Feggendorf
Feggendorf Flecken Lauenau
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(800)&title=Feggendorf 52° 17′ N, 9° 23′ O
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| Höhe: | 111 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 800<ref name="Schaumburgerlandschaft" /> | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 31867 | |||||
| Vorwahl: | 05043 | |||||
Lage von Feggendorf in Niedersachsen
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Feggendorf ist ein Ortsteil des Fleckens Lauenau in der Samtgemeinde Rodenberg im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen.
Geographie[Bearbeiten]
Feggendorf liegt etwa zwei Kilometer östlich des Lauenauer Ortszentrums und grenzt im Osten an den Deister. Die Quellbäche des Schlierbaches fließen im Ort zusammen.
Geschichte[Bearbeiten]
Feggendorf wurde 1153 als Veggendorp, 1159 als Cleggendorf erwähnt. Seit etwa dem Jahr 1600 war Feggendorf üblich. Der 1153 wohl nach seiner Lage in einer feuchten Gegend benannte einstige Nachbarort Lachdorf oder Lacthorpe wurde 1417 erstmals mit Feggendorf gemeinsam genannt. Die Lage der beiden historischen Dorfkerne ist noch im Ortsbild erkennbar.<ref name="Schaumburgerlandschaft" /> Feggendorf hatte im Jahr 1658 etwa 200 Einwohner. Im 19. Jahrhundert verursachte ab 1831 der Steinkohlebergbau des Feggendorfer Stollns eine Verdoppelung der Einwohnerzahl.<ref name="Schaumburgerlandschaft" /> Im Jahr 1848 hatte Feggendorf 51 Wohngebäude mit 356 Einwohnern<ref name="hannover51" /> und verfügte über eine Schule.<ref name="hannover190" /> 1869 gab es im Ort 3 Vollmeierhöfe, 5 Halbmeier, 6 Kötner, 26 Brinksitzer und 1 Anbauer.<ref name="Schaumburgerlandschaft" />
Der Ort gehörte mit Gründung der Landkreise im Jahr 1885 zum Landkreis Springe. Mit der Gebietsreform in Niedersachsen wurde die Gemeinde Feggendorf am 1. März 1974 in den Flecken Lauenau eingemeindet. Der aus den beiden Ortsteilen Lauenau und Feggendorf bestehende Flecken<ref name="Hauptsatzung" /> wurde mit Auflösung des Landkreises Springe 1974 in den Landkreis Schaumburg-Lippe und 1977 in den Landkreis Schaumburg eingegliedert.
Kirchlich gehörte Feggendorf zunächst zum Kirchspiel Apelern, seit 1887 zu Lauenau. Seit 1956 gibt es in Feggendorf einen eigenen Friedhof.<ref name="Schaumburgerlandschaft" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1848<ref name="hannover51" /> | 1910<ref name="gemverz" /> | 1925<ref name="geschichte" /> | 1933<ref name="geschichte" /> | 1939<ref name="geschichte" /> |
|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 356 | 572 | 533 | 413 | 467 |
Schule[Bearbeiten]
Bis ins Jahr 1828 wurde in der Feggendorfer Schule auf Plattdeutsch unterrichtet, danach auf Hochdeutsch.<ref name="Feggendorfer Platt" /> Die Schule mit 90 Schülern im Jahr 1890 wurde 1891 durch einen Neubau ersetzt. Diese wurde 1909 wegen der weiter steigenden Schülerzahl durch ein weiteres Schulgebäude ergänzt. Nach der Schließung 1963 und Teilabriss 1979 wurde das Schulgebäude von 1891 verkauft, das 1909 errichtete Gebäude dient als Dorfgemeinschaftshaus.<ref name="Schaumburgerlandschaft" />
Politik[Bearbeiten]
Feggendorf wird auf kommunaler Ebene von dem Rat des Fleckens Lauenau vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Wappen[Bearbeiten]
Das Feggendorfer Wappen entwarf 1911 der Kirchenmaler Wenzel bei der Ausmalung der Lauenauer St.-Lukas-Kirche. Es zeigt in der oberen Hälfte auf blauem Grund eine Ährengarbe als Symbol für die Landwirtschaft zwischen zwei silbernen Sternen für die zwei Teile, aus denen Feggendorf zusammengewachsen ist. Die untere Hälfte zeigt schwarz auf weiß Schlägel und Eisen für den Bergbau.<ref name="Schaumburgerlandschaft" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Nahe dem Ort ist der Feggendorfer Stolln, der ursprünglich dem Kohleabbau diente, heute als Besucherbergwerk wiederhergestellt. Nordöstlich des Ortes befinden sich die Reste der Wirkesburg aus dem 10. Jahrhundert, sowie der Heisterburg aus dem 10. bis 12. Jahrhundert.
In Feggendorf geboren[Bearbeiten]
- Heinrich Knolle (1884 bis 1962), NSDAP-Kreisleiter
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="gemverz">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hameln. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 17. September 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 22. Februar 2026.
</ref> <ref name="geschichte"> Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de </ref> <ref name="hannover51">
Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, 1848, S. 51, 8. A 4. (Textarchiv – Internet Archive).
</ref> <ref name="hannover190">
Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, 1848, S. 190, Lauenau (Textarchiv – Internet Archive).
</ref> <ref name="Feggendorfer Platt">
Hermann Rickenberg: Feggendorfer Plattdeutsch. (PDF; 5,2 MB) Schaumburger Landschaft, Arbeitsgruppe Spurensuche, 2012, S. 2, abgerufen am 3. März 2019.
</ref> <ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung des Flecken Lauenau. (PDF; 21 kB) Flecken Lauenau, 29. Februar 2012, abgerufen am 22. Dezember 2023. </ref> <ref name="Schaumburgerlandschaft">
Historischer Ortsspaziergang Feggendorf. (PDF; 259 kB) Initiativgruppe „Spurensuche“ der Schaumburger Landschaft, abgerufen am 3. März 2019.
</ref> </references>
