Zum Inhalt springen

Filip Kaczmarek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Polish presidential election 2010, Poznań (27) - Kaczmarek.JPG
Filip Kaczmarek (2010)

Filip Andrzej Kaczmarek (* 22. November 1966 in Posen) ist ein polnischer Politiker (KLD, UW, PO). Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Sejm in dessen I. Wahlperiode und von 2004 bis 2014 dem Europaparlament an.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Kaczmarek studierte an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen Geschichte und schloss dieses 1991 ab. Von 1993 bis 1995 arbeitete er bei Głos Wielkopolski. Anschließend war er bis 2002 für Telewizja Polska tätig. 2005 wurde er von der Adam-Mickiewicz-Universität mit der Arbeit „Programme and Activities of the Liberal-Democratic Congress (1990-1994)“ zum Doktor der Politischen Wissenschaft promoviert. 2018 folgte die Habilitation an derselben Universität mit der Arbeit „Dylematy polityki rozwojowej Unii Europejskiej wobec Afryki Subsaharyjskiej w latach 2000-2015“.<ref>Übersicht auf nauka-polska.pl, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref> Von 2005 bis 2012 war er Assistenzprofessor am Collegium Da Vinci in Posen und später an der Wirtschaftsuniversität Poznań. Dort wurde er 2019 zum außerordentlichen Professor ernannt. Er ist seit 2020 Präsident der Wissenschaftsgesellschaft Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk. Zudem gehört er den Museumsräten des Museums der Ursprünge des polnischen Staates in Gniezno und des Nationalmuseums<ref>Übersicht auf www.infor.pl, abgerufen am 17. Februar 2025.</ref> in Posen, sowie dem Programmrat von TVP 3 Poznań<ref>„Rada Programowa TVP3 Poznań“ auf poznan.tvp.pl, abgerufen am 3. September 2025.</ref> an.

Politik[Bearbeiten]

Während seines Studiums war Kaczmarek Vorsitzender des Unabhängigen Studentenverbandes (NZS) an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen. Er leitete 1990 die Besetzung der Woiwodschaftszentrale der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei.<ref>„Uniwersytet sprzedaje Collegium Historicum“ in poznan.wyborcza.pl, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref> 1991/92 war er Vorsitzender des NZS auf gesamtstaatlicher Ebene.<ref>„Historia Niezależnego Zrzeszenia Studentów“ in nzs.org.pl, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref> 1990 trat er dem Kongres Liberalno-Demokratyczny (KLD) bei, für den er bei ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 über die gesamtpolnische Verteilung in den Sejm gewählt wurde.<ref>Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 504.</ref> Als der KLD bei der Wahl 1993 an der neu eingeführten Sperrklausel scheiterte, schied er aus dem Parlament aus.<ref>Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 610.</ref> Die Partei schloss sich daraufhin 1994 mit der Unia Demokratyczna (UD) zur Unia Wolności (UW) zusammen. Von 1998 bis 2002 war er Stadtrat in Posen. 2001 trat er zur neugegründeten Platforma Obywatelska (PO) über, für die er bei den Selbstverwaltungswahlen 2002, den Wiedereinzug in den Stadtrat verfehlte.<ref>Ergebnis, abgerufen am 30. Mai 2025.</ref> Für die PO war er 2004 bis 2014, als er nicht erneut antrat, Abgeordneter des Europäischen Parlaments.<ref>Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9607.</ref><ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 17. Februar 2025.</ref> Von 2010 bis 2015 war er Vorsitzender der PO in Posen.<ref>„Filip Kaczmarek ponownie szefem PO w Poznaniu“ in wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 2018 verpasste er zunächst einen Sitz im Woijwodschaftssejmik der Woiwodschaft Großpolen,<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 17. Februar 2025.</ref> rückte aber 2019 nach, nachdem Joanna Jaśkowiak in den Sejm gewählt worden war.<ref>„Po wyborach do Sejmu - zmiany w Sejmiku!“ auf radiopoznan.fm, abgerufen am 17. Februar 2025.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 2024 wurde er nicht wiedergewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 17. Februar 2025.</ref>

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Filip Kaczmarek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein