Finanzcheck.de
| Sprachen | Deutsch |
|---|---|
| Sitz | Hamburg |
| Gründer | Moritz Thiele |
| Betreiber | FFG Finanzcheck Finanzportale GmbH |
| Online | seit 2010 |
| https://www.finanzcheck.de/ | |
Finanzcheck.de ist ein deutschsprachiges Vergleichsportal. Es wurde 2010 gegründet und ist auf die Vermittlung von Ratenkrediten an Privatkunden spezialisiert. Ab 2018 Teil von Scout24 und AutoScout24, gehört Finanzcheck seit 2021 zu Smava.
Geschichte[Bearbeiten]
Finanzcheck wurde 2010 von Moritz Thiele entwickelt und konzentrierte sich zunächst auf den Vergleich privater Krankenversicherungen. Ende 2011 verlegte sich der Schwerpunkt auf Ratenkredite.<ref>Volker Mester: In acht Jahren zum Millionär. In: Hamburger Abendblatt. 29. Juni 2019, S. 7.</ref> Im Gegensatz zu Mitbewerbern wurde auf Schwarmfinanzierungen verzichtet. Stattdessen vermittelte Finanzcheck von Beginn an Ratenkredite klassischer Banken, vor allem überregional tätiger Institute.<ref>Steffen Preißler: Per Mausklick zum Ratenkredit. In: Die Welt. Ausgabe Hamburg. 9. Dezember 2014, S. 27.</ref>
Im Wettbewerb mit Auxmoney, Check24, Smava und anderen etablierte sich Finanzcheck als relevanter Marktteilnehmer. Größere Aufmerksamkeit erhielt das Angebot eines Kredits über 1.000 Euro, dessen Rückzahlung vollständig vom Anbieter übernommen wurde.<ref>Stefanie Kemmer: Absurdes Angebot: Dieser Kreditanbieter will nicht, dass ihr ihm das geliehene Geld zurückzahlt. In: Business Insider. 28. Februar 2018, abgerufen am 12. November 2025.</ref> Um neue Kundenkreise zu erschließen, eröffnete Finanzcheck 2018 seine erste Filiale in der Hamburger Neustadt.<ref>Finanzcheck eröffnet Filiale in der Innenstadt. In: Hamburger Abendblatt. 24. April 2018, S. 6.</ref>
In den ersten Jahren des Bestehens schrieb Finanzcheck kontinuierlich Verluste. 2018 verkauften die Gründer und Investoren das Portal für 285 Millionen Euro an Scout24.<ref>Nils Wischmeyer: Vergleich macht reich. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Juli 2018, S. 19.</ref> Finanzcheck wurde in die Sparte von AutoScout24 integriert,<ref>Scout24 integriert Finanzcheck.de. In: Stuttgarter Zeitung. 20. Juli 2019, S. 16.</ref> insbesondere zur Finanzierung von Autokäufen. Unter dem Dach der Gruppe wurde auf Grundlage von Finanzcheck das Schwesterportal FinanceScout24 entwickelt.
Ende 2019 erwarb die Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman die Mehrheit an AutoScout24 einschließlich Finanzcheck.<ref>Vergleichsportale: Investor kauft AutoScout24 und Finanzcheck für 2,9 Milliarden Euro. In: Der Spiegel. 17. Dezember 2019, abgerufen am 12. November 2025.</ref> Hintergrund war die lange angestrebte Aufspaltung der Scout24-Gruppe.<ref>Larissa Holzki: Scout24 steht vor der Aufspaltung. In: Handelsblatt. 17. Dezember 2019, S. 19.</ref> 2021 wurde Finanzcheck an Smava weiterveräußert,<ref>Kreditvermittler Smava übernimmt Konkurrenten Finanzcheck. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Februar 2021, abgerufen am 12. November 2025.</ref> blieb aber Partner von AutoScout24. Die neuen Eigentümer konnten so die Bewertung des Unternehmens entscheidend verbessern.<ref>Kreditvermittler Smava übernimmt Konkurrenten Finanzcheck. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Februar 2021, abgerufen am 12. November 2025.</ref>
Gegenwart[Bearbeiten]
Finanzcheck ermöglicht den Vergleich von Verbraucherkrediten zur freien Verwendung, zur Umschuldung bestehender Kredite, für die Finanzierung von Auto- und Immobilienkäufen oder andere Zwecke. Das Portal agiert als Vermittler, der Anfragen bündelt und an ein Portfolio angeschlossener Finanzinstitute wie Banken und Sparkassen weiterleitet. Einnahmen werden primär durch Provisionen generiert, die Finanzcheck von Kreditanbietern bei einem erfolgreichen Abschluss erhält.
Betreiberin des Portals Finanzcheck ist die FFG Finanzcheck Finanzportale GmbH mit Sitz in Hamburg. Es handelt sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der smava GmbH mit Sitz in Berlin. Auf Finanzcheck entfällt rund ein Drittel des Geschäftsvolumens der Smava-Gruppe.<ref>Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022. In: Unternehmensregister. Abgerufen am 12. November 2025.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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