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Ferberit

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Ferberit
Datei:Ferberite - Panasqueira mines, Beira Baixa, Portugal.jpg
Schwarze Ferberitkristalle mit Muskovit aus Panasqueira-Minen, Beira Baixa, Portugal
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Feb<ref name="Warr">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Chemische Formel FeWO4<ref name="StrunzNickel" /> oder auch Fe2+WO4<ref name="Lapis" />
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Oxide und Hydroxide
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

IV/D.08
IV/D.16-020

4.DB.30
48.01.01.02
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol Vorlage:Kristallklasse<ref name="Webmineral" />
Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe<ref name="StrunzNickel" />
Gitterparameter a = 4,72 Å; b = 5,70 Å; c = 4,96 Å
β = 90°<ref name="StrunzNickel" />
Formeleinheiten Z = 2<ref name="StrunzNickel" />
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 4 bis 4,5<ref name="Handbookofmineralogy" />
Dichte (g/cm3) gemessen: 7,58; berechnet: 7,60<ref name="Handbookofmineralogy" />
Spaltbarkeit vollkommen nach {010}; Absonderungen nach {100} und {102}<ref name="Handbookofmineralogy" />
Bruch; Tenazität uneben; spröde<ref name="Handbookofmineralogy" />
Farbe schwarz
Strichfarbe braunschwarz bis schwarz
Transparenz undurchsichtig, nahezu opak
Glanz Metallglanz
Kristalloptik
Brechungsindizes nα 2,255<ref name="Mindat" />
nβ 2,305<ref name="Mindat" />
nγ 2,414<ref name="Mindat" />
Doppelbrechung δ 0,159<ref name="Mindat" />
Optischer Charakter zweiachsig positiv
Achsenwinkel 2V = 66°<ref name="Mindat" />

Ferberit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“ mit der chemischen Zusammensetzung FeWO4<ref name="StrunzNickel" /> und ist damit chemisch gesehen Eisenwolframat.

Ferberit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und entwickelt vorwiegend kurze, prismatische bis tafelige Kristalle, kommt aber auch in Form körniger bis massiger Aggregate vor. Die nahezu undurchsichtigen (opaken) Kristalle sind von schwarzer Farbe mit metallischem Glanz auf den Oberflächen. Auf der Strichtafel hinterlässt das Mineral einen braunschwarzen bis schwarzen Strich.

Ferberit ist eines der Endglieder der Wolframit-Mischreihe, dessen anderes Endglied Hübnerit bildet.

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Moritz Rudolph Ferber (1805-1875).jpg
Moritz Rudolph Ferber
Datei:Ferberite-Quartz-165736.jpg
Tafeliger Ferberit mit aufgewachsenem Quarz aus der Grube Yaogangxian, Yizhang, Hunan, China (Größe: 4,9 cm × 4,4 cm × 2,9 cm)

Benannt wurde das Mineral nach Moritz Rudolph Ferber (1805–1875), einem deutschen Hobbymineralogen aus Gera. Erstmals gefunden und beschrieben wurde es 1863.<ref name="Mindat" />

Klassifikation[Bearbeiten]

In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz gehörte der Ferberit zur Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort zur Abteilung „MO2- und verwandte Verbindungen“, wo er gemeinsam mit Hübnerit, Sanmartinit und Wolframit sowie im Anhang mit Raspit in der „Wolframit-Reihe“ mit der Systemnummer IV/D.08 steht.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer IV/D.16-020. Dies entspricht der Klasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort der Abteilung „Oxide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Sauerstoff = 1 : 2 (MO2 und verwandte Verbindungen)“, wo Ferberit zusammen mit Heftetjernit, Huanzalait, Hübnerit, Rossovskyit, Sanmartinit und Wolframo-Ixiolith (D) die „Wolframitreihe“ mit der Systemnummer IV/D.16 bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte<ref name=IMA-Liste-2009 /> 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Ferberit in die Klasse der „Oxide (Hydroxide, V[5,6]-Vanadate, Arsenite, Antimonite, Bismutite, Sulfite, Selenite, Tellurite, Iodate)“ und dort in die Abteilung „Metall : Sauerstoff = 1 : 2 und vergleichbare“ ein. Hier ist das Mineral in der Unterabteilung „Mit mittelgroßen Kationen; Ketten kantenverknüpfter Oktaeder“ zu finden, wo es zusammen mit Heftetjernit, Hübnerit, Krasnoselskit, Magnesiowolframit und Sanmartinit die „Wolframit-Gruppe“ mit der Systemnummer 4.DB.30 bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Ferberit die System- und Mineralnummer 48.01.01.02. Das entspricht der Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort der Abteilung „Molybdate und Wolframate“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Wasserfreie Molybdate und Wolframate mit A XO4“ in der Gruppe „Wolframit-Reihe“, in der auch Wolframit, Hübnerit, Sanmartinit und Heftetjernit eingeordnet sind.

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Ferberit kristallisiert monoklin in der Vorlage:Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 4,72 Å, b = 5,70 Å und c = 4,96 Å; β = 90° sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="StrunzNickel" />

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Datei:Ferberite-Pyrite-244500.jpg
Ferberit-Kristallgruppe mit aufgewachsenen Pyritkristallen aus der westlichen Lagerstätte Kara-Oba, Hungersteppe (Betpak-Dala), Gebiet Qaraghandy, Kasachstan (Größe: 4,8 cm × 4,7 cm × 3,5 cm)

Ferberit bildet sich entweder durch hydrothermale Vorgänge in Greisen oder in Skarnen oder in magmatischen Gesteinen wie Pegmatiten oder Graniten. Begleitminerale sind Kassiterit, Quarz, Scheelit und verschiedene Sulfide.

Fundorte sind unter anderem Tamanrasset in Algerien; New South Wales, Queensland, South Australia, Tasmanien und Victoria in Australien; verschiedene Provinzen in Bolivien, Brasilien, der Volksrepublik China; Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Deutschland; New Brunswick, Nova Scotia und Yukon in Kanada; Maniema in der Demokratischen Republik Kongo; Kärnten und Salzburg in Österreich; Böhmen und Mähren in Tschechien; sowie Arizona, Arkansas, Colorado, Connecticut, Kalifornien und andere Staaten in den USA.<ref name="Fundorte" />

Verwendung[Bearbeiten]

Ferberit ist ein wichtiges Erz zur Gewinnung von Wolfram.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • K. L. Th. Liebe: Ein neuer Wolframit. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie. 1863, S. 641–653 (PDF 554,2 kB).
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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ferberite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Handbookofmineralogy"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Fundorte"> Fundortliste für Ferberit beim Mineralienatlas und bei Mindat </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,9 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2024; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Lapis"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Mindat"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) </ref> <ref name="StrunzNickel"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Webmineral"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) </ref> </references>