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Fleischskandal

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Fleischskandal steht für die Skandalisierung von widerrechtlich in Umlauf gebrachtem, für den menschlichen Verzehr ungeeignetem Fleisch. In Bezug auf Deutschland wird dieses umgangssprachlich als Gammelfleisch oder Ekelfleisch bezeichnet.

Widerrechtlich verwendete Produkte[Bearbeiten]

Das in Fleischskandalen widerrechtlich in Umlauf gebrachte Fleisch war:

Beispiele für Fleischskandale[Bearbeiten]

Die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungswirtschaft äußerte im September 2006 den Verdacht, dass eine weit größere Menge von 15.000 Tonnen an bisher nicht entdecktem Gammelfleisch im Verkehr sei.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Befürchtung der Ernährungswirtschaft: 15.000.000 Kilogramm Gammelfleisch (Memento vom 11. Februar 2011 im Internet Archive) Spiegel online, 16. September 2006</ref>

Pferdefleischskandal in Europa 2013[Bearbeiten]

Aushang an einer Tesco-Theke nach Bekanntwerden des Skandals
Aushang an einer Tesco-Theke nach Bekanntwerden des Skandals

Im Februar 2013 wurde nachgewiesen, dass es in mehreren Ländern Europas zur Verwendung von Pferdefleisch statt Rindfleisch bei der Herstellung von Lebensmitteln (z. B. Tiefkühllasagne, Burgern) kam.<ref>Artikel bei Spiegel Online, abgerufen am 14. Februar 2013</ref> Bei manchen der anschließenden Lebensmitteluntersuchungen wurde festgestellt, dass auch Fleisch zum Einsatz kam, das wegen einer Belastung mit dem Medikament Phenylbutazon ungeeignet für den menschlichen Verzehr ist.<ref>Artikel bei Spiegel Online, abgerufen am 14. Februar 2013</ref>

Schlachtung kranker Tiere in Polen 2019[Bearbeiten]

Ende Januar 2019 wurde in der polnischen Woiwodschaft Masowien durch investigativen Journalismus des Senders TVN24 ein Fall von Korruption bekannt, bei dem heimlich kranke Kühe geschlachtet und als gesund deklariert wurden.<ref>Kranke Kühe heimlich geschlachtet. In: schweizerbauer.ch. 28. Januar 2019, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Februar 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schweizerbauer.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Das Fleisch der erkrankten Tiere befand sich anschließend, nach bisherigem Stand, in Deutschland, Frankreich, Spanien, Estland, Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Schweden und in Portugal. Am 1. Februar 2019 wurde bekannt, dass die EU-Kommission Ermittlungen eingeleitet hat und der betroffene Schlachthof geschlossen wurde. Das Fleisch soll zurückverfolgt und vom Markt genommen werden. Ob sich das Rindfleisch bereits im Handel befand, wurde nicht bekannt.<ref>Brüssel ermittelt in polnischem Fleischskandal – 13 Länder sind betroffen. In: nzz.ch. 1. Februar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019.</ref><ref>10 Tonnen vergammeltes Rindfleisch aus Polen - 800 Kilo in Frankreich. In: de.euronews.com. 1. Februar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019.</ref>

Verbraucherschutz[Bearbeiten]

Datei:Swine inspection USDA.jpg
Fleischbeschau durch Amtstierarzt in den USA

Am 1. Juli 2008 traten neue Bestimmungen der EU-Kommission in Kraft, die eine verbesserte Rückverfolgung, Bewertung und Identifikation tierischer Nebenprodukte zulassen. Material der Kategorie 1 und 2 soll im innereuropäischen Handel mit Glycerintriheptanoat gekennzeichnet werden. Auf nationaler Ebene ist das Einfärben von Produkten der Kategorie 3 zugelassen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Europe Press Releases: Member States agree to new traceability rules for animal by-products (Memento vom 8. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.BVL: Hintergrundinfo zum Einfärben tierischer Nebenprodukte (Memento vom 30. November 2018 im Internet Archive)</ref>

Quellen[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • K. Meyer-Kullmann: Lebensmittelskandale und Konsumentenreaktionen. Analyse der Auswirkungen von Lebensmittelskandalen unter besonderer Berücksichtigung des Informationsverhaltens. Dargestellt am Beispiel BSE. Lang, Frankfurt a. M. u. a. 1999, ISBN 3-631-34928-9 (Dissertation an der Technischen Universität München)
  • Matthias Horst, Otto A. Strecker (Hrsg.): Krisenmanagement in der Lebensmittelindustrie. Behr, Hamburg 2006, ISBN 3-89947-302-7

Weblinks[Bearbeiten]