Fatisi
Fatisi ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Laulara (Gemeinde Aileu).
Geographie[Bearbeiten]
Der Suco Fatisi liegt im Westen des Verwaltungsamts Laulara.
2004 wurde der südlich gelegene Suco Bocolelo an Fatisi angegliedert. 2017 wurde ein neuer Suco Bocolelo von Fatisi abgetrennt,<ref name="JdR2017"/> zu dem nun der Nordwesten des Verwaltungsamts Laulara gehört. Fatisi liegt nun südlich davon, im Südwesten von Laulara, wobei die Grenze zwischen den Sucos nun weiter nördlich, als die alte. Nordöstlich von Fatisi befindet sich der Suco Tohumeta. Im Südosten grenzt Fatisi an den Suco Seloi Craic des Verwaltungsamtes Aileu, im Südwesten an die Gemeinde Ermera mit ihren Sucos Taraco und Samalete (Verwaltungsamt Railaco) und im Nordwesten an die Gemeinde Liquiçá mit ihrem Suco Tibar (Verwaltungsamt Bazartete).<ref name="Atlas Aileu">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Aileu ( vom 12. November 2020 im Internet Archive), abgerufen am 21. März 2021.</ref> Die Grenze zu Tibar bildet der Rio Comoro, der außerhalb der Regenzeit trockenfällt. Gleiches gilt für den Nebenfluss des Comoros, der entlang der Grenze zu Ermera fließt.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Einer dessen Zuflüsse fällt an der Straße nach Dili, etwa eine halbe Stunde südlich der Hauptstadt, als Wasserfall von Berloi mehrere Meter die Felsen herab.<ref>Isabel Nolasco Photography: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Waterfalls ( vom 25. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 20. März 2016.</ref>
Der Suco teilt sich in die drei Aldeias Banro, Maubouc und Umanlau.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref> Die Aldeia Bocolelo wurde 2017 aufgelöst, die Aldeia Donfonamo gehört nun zum Suco Bocolelo.<ref name="JdR2017">Jornal da República: Ministerielles Dokument n.° 16/2017, abgerufen am 11. März 2019.</ref>
Nah dem Wasserfall von Beloi liegt der Weiler Sabereke und östlich, etwas flussaufwärts der Weiler Lebihin. An einer Straße, die von Kuncin in Bocolelo in einem Bogen durch Fatisi nach Tohumeta führt, befinden sich verstreut die größeren Weiler des Sucos: Umanbui mit dem Sitz des Sucos Fatisi und Aildale Hun mit der lokalen Klinik. Die Straße bildet im Osten einen Teil der Grenze zu Bocolelo, so dass der Weiler Donfonamo mit einigen Häusern südlich der Straße in Fatisi liegt, während der Großteil zu Bocolelo gehört.<ref name="Atlas Aileu" />
Einwohner[Bearbeiten]
2025 lebten im Suco 858 Einwohner<ref name="MunAL-LA" /> (Zensus 2022: 712),<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref> davon waren 450 Männer und 408 Frauen. Im Suco gibt es 192 Haushalte.<ref name="MunAL-LA" /> Knapp 83 % der Einwohner gaben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Fast 13 % sprachen Midiki und über 3 % Mambai.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatisi (tetum; PDF; 8,3 MB)</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
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1984 wurden die Einwohner von Fatisi durch die indonesische Besatzungsmacht deportiert, weil ihr Suco unter dem Verdacht stand eine FALINTIL-Basis zu sein. Sie wurden nach Dili und Aileu gebracht. Bis 1990 blieb der Suco unbewohnt.<ref name="CAVR7.3">„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>
Politik[Bearbeiten]
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Armando Guterres zum Chefe de Suco gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann Duarte do Rosario<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und wurde 2016 bestätigt.<ref>Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive), abgerufen am 17. Juni 2020.</ref> 2023 wurde Joaquim Sarmento gewählt.<ref>Gemeinde Aileu: Membru konselhu konsultivu, abgerufen am 27. Mai 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatisi (tetum; PDF; 8,3 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Fatisi (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Laulara (tetum)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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