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Flaggendrongo

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Flaggendrongo
Datei:Racket-tailed Drongo 2431.jpg

Flaggendrongo (Dicrurus paradiseus)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Dicruridae
Gattung: Drongos (Dicrurus)
Art: Flaggendrongo
Wissenschaftlicher Name
Dicrurus paradiseus
(Linnaeus, 1766)

Der Flaggendrongo (Dicrurus paradiseus) ist ein südostasiatischer Singvogel.<ref>G. Rocamora, D. Yeatman-Berthelot und E. de Juana: Greater Racket-tailed Drongo (Dicrurus paradiseus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus paradiseus</ref><ref>P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF</ref>

Merkmale[Bearbeiten]

Von den 63 cm der Körperlänge entfallen alleine 35 cm auf den langen, gegabelten Schwanz, dessen verlängerte Außenfedern einen langen, drahtartigen Federkiel mit einer breiten Fahne am Ende, der Flagge, haben. Das dunkle Gefieder schimmert blaugrün. Ein anderes Kennzeichen ist die lockere, nach hinten gebogene Kopfhaube.
Der Ruf des Flaggendrongos klingt metallisch, der Gesang enthält melodische, pfeifende Töne, sowie Nachahmungen anderer Vögel.

Der auf Sri Lanka lebenden Unterart Dicrurus p. ceylonicus fehlen die verlängerten Schwanzfedern.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Flaggendrongos erstreckt sich von Indien ostwärts über den Himalaja bis nach Südchina und südwärts bis auf die Inseln Borneo, Java und Bali. Er lebt hauptsächlich in Regenwäldern und Bambuswäldern.

Verhalten[Bearbeiten]

Der Flaggendrongo ernährt sich vorwiegend von Insekten. Diese sucht er im Blätterwerk oder fängt sie im Flug. Er schließt sich oft Gruppen mit anderen insektenjagenden Vögeln an, um gemeinsam Insekten aus dem Pflanzenwuchs aufzuscheuchen und sie so leichter erbeuten zu können. Der Flaggendrongo gilt als aggressiv und furchtlos und greift auch größere Vögel an, wenn diese seine Brut bedrohen.

Auf den Nikobaren kooperieren Flaggendrongos mit Habichten und Nikobaren-Spitzhörnchen bei der Nahrungssuche.<ref>Kooperation mit dem Feind. In: wissenschaft.de. 9. Dezember 2009, abgerufen am 9. September 2019.</ref>

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Das schalenförmige Nest wird in der Astgabel eines hohen Baums aus pflanzlichem Material gebaut und mit Spinnweben verklebt. Das Gelege besteht aus drei bis vier Eiern.

Unterarten[Bearbeiten]

Bisher sind dreizehn Unterarten bekannt:<ref name="AviList">AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025</ref><ref>World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantails</ref>

Gefährdungssituation[Bearbeiten]

Der Flaggendrongo gilt als nicht gefährdet (Least Concern).<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Colin Harrison und Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersly Limited, London 1993, 2000, ISBN 3-8310-0785-3.
  • Bryan Richard: Vögel. Parragon, Bath 2006, ISBN 1-4054-5506-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Wikispecies: Flaggendrongo – Artenverzeichnis
Commons: Flaggendrongo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />