Fahrerwechsel
Ein Fahrerwechsel wird in mehreren Motorsport-Klassen durchgeführt, darunter in der Le Mans Series und in der ADAC GT Masters. Meist fährt der Fahrer nur in die Box, um mit seinen Teamkollegen den Platz zu tauschen oder der Wechsel wird während eines Boxenstopps durchgeführt.
Regeln[Bearbeiten]
European Le Mans Series[Bearbeiten]
Während der vierstündigen Rennen der European Le Mans Series sind Crews von 2 bis 3 Fahrern zugelassen. Diese müssen je nach Klasse und Fahrerkategorisierung Mindestfahrzeiten von 50 bis 105 Minuten, sowie (bei als Profis eingestufte Piloten) Maximalfahrzeiten von 60 bis 120 Minuten einhalten. Daraus ergeben sich während der Rennen je nach eingeschlagenen Taktik des jeweiligen Teams 2–4 Fahrerwechsel pro Rennen. Der Fahrerwechsel muss bei ausgeschaltetem Motor in der dafür gekennzeichneten Zone vor der Box erfolgen. Er darf z. B. nicht in der Box bei einer Reparatur vorgenommen werden. Beim Wechsel darf maximal eine Person dem neuen Fahrer beim Anlegen der Gurte assistieren, wobei es sich dabei auch um den vorangegangenen Fahrer handeln kann.<ref></ref>
FIA-GT3-Europameisterschaft[Bearbeiten]
Ein Rennteam besteht aus zwei Fahrzeugen des gleichen Fahrzeugstyps. Pro Rennwagen müssen zwei Fahrer gemeldet werden. Bei beiden Rennen des Rennwochenendes muss jedes Fahrzeug zwischen der 23. und 37. Minute einen Pflichtboxenstopp absolvieren, bei dem ein Fahrerwechsel durchgeführt wird.<ref>FIA-GT3 F.A.Q.</ref>
GT World Challenge[Bearbeiten]
Sowohl in der GT World Challenge, als auch in der mit dazu gehörigen GT4 European Series, wird in den Sprintrennen zur Rennhälfte ein Fahrerwechsel durchgeführt. Zwischen der 25. und 35. Rennminute ist dieser durch zu führen. Bei Rennen der GT World Challenge Endurance sind Boxenstopps frei wählbar. Die maximale Stintzeit darf lediglich 65 Minuten betragen, danach muss gestoppt werden, ein Fahrerwechsel ist nicht benötigt. Je nach Rennlänge und Fahreranzahl wird aber die maximale Fahrzeit im Rennen für ein Fahrer festgelegt. Ebenso gibt es eine Mindestfahrzeit. Dies soll verhindern, dass Autos einer Amateurwertung nur die Profis fahren lassen.
Hergang[Bearbeiten]
Nachdem das Auto in der Boxengasse angekommen ist, steigt der Fahrer so schnell wie möglich aus und macht seinem Teamkollegen Platz. In einigen Rennserien, wie in der ADAC GT4 Germany, wird jedoch aus Sicherheitsgründen eine Mindeststandzeit vorgegeben. Beim Fahrerwechsel helfen sich die Fahrer meistens gegenseitig.<ref>GT World Challenge Sporting Regulations 2024. Fanatec GT World Challenge Europe, 2024, abgerufen am 1. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />