Flavocetraria
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| Flavocetraria | ||||||||||||
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| Datei:Flavocetraria cucullata 96870.jpg
Kapuzenflechte (Flavocetraria cucullata) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Flavocetraria | ||||||||||||
| Kärnefelt & A. Thell |
Die Gattung Flavocetraria umfasst drei Arten von Strauchflechten mit blassgelblichen Lappen, die ursprünglich zur Gattung Cetraria gezählt wurden. Sie sind arktisch-alpin verbreitet, finden sich jedoch auch vereinzelt auf der Südhalbkugel. Zwei Arten, die Kapuzenflechte und die Schneeflechte, kommen auch in Mitteleuropa vor.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Flechten der Gattung Flavocetraria sind bodenbewohnende Strauchflechten. Sie wachsen aufrecht mit flachen oder röhrigen, spärlich verzweigten Lappen. Ihre Photobionten gehören der Algengattung Trebouxia an. Auf der Unterseite der Lappen befinden sich Pseudocyphellen. Die Arten der Gattung haben braune, endständige Apothecien, die jedoch nur selten auftreten. Die Ascosporen sind einzellig und ellipsoid. Die randständigen, schwarzen Pyknidien produzieren kleine, hantelförmige Pyknosporen. Alle Arten enthalten u. a. Usninsäure.
Arten[Bearbeiten]
- Kapuzenflechte (F. cucullata)
- F. minuscula. Diese Art ähnelt einer kleinen Kapuzenflechte. Sie kommt von Ostsibirien bis Alaska vor.<ref>M. P. Zhurbenko, G. A. Laursen, D. A. Walker: New and rare lichenicolous fungi and lichens from the North American Arctic. In: Mycotaxon. Band 92, 2005, S. 201–212. (cybertruffle.org.uk)</ref>
- Schneeflechte (F. nivalis)
Systematik und Etymologie[Bearbeiten]
Kärnefelt und Thell stellten 1994 die blassgelblichen, dem Isländischen Moos ähnelnden Flechten in die eigene Gattung Flavocetraria. Typusart ist die Kapuzenflechte Flavocetraria cucullata.<ref>Ingvar Kärnefelt, Arne Thell, Tiina Randlane, Andres Saag: The genus Flavocetraria Kärnef. & Thell (Parmeliaceae) and its affinities. In: Acta Botanica Fennica. Band 150, 1994, S. 79–86.</ref> Der Name Flavocetraria leitet sich vom lateinischen Wort flavus „gelb“ und der Gattung Cetraria ab. Der Name Cetraria kommt vom lateinischen Wort caetra „kleiner leichter Lederschild“ und bezieht sich darauf, dass die Lagerabschnitte des Isländischen Mooses oft glänzend braun sind.<ref>Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel / Boston / Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6.</ref>
Quellen[Bearbeiten]
- V. Wirth, M. Hauck, M. Schultz: Die Flechten Deutschlands. Band 1, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8001-5903-1.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />