Zum Inhalt springen

Finn Karlsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Vicelandsstyreformand Finn Karlsen (A) talar vid Nordiska Radets session i Helsingfors 2008-10-28.jpg
Finn Karlsen (2008)

Finn Karlsen (* 1. August 1952 in Upernavik)<ref name="ggb">Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 2001/02. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 2001, ISBN 978-87-89685-16-8, S. 61.</ref> ist ein grönländischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Finn Karlsen ist der Sohn der Kindergärtnerin Mina Hansen. Er ist mit der Küchenleiterin Heidi Sikemsen (* 1963) liiert.<ref name="ggb"/>

Er wurde zum Handelsassistenten ausgebildet. Ab 1975 war er Jugendsportleiter. Von 1979 bis 1983 war er Hallenassistent in Qaqortoq und von 1981 bis 1983 Halleninspektor in Paamiut. Anschließend war er bis 2003 als Halleninspektor in Narsaq tätig.<ref name="ggb"/><ref name="cv">CV. Naalakkersuisut (archiviert).</ref>

1989 wurde er für die Atassut in den Gemeinderat der Gemeinde Narsaq gewählt. Bei der Parlamentswahl 1995 wurde er erstmals ins Inatsisartut gewählt und 1999 und 2002 wiedergewählt.<ref name="dnl">Ulrik Gad: Finn Karlsen. Danmarks Nationalleksikon.</ref> Von Januar bis September 2003 war er Minister für Erwerb und Rohstoffe im Kabinett Enoksen II,<ref name="naalakkersuisut">Landsstyre og Naalakkersuisut gennem tiderne. Opgørelse over medlemmer af Landsstyre og Naalakkersuisut fra den 7. maj 1979 til den 23. november 2021. Naalakkersuisut (archiviert).</ref> wofür er aus dem Gemeinderat ausschied. 2005 wurde er Vorsitzender der Atassut,<ref name="dnl"/> wurde in den Rat der Gemeinde Nuuk und bei der Parlamentswahl 2005 erneut ins Inatsisartut gewählt.<ref name="cv"/> Dazu wurde er im Dezember 2005 zum Minister für Fischerei und Jagd im Kabinett Enoksen IV ernannt. Im November 2006 übernahm er auch das Landwirtschaftsressort. Er behielt sein Ministerium auch im Kabinett Enoksen V von 2007 bis 2009.<ref name="naalakkersuisut"/> Auch 2009 wurde er wiedergewählt.<ref name="valg">Wahlergebnisse in Grönland. valg.gl.</ref> Nach der Wahl trat er von seinem Posten als Parteivorsitzender zurück.<ref>Karsten Sommer: Finn Karlsen har trukket sig som Atassuts formand. Kalaallit Nunaata Radioa (16. Juni 2009).</ref>

2010 wechselte er zur Siumut.<ref name="dnl"/> Bei der Wahl 2013 zog er für seine neue Partei erneut ins Inatsisartut ein.<ref name="valg"/> Im Januar 2014 wurde er wieder zum Minister für Fischerei, Jagd und Landwirtschaft im Kabinett Hammond II ernannt. Nach dem Rücktritt Aleqa Hammonds als Premierministerin im Oktober 2014 blieb er noch bis Dezember 2014 im vorübergehenden Kabinett unter Kim Kielsen, wo er zusätzlich das Ministerium für Erwerb, Rohstoffe und Arbeitsmarkt übernahm.<ref name="naalakkersuisut"/>

Bei der folgenden Parlamentswahl verpasste er erstmals seit knapp 20 Jahren den Einzug ins Parlament. Auch bei der Kommunalwahl 2017, wo er erstmals seit 2005 wieder kandidierte, konnte er keinen Sitz erreichen. Bei der Parlamentswahl 2018 trat er für die Partii Naleraq an, erhielt aber nur noch 14 Stimmen. Bei der Wahl 2021 erhielt er 20 Stimmen für die Naleraq. Bei der Kommunalwahl 2021 konnte er den zweiten Nachrückerplatz der Naleraq in der Kommuneqarfik Sermersooq erreichen.<ref name="valg"/> Mit dem Rücktritt von Pele Broberg rückte er im Herbst 2023 in den Kommunalrat auf.<ref>Christine Hyldal, Mads Malik Fuglsang Holm: Pele Broberg flytter til Sisimiut og forlader kommunalbestyrelse. Kalaallit Nunaata Radioa (29. September 2023).</ref> Bei der Parlamentswahl 2025 erhielt er nur noch vier Stimmen. Bei der Kommunalwahl 2025 erreichte er nur den sechsten Nachrückerplatz seiner Partei in der Kommuneqarfik Sermersooq.<ref name="valg"/>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein