Falcatifolium gruezoi
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| de Laub. |
Falcatifolium gruezoi ist ein kleiner Baum aus der Gattung Falcatifolium in der Familie der Steineibengewächse (Podocarpaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Melanesien auf den Philippinen, auf Sulawesi und den Molukken (Indonesien). Die Art ist dort weit verbreitet und teilweise häufig, sie wird jedoch in der Roten Liste der IUCN als potentiell gefährdet geführt, da die Bestände besonders auf den Philippinen wegen der Entwaldung zurückgegangen sein dürften.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild[Bearbeiten]
Falcatifolium gruezoi wächst als immergrüner, 4 bis 12 Meter hoher Baum mit einem monopodialen Stamm, der Durchmesser von bis zu 25 Zentimetern (Brusthöhendurchmesser) erreicht. Die Stammborke ist braun, unter Witterungseinfluss graubraun, anfangs glatt und bei älteren Bäumen rau.<ref name="Farjon6"/> Sie blättert ab und macht damit die darunter liegende, hellere Borke sichtbar. Die Äste sind dünn, stehen ausgebreitet und tragen zahlreiche, dicht belaubte Zweige, die zusammen eine konische Baumkrone bilden.<ref name="Eckenwalder1"/>
Blätter[Bearbeiten]
Es werden zwei Arten von Blättern gebildet: Schuppenblätter und nadelförmige Laubblätter. Die Schuppenblätter wachsen an der Basis seitlicher Triebe mehr oder weniger angedrückt, sind pfriemförmig bis schmal lanzettlich, 3 bis 4 Millimeter lang und etwa 1 Millimeter breit. Sie entwickeln sich manchmal zu kleinen Laubblättern weiter.<ref name="Farjon6"/> Die Laubblätter an Sämlingen sind deutlich größer als die älterer Bäumen. Sie sind linealisch-lanzettlich bis sichelförmig gebogen, beim Austreiben rosafarben bis purpurn rot und später grün. Sie werden bis zu 7,5 Zentimeter lang, verbreitern sich von der stielartigen Basis her rasch schon deutlich vor der Blattmitte bis auf 6 bis 7 Millimeter und laufen dann, nach vorne gebogen, zum zugespitzten Ende hin zusammen. Die Mittelrippe ist auf beiden Blattseiten dünn und kaum erhöht und reicht von der Basis bis zur Spitze. Im Schatten wachsende Blätter älterer Bäume sind sichelförmig gebogen, 20 bis 40 Millimeter lang und 5 bis 8 Millimeter breit und laufen zur Basis und zur zugespitzten Spitze hin langsam zusammen. Die Mittelrippe ist nicht oder kaum erhöht. Der Sonne ausgesetzte Blätter haben eine ähnliche Form wie die Schattenblätter. Sie sind jedoch deutlich kleiner, glauk, meist 8 bis 15 manchmal bis 20 Millimeter lang und meist 2 bis 4 manchmal bis 6 Millimeter breit. Auf beiden Seiten der Blätter werden zahlreiche linienartige, unterbrochene Spaltöffnungsstreifen gebildet, die von der Blattbasis bis zur Spitze reichen.<ref name="Farjon6"/>
Zapfen und Samen[Bearbeiten]
Die Pollenzapfen wachsen einzeln an achselständigen oder manchmal endständigen, schuppigen Kurztrieben. Sie sind 5 bis 6 Zentimeter lang und 1,5 bis 3 Millimeter breit. Die Mikrosporophylle haben zwei Pollensäcke und darüber eine zugespitzte Spitze.<ref name="Farjon6"/>
Die Samenzapfen wachsen einzeln an achselständigen Kurztrieben mit zugespitzten Schuppenblättern. Das Podocarpium ist 2 Millimeter lang, im ausgereiften Zustand möglicherweise größer. Je Zapfen reift nur ein eiförmiger, schief wachsender, leicht abgeflachter, 6 bis 7 Millimeter langer, bei Reife dunkelbrauner Same, der seitlich zwei Grate zeigt.<ref name="Farjon6"/>
Verbreitung und Ökologie[Bearbeiten]
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Malesien auf den Obi-Inseln (Provinz Maluku, Indonesien), im nördlichen und zentralen Sulawesi und auf den Philippinen.<ref name="Farjon6"/><ref name="IUCN"/> Das Verbreitungsgebiet liegt in Höhen von 1200 bis 2200 Metern und kann wahrscheinlich der Winterhärtezone 9 zugerechnet werden mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −6,6 bis −1,2 Grad Celsius (20 bis 30 Grad Fahrenheit).<ref name="Eckenwalder2"/> Man findet sie in montanen und darunter liegenden Regenwäldern zusammen mit anderen Koniferen wie Agathis dammara, Vertretern der Harzeiben (Dacrydium), Nageia wallichiana und Sundacarpus amarus, Laubbäume sind häufig, jedoch nicht dominant. Falcatifolium gruezoi wächst unter dem Kronendach dieser Arten. Auf den Bergrücken kann die Art jedoch mit den Laubbäumen konkurrieren, wo diese nur geringere Höhen erreichen.<ref name="Farjon6"/>
Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]
Falcatifolium gruezoi wurde im Jahr 2012 von der IUCN in der Roten Liste als potentiell gefährdet („Near Threatened“) eingestuft. Die Art ist nur schlecht erforscht, doch das Verbreitungsgebiet macht es wahrscheinlich, dass die Bestände durch das Fällen von Bäumen und durch die Entwaldung zumindest auf den Philippinen beeinträchtigt wurde. Es ist jedoch unbekannt, wie stark dieser Rückgang ist.<ref name="IUCN"/>
Systematik und Etymologie[Bearbeiten]
Falcatifolium gruezoi ist eine Art aus der Gattung Falcatifolium, die zur Familie der Steineibengewächse (Podocarpaceae) gezählt wird. Sie wurde 1988 von David John de Laubenfels in der Flora Malesiana erstbeschrieben.<ref name="IPNI"/> Die Erstbeschreibung beruhte auf Funden kleiner, glauker Laubblätter vom Halcon auf den Philippinen und auf eine Beschreibung von Frederick William Foxworthy, der die Blätter noch Dacrydium falciforme zuordnete, und die auf Funden von Elmer Drew Merrill ebenfalls vom Halcon beruhten. Auffallend an dieser Beschreibung sind die 6 Zentimeter langen und 3 Millimeter durchmessenden Pollenzapfen, die in einem Duplikat der Funde in Kew nicht zu finden waren. Sie würden die Art deutlich besser von Falcatifolium falciforme abgrenzen, als die sonnenbeschienen glauken Blätter, die es bei den Funden von Merrill nicht gab, möglicherweise, weil er nur Schattenblätter gesammelt hat.<ref name="Farjon6"/> Synonyme der Art sind nicht bekannt.<ref name="PlantList"/>
Der Gattungsname Falcatifolium leitet sich von lateinisch falcis, „Sichel“ und folia, „Blatt“ ab, und verweist damit auf die sichelartig gebogenen Blätter.<ref name="Farjon3"/> Das Artepitheton gruezoi ehrt den Mykologen William M. Gruezo (* 1951), der das Typusmaterial am Halcon gefunden hat.<ref name="Eckenwalder2"/><ref name="Farjon5"/>
Verwendung[Bearbeiten]
Die Bäume sind klein, daher hat das Holz nur einen geringen Wert. Es ist auch keine andere Nutzung bekannt.<ref name="Farjon6"/>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Band 1. Brill, Leiden-Boston 2010, ISBN 978-90-04-17718-5, S. 365, 366.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Farjon3"> Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Band 1, S. 363 </ref> <ref name="Farjon5"> Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Band 1, S. 365 </ref> <ref name="Farjon6"> Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Band 1, S. 366 </ref> <ref name="Eckenwalder1"> James E. Eckenwalder: Conifers of the World, S. 261 </ref> <ref name="Eckenwalder2"> James E. Eckenwalder: Conifers of the World, S. 262 </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: P. Thomas, 2012. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="IPNI"> Falcatifolium gruezoi. In: The International Plant Name Index. Abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch). </ref> <ref name="PlantList"> Falcatifolium gruezoi. In: The Plant List. Abgerufen am 18. Januar 2013. </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Christopher J. Earle: Falcatifolium gruezoi. In: The Gymnosperm Database. www.conifers.org, 23. November 2012, abgerufen am 19. Januar 2014 (englisch).
- Falcatifolium gruezoi bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum