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Feld-Rose

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Feld-Rose
Datei:Rosa arvensis (Liege-Rose) IMG 24814.JPG

Feld-Rose (Rosa arvensis)

Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Rosen (Rosa)
Untergattung: Rosa
Art: Feld-Rose
Wissenschaftlicher Name
Rosa arvensis
Huds.

Die Feld-Rose (Rosa arvensis), auch Acker-Rose, Ranken-Rose, Wald-Rose, Große Hunds-Rose, Hundsdorn oder Kriechende Rose<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie darf nicht mit Rosa agrestis verwechselt werden, die auch als Feld-Rose oder Acker-Rose bezeichnet wird.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Rosa arvensis (Liege-Rose) IMG 24828.JPG
Zweig mit Stacheln und gefiedertes Laubblatt mit Nebenblättern
Datei:Rosa arvensis, flower.jpg
Radiärsymmetrische Blüte mit fünf weißen Kronblättern und vielen Staubblättern
Datei:Rosa arvensis (Liege-Rose) IMG 30074.JPG
Hagebutte
Datei:Rosa arvensis Sturm08052.jpg
Illustration aus Sturm

Die Feld-Rose wächst als bis zu 1 Meter hoher, niederliegender, oft mehrere Meter weit kriechender oder ein kletternder Strauch. Als Spreizklimmer kann sie einen Schleier über der übrigen Vegetation bilden. Die Zweige bleiben lange grün, die auf dem Boden liegenden Zweige bewurzeln sich. Die reichlich vorhandenen Stacheln sind ziemlich klein und hakenförmig.<ref name="Roloff2014" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 7 bis 10 Zentimeter lang und unpaarig gefiedert mit selten drei, meist fünf oder sieben Fiederblättchen. Diese dünnen Fiederblättchen sind bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern elliptisch bis eiförmig mit spitzem oder stumpfem oberen Ende und einfach gezähnt. Die Oberseite der Fiederblättchen sattgrün sowie glänzend und die Unterseite ist kaum heller; sie sind beiderseits kahl oder schwach anliegend behaart.<ref name="Roloff2014" />

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Blüten stehen meist einzeln oder zu zweit bis dritt zusammen. Tragblätter fehlen. Die duftenden und zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind gefiedert, nach der Blüte zurückgeschlagen und hinfällig. Die fünf Kronblätter sind reinweiß. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die Griffel sind zu einer 3 Millimeter langen Säule verwachsen.<ref name="Roloff2014" />

Die bei Reife braun-roten Hagebutten sind je nach Besonnung eiförmig und klein oder kugelig und relativ groß.<ref name="Roloff2014" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.<ref name="Oberdorfer" />

Ökologie[Bearbeiten]

Blütenökologisch handelt es sich um homogame Pollen-Scheibenblumen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten; als Anflugplatz dienen Diskus und Griffelsäule und so wird Fremdbestäubung erreicht; bleibt diese aus, kommt es zu spontaner Selbstbestäubung.<ref name="Aichele2000" /><ref name="Sebald1993" />

Die Hagebutten sind saftlos und vitaminarm; die Ausbreitung der Diasporen erfolgt endozoochor.<ref name="Aichele2000" /><ref name="Sebald1993" />

Die Blätter dienen als Raupennahrung und Baumaterial für Wildbienen-Brutzellen. Der Pollen ist Futter für Käfer und Wildbienen. Vögel und Säugetiere fressen die Hagebutten.<ref name="Aichele2000" /><ref name="Sebald1993" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Feld-Rose ist ursprünglich in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Die Feld-Rose kommt häufig in lichten, krautreichen Eichen- und Hainbuchenwäldern, selten in Buchenwäldern oder in Nadelmischwäldern, an Weg- oder Waldrändern, in Waldverlichtungen vor.<ref name="Oberdorfer" /> Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte auf frischen Lehmböden.<ref name="Oberdorfer" /> Sie ist frosthart bis −23 °C (USDA-Zone 6). In Gebirgen mit Silikatgestein ist sie selten oder fehlt ganz.<ref name="Oberdorfer" /> Im Alpenraum besiedelt sie Höhenlagen bis zu 1400 Metern. So kommt sie etwa in den Allgäuer Alpen in Bayern zwischen dem Jochschrofen und der Krähenwand bei 1300 m Meereshöhe vor<ref name="Dörr und Lippert" />.

Die Feld-Rose gedeiht am besten auf lockeren, oft steinigen, humus- oder mullhaltigen Lehm- oder Tonböden. Sie besiedelt lichte Waldstellen oder Waldränder; sie bevorzugt hier Standorte im Halbschatten.<ref name="Aichele2000" /><ref name="Sebald1993" /> Entgegen der Bezeichnung Feld-Rose oder Acker-Rose kommt die Pflanze in Mitteleuropa nicht auf Äckern vor.<ref name="Oberdorfer" />

Nach Ellenberg ist sie eine Halbschattenpflanze, ein Mäßigwärmezeiger, ozeanisch verbreitet, ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, mäßig stickstoffreiche Standorte anzeigend. Die Feld-Rose ist eine Verbandscharakterart der Eichen-Hainbuchenwälder (Carpinion betuli)<ref name="Ellenberg" />, kommt aber auch in Gesellschaften der Unterverbands Cephalanthero-Fagenion, im Aceri-Tilietum aus dem Verband Tilio-Acerion oder im Hedero-Rosetum arvensis aus dem Verband Berberidion vor.<ref name="Oberdorfer" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Rosa arvensis erfolgte 1762 durch William Hudson. Synonyme für Rosa arvensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Huds. sind: Rosa arvensis var. atrata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(H.Christ) Boulenger, Rosa arvensis var. ayreshirea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ser., Rosa arvensis var. blanda hort. ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Andrews, Rosa arvensis var. complicata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Keller, Rosa arvensis var. grandidentata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rouy, Rosa arvensis var. intercedens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Keller, Rosa arvensis var. laevipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rouy, Rosa arvensis var. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.J.Coste, Rosa arvensis var. ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desv., Rosa arvensis var. pilifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Borbás) R.Keller, Rosa arvensis var. repens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop. ex Chevall., Rosa arvensis subsp. repens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Scop. ex Chevall.) C.Vicioso, Rosa arvensis var. scandens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Rosa arvensis var. typica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Keller, Rosa arvensis var. vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ser., Rosa baldensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kern. ex Desegl., Rosa bibracteata auct., Rosa brippii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gand., Rosa capreolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neill ex D.Don, Rosa commiserata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gand., Rosa dierbachiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Waitz ex Dierb., Rosa erronea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ripart ex Crep., Rosa fastigiata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb., Rosa glauca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dierb., Rosa halleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Krock., Rosa herporhodon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ehrh., Rosa macrostylis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stokes, Rosa media Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.-A.Martin, Rosa ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desv.) Lej., Rosa phalacropoda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gand., Rosa repens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop., Rosa repens var. ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lej., Rosa reptans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Crep. ex Bout., Rosa rothii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Seidl, Rosa scandens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Moench, Rosa scandens var. ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desv.) Wallr., Rosa sempervirens subsp. arvensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Huds.) Malag., Rosa seperina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sauze & Maillard, Rosa serpens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wibel, Rosa sylvestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Herrm., Rosa sylvestris var. ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desv.) Heinr.Braun, Rosa sylvestris var. repens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Scop. ex Chevall.) Heinr.Braun, Rosa sylvestris var. rothii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Seidl) Heinr.Braun.

Rosa arvensis gehört zur Sektion Synstylae aus der Untergattung Rosa innerhalb der Gattung Rosa.

Verwendung[Bearbeiten]

Sorten der Feld-Rose können in den gemäßigten Gebieten in Parks und Gärten entlang von Mauern und Zäunen, an Rankgerüsten oder in größeren Pflanzkübeln verwendet werden.

Züchtung[Bearbeiten]

Aus der Wildrose Rosa arvensis wurde die Ayrshire-Rose, mit gefüllten weißen oder hellroten Blüten, und die Rambler-Rosen gezüchtet. Auch Hybriden von Rosa arvensis mit der Büschel-Rose (Rosa multiflora) und Rosa setigera kommen vor.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Schultheis: Rosen: die besten Arten und Sorten für den Garten. Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-6601-1.
  • Royal Horticultural Society (Hrsg.), Charles Quest-Ritson, Brigid Quest-Ritson (Übersetzung durch Susanne Bonn): Rosen: die große Enzyklopädie. Dorling Kindersley, Starnberg 2004, ISBN 3-8310-0590-7, S. 41.
  • Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle: Was blüht denn da? Die Enzyklopädie: über 1000 Blütenpflanzen Mitteleuropas. Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10326-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Roloff2014"> Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze: Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. 4. Auflage, Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim), 2014, ISBN 978-3-8001-8246-6.</ref> <ref name="Aichele2000"> Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band 2, 2., überarbeitete Auflage. Franckh-Kosmos-Verlag, 2000, ISBN 3-440-08048-X.</ref> <ref name="Sebald1993"> Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 2: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Dilleniidae): Hypericaceae bis Primulaceae. 2., erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3323-7.</ref> <ref name="Oberdorfer"> </ref> <ref name="Ellenberg"> </ref> <ref name="FloraWeb"> Kriechende Rose auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 50–51.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Feld-Rose (Rosa arvensis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien