Filz-Flockenblume
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| Filz-Flockenblume | ||||||||||||
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| Datei:Centaurea triumfettii 3.jpg
Filz-Flockenblume (Cyanus triumfettii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cyanus triumfettii | ||||||||||||
| (All.) Á.Löve & D.Löve |
Die Filz-Flockenblume (Cyanus triumfettii, Syn.: Centaurea triumfettii), auch Bunt-Flockenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Cyanus innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Die Bestimmung dieser Pflanzenart erweist sich als schwierig, da sie schnell zu Hybridisierungen (Bastardbildungen) neigt. Dadurch entstehen schwer zu unterscheidende Kleinarten. Gelegentlich findet man sie als Zierpflanze in Gärten und Parks.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Filz-Flockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 60 Zentimetern erreicht.<ref name="Hegi1987" /> Das Rhizom ist kurz kriechend und weißlich behaart. Der Stängel ist aufrecht oder aufsteigend und einfach, selten am oberen Ende mit wenigen kurzen einköpfigen Ästen.<ref name="Hegi1987" />
Ihre Laubblätter sind ungeteilt und eiförmig bis schmal-lanzettlich, sowie beiderseits oder wenigstens unterseits graufilzig behaart. Sie sind ganzrandig oder die unteren weitbuchtig gezähnt. Die unteren Laubblätter sind auch gestielt.<ref name="Hegi1987" /> Die mittleren und oberen Laubblätter sind deutlich am Stängel kurz herablaufend.<ref name="Hegi1987" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die einzelnen, endständigen, kurz gestielten Körbe enthalten Röhrenblüten, blauen Randblüten und violett bis leuchtend purpurfarbene Scheibenblüten. Im Gegensatz zur Berg-Flockenblume sind die Fransen der Hüllblätter meist hell und fast doppelt so lang wie die Breite des bräunlichen Hüllblattrandes. Die Hülle ist bei einer Länge von 15 bis 18 Millimetern sowie einem Durchmesser von 12 bis 25 Millimetern eiförmig.<ref name="Hegi1987" /> Die Hüllblätter sind grün, an der Spitze oft rot überlaufen. Die Anhängsel der mittleren Hüllschuppen sind dunkel-braun, schwarz oder bleich. Sie sind regelmäßig kammartig gefranst. Sie besitzen auf jeder Seite 8 bis 14 Fransen, die bis 7 Millimeter lang sind.<ref name="Hegi1987" /> Die Randblüten sind strahlend und stark verlängert.<ref name="Hegi1987" />
Die Achänen sind etwa 4,5 Millimeter lang und der Pappus ist 1 bis 1,5 Millimeter lang.<ref name="Hegi1987" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22 oder 44.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Die Filz-Flockenblume kommt in Frankreich, der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Italien vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> In Deutschland kommt sie nur an wenigen Fundorten in Süddeutschland und dem Alpenraum natürlich vor. In Österreich kommt sie zerstreut in den südlichen und östlichen Bundesländern (Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland) vor. Sie steigt in Südtirol in Höhenlagen bis 1930 Meter, in Kärnten bis 2000 Meter auf.<ref name="Hegi1987" /> In der Schweiz ist sie im Tessin und im Wallis heimisch und wächst dort kollin bis subalpin an trockenen Hängen und in lichten Wäldern.<ref name="InfoFlora" />
Sie besiedelt Halbtrockenrasen, Säume und lichte Wälder. Sie ist licht- und wärmeliebend und kommt von der Ebene bis in den subalpinen Bereich vor. Sie gedeiht in Pflanzengesellschaften der Verbände Geranion sanguinei, Carpinion, Caricion ferrugineae, Polygono-Trisetion oder der Ordnung Quercetalia pubescentis.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w (frisch aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1773 unter dem Namen (Basionym) Centaurea triumfetti durch Carlo Allioni in Auctuarium ad Synopsim Methodicam Stirpium Horti Regii Taurinensis ..., Seite 16. Die Neukombination zu Cyanus triumfettii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Á.Löve & D.Löve wurde 1961 durch Áskell Löve und Doris Löve in Botaniska Notiser, Band 114, Seite 44 veröffentlicht. Das Artepitheton triumfettii ehrt den italienischen Arzt und Botaniker Giovanni Battista Triumfetti (1656–1708). Die Filz-Flockenblume wird zusammen mit der Kornblume und der Berg-Flockenblume der Gattung Cyanus zugeordnet.
Je nach Autor gibt es von Cyanus triumfettii einige Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Cyanus triumfettii subsp. axillaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Čelak.) Štěpánek (Syn.: Centaurea triumfettii subsp. aligera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dostál nom. illeg.): Sie kommt in Portugal, Spanien, Frankreich, der Schweiz, Italien, Sizilien, auf der Balkanhalbinsel, in der Slowakei, in Rumänien und in Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" /> Je nach Autor wird sie als eigenständige Art Centaurea axillaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. angesehen.
- Cyanus triumfettii subsp. nanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ten.) Greuter: Sie kommt nur in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Cyanus triumfettii subsp. strictus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Waldst. & Kit.) Dostál: Sie kommt in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Montenegro, Bulgarien, Rumänien und in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" />
- Cyanus triumfettii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Á.Löve & D.Löve subsp. triumfettii: Sie kommt in Frankreich, Deutschland, in der Schweiz, in Italien, Rumänien und Albanien vor.<ref name="Euro+Med" />
Literatur[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="InfoFlora"> Centaurea triumfettii All. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Cyanus triumfettii In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Hegi1987"> Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, S. 967–969. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9.</ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 791. </ref> </references>