Fischkraut
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| Fischkraut | ||||||||||||
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| Datei:Groenlandia densa 01 by-dpc.jpg
Fischkraut (Groenlandia densa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Groenlandia | ||||||||||||
| J.Gay | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Groenlandia densa | ||||||||||||
| (L.) Fourr. |
Das Fischkraut (Groenlandia densa), auch Dichtlaichkraut, Dichtblättriges Laichkraut<ref name="FvÖ" /> oder Dichtes Laichkraut genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Groenlandia innerhalb der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Diese Wasserpflanze<ref name="FvÖ" /> ist im Süßwasser in Eurasien und Nordafrika weit verbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blatt[Bearbeiten]
Das Fischkraut wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet ein stängelähnliches, verzweigtes, meist bei einem Durchmesser von etwa 1 Millimeter dünnes Rhizom. Der Stängel ist 10 bis 30, selten bis zu 50<ref name="FvÖ" /> Zentimeter lang, in fließendem Wasser viel länger. Oft werden an den Stängeln weiße Nebenwurzeln gebildet.
Sie bildet nur untergetauchte (submerse) Laubblätter.<ref name="FvÖ" /> Die paarweise scheinbar gegenständigen dicht zusammenstehenden, sitzenden und stängelumfassenden Unterwasserblätter besitzen keine Blattscheide<ref name="FvÖ" /> und sind bei einer Länge von 10 bis 40 Millimetern sowie einer Breite von 3 bis 15 Millimetern eiförmig bis länglich-lanzettlich mit stumpfem oberen Ende.<ref name="FvÖ" /><ref name="FloraWeb" /> Von Groenlandia densa wurden auch Standortunterarten in rascher fließenden Gewässern beschrieben, die ziemlich schmalblättrig sind.
Blütenstand, Blüte und Frucht[Bearbeiten]
In Österreich und angrenzenden Gebieten liegt die Blütezeit zwischen Juni und August.<ref name="FvÖ" /> Seitenständig auf einem kurzen Blütenstandsschaft stehen in einem ährigen Blütenstand ein bis<ref name="FvÖ" /> vier<ref name="FloraWeb" /> Blüten zusammen, die nach der Anthese zurückgebogen sind. Die Blüte ist vierzählig.
Die dünnwandigen Früchte, stark abgeflacht und enden in einem hakenartig gebogenen Schnabel.<ref name="FloraWeb" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten]
Das Fischkraut ist in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet. In Europa verläuft die Nordgrenze bei etwa 57°. Die Ostgrenze des geschlossenen Verbreitungsgebietes verläuft in Europa bei etwa 19° östlicher Länge, weiter östlich sind nur vereinzelte, isolierte Vorkommen bekannt. Das Fischkraut kommt aber in Asien bis zum westlichen Iran vor.<ref name="WCSP" /> Es fehlt in weiten Gebieten Mitteleuropas ganz.
Diese in Deutschland einheimische Pflanze<ref name="Bildatlas" /> ist im Tiefland im Einzugsgebiet des Niederrheins und der Unterelbe, in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, im Schwäbisch-Fränkischen Jura, im Muschelkalk-Gebiet, im Alpenvorland und in den Alpen selten. In den Allgäuer Alpen kommt das Fischkraut in einem Teich oberhalb Sigiswang in einer Höhenlage von 970 Metern vor.<ref name="Dörr-Lippert2004" />
In Österreich kommt das Fischkraut zerstreut bis selten im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, in der Steiermark, in Salzburg, im nördlichen Tirol sowie Vorarlberg vor und ob es Kärnten noch vorkommt ist unsicher; in Wien gilt es als ausgestorben. Es kommt auch Südtirol und in Liechtenstein vor.<ref name="FvÖ" />
Das Fischkraut gedeiht am besten in langsam fließenden, sauberen, eher kühlen, nährsalzreichen und zumindest schwach kalkhaltigen oder wenigstens nicht sauren Gewässern. Es besiedelt Gräben und Bäche mit seichtem Wasser. Es bevorzugt Sand- oder Kiesböden, geht sehr selten auch auf verschlammte, leicht torfige Böden. Es braucht Licht und geht daher bei aufkommendem Röhricht ein.
Groenlandia densa ist Kennart im Verband Ranunculion fluitantis und hat einen weiteren Vorkommensschwerpunkt im Verband Potamogetonion pectinati.<ref name="FloraWeb" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5uf (untergetaucht im Bereich von fließendem Bodenwasser), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Groenlandia densa gilt in ganz Zentraleuropa als „stark gefährdet“.<ref name="FloraWeb" /> Für Deutschland wird ein Gefährdungsgrad von 2<ref name="FloraWeb" /> = „Stark gefährdet“ und für Bayern ein Gefährdungsgrad von 3 = „Gefährdet“ angegeben.<ref name="blumeninschwaben" /> In Österreich ist das Fischkraut „gefährdet“.<ref name="FvÖ" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter den Basionym Potamogeton densus durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 126.<ref name="SpPl" /> Ein Homonym Potamogeton densus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schwein. ex L.C.Beck, veröffentlicht in Botany of the Northern and Middle States, 1833, S. 268. Groenlandia wurde 1854 durch Jacques Étienne Gay in Comptes Rendus Hebdomadaires des Séances de l'Académie des Sciences, 38, S. 703<ref name="biodiversitylibraryGattung" /> aufgestellt. Die Neukombination zu Groenlandia densa erfolgte 1869 durch Jules Pierre Fourreau in Annales de la Société Linnéenne de Lyon, sér. 2, 17, S. 169.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Groenlandia ehrt den deutschen Botaniker Johannes Groenland (Jean Grönland) (1824–1891), der auch Apotheker und Pflanzenzüchter war und später Professor der Naturwissenschaften an der Landwirtschafts-Akademie in Dahme bei Potsdam wurde.<ref name="Burkhardt2016" />
Groenlandia densa ist die einzige Art der monotypischen Gattung Groenlandia innerhalb der Familie der Potamogetonaceae.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- P. García Murillo: CLXVI. POTAMOGETONACEAE - 2. Groenlandia, S. 85–87. In: S. Castroviejo & al. (Hrsg.): Flora Iberica, Volume 17, 2010, Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid. Volltext-PDF.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Groenlandia densa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraWeb"> Groenlandia densa (L.) Fourr., Dichtes Fischkraut auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="InfoFlora"> Groenlandia densa (L.) Fourr. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FvÖ"> Fischkraut / Dichtlaichkraut / Dichtblättriges Laichkraut bei Botanik im Bild / Flora von Österreich mit Auszügen aus der Exkursionsflora von Österreich .... </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 126, Digitalisat </ref> <ref name="biodiversitylibraryGattung"> Erstveröffentlichung der Gattung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="blumeninschwaben"> Datenblatt bei blumeninschwaben. </ref> <ref name="Bildatlas"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 102. </ref> <ref name="Burkhardt2016"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2016. ISBN 978-3-946292-10-4, Seite 414. doi:10.3372/epolist2016 </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, S. 19. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004, ISBN 3-930167-61-1. </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Fischkraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Verbreitung in den Niederlanden.
- Foto von Habitus und Laubblättern im Detail.