Zum Inhalt springen

Ferdinand Gail

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Georg Karl Ferdinand Gail (* 19. Juli 1826 in Gießen; † 23. Oktober 1885 ebenda) war ein hessischer Tabakfabrikant sowie Politiker und Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen.

Leben[Bearbeiten]

Ferdinand Gail war der Sohn des Tabakfabrikanten Georg Philipp Gail (1785–1865) und dessen Ehefrau Marie Susanne Johannette, geborene Busch (1791–1841). Ferdinand Gail, der evangelischen Glaubens war, heiratete 1852 Karoline Luise Elisabeth Friederike Auguste Gail, geborene Drescher (1831–1870).<ref>„Gail, Georg Karl Ferdinand“, in: Hessische Biografie</ref> Ferdinand Gail war Tabakfabrikant und Teilhaber der Gail’schen Zigarrenfabrik in Gießen.

Von 1862 bis 1865 gehörte er der Zweiten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen an. Er wurde für den Wahlbezirk der Stadt Gießen gewählt. Daneben war er Stadtverordneter in Gießen.

Gailsche Villa[Bearbeiten]

Datei:Giessen Wilhelmstraße 20 61254.png
Gailsche Villa

1866 ließ er sich durch den Architekten Hugo von Ritgen die Gailsche Villa in der Wilhelmstraße 16–20 (⊙{{#coordinates:50.578006|8.668821||dim=|name=Wilhelmstraße 16-20|region=DE-HE|type=building}}) in Gießen erbauen. Diese Fabrikantenvilla war während der Besatzungszeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Sitz der amerikanischen Militärbehörde.<ref>Villa Gail in Gießen: Eine versteckte Sehenswürdigkeit, die kaum jemand kennt (Gießener Allgemeine Zeitung, 5. Januar 2022)</ref> Die Villa wird seit 1956 von der Justus-Liebig-Universität Gießen genutzt und steht unter Denkmalschutz.<ref>Gailsche oder Rinnsche Villa</ref><ref>Bestand: Foto- und Bildersammlung Stadtarchiv Gießen</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen (= Darmstädter Archivschriften. Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 107.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 139.
  • Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933 (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 19 = Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission. NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, S. 327.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Wilhelm Balser (1820–1824) | Georg Haberkorn (1826–1830) | Georg Wilhelm Friedrich Heyer (1832–1833) | Karl Hess (1834) | August Ritgen (1835–1841) | Friedrich Jakob Schmitthenner (1841–1845) | Joseph Hillebrand (1847–1849) | Carl Vogt (1849–1850) | Reinhard Frank (1850) | Friedrich Ludwig Klipstein (1851–1862) | Ferdinand Gail (1862–1865) | August Hess (1865–1873) | Wilhelm Oncken (1873–1875) | Rudolf Hirschhorn (1875–1878) | Karl Muhl (1878–1884) | August Metz (1884–1899) | Egidius Gutfleisch (1899–1911) | Wilhelm Grünewald (1911–1918)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein