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Firschnitzbach

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Firschnitzbach
Datei:Firschnitzbach, Dorf Virgen, Osttirol 03.jpg
Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-374-64-36
Lage Osttirol
Flusssystem Donau
Abfluss über Isel → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle südlich der Firschnitzscharte (Virger Nordkette)
47° 2′ 15″ N, 12° 27′ 24″ O
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Quellhöhe ca. 2610 m ü. A.<ref>Tiroler Rauminformationssystem</ref>
Mündung südlich von Virgen-Dorf in die IselKoordinaten: 46° 59′ 46″ N, 12° 27′ 30″ O
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Mündungshöhe 1087 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 1523 m

Einzugsgebiet 4,6 km²<ref name="Flächenverzeichnis">Vorlage:HydrographischeBeitraegeOesterreich</ref>
Gemeinden Virgen

Der Firschnitzbach ist ein Bach in der Gemeinde Virgen (Bezirk Lienz). Er mündet südlich von Virgen-Dorf in die Isel.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Firschnitzbach entspringt südlich der Firschnitzscharte (2768 m ü. A.) in einem Talkessel der Virger Nordkette zwischen Zinizachspitze (2754 m ü. A.), Mittereggspitze (3044 m ü. A.), Nördlicher Göriacher Röte (3011 m ü. A.), Südlicher Göriacher Röte (3020 m ü. A.), Bretterspitze (3001 m ü. A.) und Pegömlspitze (2726 m ü. A.). Er fließt in der Folge nach Süden durch das Hochtal Firschnitz und nach Erreichen der Baumgrenze dann im Wald talwärts. Er passiert im Mittellauf die Allerheiligenkapelle und den Ort Marin auf dem rechten Hang und zieht danach durch Göriach und den Westen von Virgen-Dorf. Im Unterlauf passiert der Bach landwirtschaftlich genutzte Flächen, bevor er linksseitig in die untere Isel mündet.

Wildbachverbauung[Bearbeiten]

Am 4. August 2012 riss der Frischnitzbach eine Schlammlawine mit sich, die 22 Häuser beschädigte und acht Brücken- bzw. Fußgängerstege wegriss. Auch die Strom- und Trinkwasserversorgung war unterbrochen, so dass rund 1000 Haushalte vorübergehend ohne Strom waren.<ref>Kleine Zeitung vom 7. August 2012: „Schlammlawine verwüstete Virgen.“</ref> Laut später erfolgten Meldungen waren insgesamt 30 Objekte und 20 Landwirtschaften direkt betroffen, das Schadensvolumen wurde mit 2,3 Mio. Euro beziffert.<ref>Tiroler Tageszeitung vom 1. August 2013: „Folgen der Mure immer noch spürbar“</ref> Im Juli 2015 wurde mit Wildbach- und Lawinenverbauungen begonnen, um derartige Ereignisse am Firschnitzbach zu verhindern. Hauptteil des sechs Millionen Euro schweren Verbauungsprojekts war eine große Geschiebedosiersperre und ein Lawinenleitdamm. Die Kosten wurden zu rund 62 Prozent vom Bund getragen, 22 Prozent übernahm das Land, 10 Prozent die Gemeinde und sechs Prozent die Landesstraßenverwaltung.<ref>Kleine Zeitung vom 21. Juli 2015: „Sechs Millionen Euro für die Zähmung des Firschnitzbaches“</ref> Die 17,8 Meter hohe Geschieberückhaltesperre mit einer Gesamtspannweit von 75 Metern wurde 2016 fertiggestellt, das Gesamtprojekt soll bis Ende 2021 umgesetzt sein.<ref>Kleine Zeitung vom 20. Oktober 2016: „Firschnitzbach wird um sechs Millionen gezähmt“</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />