Zum Inhalt springen

Ferdinand Bausback

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Dr. Fred Bausback & wife LCCN2014719344.jpg
Ferdinand Bausback und seine Frau (1926)

Ferdinand Bausback (* 18. November 1884 in Karlsruhe; † 4. September 1948) war ein deutscher Bankier, Medienmanager und Verleger.

Unternehmer[Bearbeiten]

Bausback war Direktor der Württembergischen Vereinsbank und blieb dies auch nach der Übernahme der Bank durch die Deutsche Bank bis 1927. Er kooperierte in dieser Funktion eng mit Emil Georg von Stauß, dem Generaldirektor der Deutschen Bank. Unter anderem spielte er eine wichtige Rolle bei der Fusion von Benz & Cie. und der Daimler-Motoren-Gesellschaft zur Daimler-Benz AG, in deren Aufsichtsrat er saß,<ref>'Die Deutsche Bank in Stuttgart 1924–1999' S. 71 [1]</ref> im Jahr 1926.<ref>Austrian Banks in the Period of National Socialism, S. 111 [2]</ref> 1926 wurde er Generaldirektor der damals schwer angeschlagenen UFA,<ref>KINO - DAS GROSSE TRAUMGESCHÄFT Der Spiegel 47/1950</ref> bei der er vorher im Aufsichtsrat saß.<ref>Universus-Film Aktiengesellschaft – Reichsmarkeröffnungsbilanz vom 1. Juni 1924</ref> Mitte 1927 stellte er sich nicht zur Wiederwahl und kehrte zur Deutschen Bank zurück, diesmal als Leiter der Filiale in Frankfurt am Main.<ref>Vossische Zeitung 14. April 1927 MA, Finanz- & Handelsblatt, S. 1; 23. April 1927 AA, Finanz- & Handelsblatt, S. 1; sowie 29. Juni 1927 MA, Finanz- & Handelsblatt, S. 1</ref> Nach einem Jahr wechselte er zur Berliner Privatbank Hugo Oppenheim & Sohn und wurde für drei Jahre deren Teilhaber,<ref>Vossische Zeitung 2. Mai 1928 AA, Finanz- & Handelsblatt, S. 1; 2. Juli 1928 AA, 1. Beilage, S. 2</ref> bevor er im September 1931 in den Vorstand des Ullstein-Verlags eintrat, dessen Aufsichtsratsvorsitzender er von 1933 bis 1938 wurde.<ref>Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert, De Gruyter, 2015, ISBN 978-3598248061, S. 186 [3]</ref> Bei der Umwandlung des Ullstein-Verlags in die Kommanditgesellschaft Deutscher Verlag im Jahr 1938 wurde er zusammen mit Max Winkler persönlich haftender Gesellschafter.<ref>Deutscher Verlag, Berlin</ref><ref>Philipp Semmelmayer: Kommanditgesellschaftsrecht im Nationalsozialismus. 1. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2025, ISBN 978-3-16-164330-9.</ref> Die Übernahme der Funktion als persönlich haftender Gesellschafter durch Bausback bei der Umwandlung des Ullstein-Verlags steht für die Praxis, wie Unternehmen in der NS-Zeit ihre Rechtsform anpassten und Führungspersonen wie Bausback diese Veränderungen mittrugen.<ref>Philipp Semmelmayer: Kommanditgesellschaftsrecht im Nationalsozialismus. 1. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2025, ISBN 978-3-16-164330-9.</ref> Von 1942 an war er auch Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Metallwarenfabrik.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.deVerbeugung vor den Opfern (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) swp.de</ref>

Trivia[Bearbeiten]

Bausback übernahm nach der Flucht von Carl und Alice Zuckmayer die Henndorfer Villa der Eheleute.<ref>Salzburg: Ein Bundesland vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart, Haymon Verlag, ISBN 3709971284, [4]</ref>

Weitere Mandate[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein