S. 317 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 4 – Cycadaceae through Fagaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3. (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
  • Chamlong Phengklai: A synoptic account of the Fagaceae of Thailand. In: Thai Forest Bulletin, Volume 34, 2006, S. 53–175, ISSN 0495-3843 Volltext-PDF.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Castanopsis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FoC"> Chengjiu Huang, Yongtian Zhang, Bruce Bartholomew: Fagaceae.: Castanopsis, S. 317 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 4 - Cycadaceae through Fagaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3. </ref> <ref name="FagaceaeThailand2006"> Chamlong Phengklai: A synoptic account of the Fagaceae of Thailand. In: Thai Forest Bulletin, Volume 34, 2006, S. 53–175, ISSN 0495-3843 Volltext-PDF. </ref> <ref name="HandelshölzerDELTA"> Handelshölzer von H. G. Richter und M. J. Dallwitz bei DELTA. (deutsch) </ref> <ref name="Spach1841"> Spach 1841 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="D.Don1825"> D. Don 1825 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Yin2011"> Z. J. Yin, C. L. Xiang, H. Peng: Validation of four names of Castanopsis (Fagaceae) from Hainan, southern China. In: Bangladesh Journal of Plant Taxon, Volume 18, 2011, S. 77–79. Volltext online. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Scheinkastanien (Castanopsis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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