Fliegerdenkmal
Fliegerdenkmale gibt es als Erinnerung an Pioniere der Luftfahrt, an Flugunfälle oder Abstürze, aber auch als Zeichen für nahegelegene Flugschulen oder Fliegerzentren. Diese Denkmale stehen oft auf Gipfeln oder markanten Felsstufen. Ein häufig verwendetes Emblem ist der Adler.
In der Fliegersprache[Bearbeiten]
Fliegerdenkmal ist auch ein Euphemismus aus der Fliegersprache und bezeichnet ein Flugzeug, das beim Start oder (häufiger) bei der Landung einen Unfall hatte und dabei einen „Kopfstand“ gemacht hat.
Ursachen können sein:
- Pilotenfehler
- eine unebene Start- bzw. Landebahn
- technisches Versagen, z. B. Blockieren der Räder
- Windböen oder der Propellerstrahl anderer Flugzeuge, vor allem bei leichten Maschinen
Die früher üblichen Flugzeuge mit Spornrad waren für diese Art Unfall besonders anfällig, da zuerst mit dem vorne liegenden Hauptfahrwerk aufgesetzt wurde und im Falle eines Hängenbleibens am Boden das Flugzeug nach vorne kippte. Heutige Flugzeuge besitzen meist ein Bugrad, so dass sie im Falle eines Hängenbleibens mit dem Hauptfahrwerk nur auf das Bugrad kippen. Selbst im Falle eines Bruchs des Bugfahrwerks neigen sich solche Flugzeuge zwar nach vorne, aber aufgrund des weiter hinten liegenden Hauptfahrwerks kommt es nur selten zu einem ausgeprägten „Kopfstand“ (es ist allerdings nicht exakt definiert, ab welcher Neigung von einem Fliegerdenkmal gesprochen werden kann). Außerdem benutzen die meisten Flugzeuge heute gut ausgebaute Pisten ohne große Unebenheiten, was die Unfallgefahr weiter verringert.
Denkmale[Bearbeiten]
In über Hundert Jahren Fluggeschichte hat es viele Unglücke gegeben, in der zivilen Luftfahrt und erst recht bei den vielen Kriegen. In Stölln erinnert ein Denkmal an den Absturz des Flugpioniers Otto Lilienthal. Am selben Ort errichteten Angehörige der Roten Armee, die Otto Lilienthal verehrten, ein Denkmal. Bei Niederschöna stürzte 1912 ein Flugzeug ab. Ein Jahr später wurde dort ein Denkmal für die beiden tödlich verunglückten Piloten errichtet.