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Flirt

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Datei:Eugen de Blaas The Flirtation.jpg
Der Flirt von Eugene de Blaas (1904). Studie über die Körpersprache: ein Mann flirtet.
Datei:Jealousy and Flirtation.jpg
Eifersucht und Flirt, Ölgemälde von Haynes King (1874).

Der Flirt [<templatestyles src="IPA/styles.css" />flœːɐ̯t] ist im Allgemeinen eine „Bekundung von Zuneigung durch ein bestimmtes Verhalten“, das sich durch „Gesten, Blicke oder scherzhafte Worte“ äußern kann.<ref name="duden">Duden: Flirt. Abgerufen am 14. September 2026.</ref> Dabei wird ein unverbindlicher Kontakt hergestellt. Der Flirt lebt vom Aufbau und vom Spiel mit Spannung, die sich bis ins Erotisch-Sexuelle steigern kann, aber nicht muss. In jenem Fall wird mit Flirt auch die unverbindliche erotische Beziehung meist kurzer Dauer selbst gemeint, die auch als Liebelei bezeichnet wird.<ref name="duden" />

Online steht eine Reihe von „Flirt-Seiten“, also Singlebörsen, zur Verfügung. Dabei kommen einerseits sowohl unseriöse<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> wie seriöse, andererseits konstenfreie wie kostenpflichtige Angebote vor.

Etymologie[Bearbeiten]

Zur Etymologie gibt der Duden an, dass das Verb flirten im 19. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden englischen Wort to flirt entlehnt wurde, die weitere Herkunft aber unsicher ist.<ref>Duden: Das Herkunftswörterbuch. Duden Band 7. Bibliographisches Institut, Mannheim 1963: flirten. S. 175.</ref> Gleichwohl gibt es Berichte, das Wort gehe auf französisch conter fleurette ‚eine Frau umschmeicheln‘ zurück, was sich auf die Maîtresse Fleurette de Nérac König Heinrichs IV. von Frankreich beziehe.<ref>Was haben wir alles König Heinrich IV. zu verdanken?. tagesanzeiger.ch, 2. August 2010.</ref>

Kontextabhängigkeit des Flirtverhaltens[Bearbeiten]

Flirts unterscheiden sich nach Kontext, wie eine Untersuchung von Margaret Mead während des Zweiten Weltkriegs zeigt: Zu jener Zeit waren Hunderttausende US-amerikanischer Soldaten in England stationiert, und es wurde von Problemen zwischen ihnen und den einheimischen Mädchen berichtet. Diese empfanden die Soldaten als sehr aufdringlich, während die Soldaten davon berichteten, dass die Mädchen gleich mit ihnen schlafen wollten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

In ihrer Untersuchung stellte Margaret Mead fest, dass die Kontakte zwischen den beiden Geschlechtern in 30 Einzelstufen abliefen. Zu Problemen führte der Umstand, dass die Einordnung in diese Eskalationsstufen unterschiedlich vorgenommen wurde.

„Während die amerikanischen Männer sehr schnell versuchten, die Mädchen zu küssen, wurde dieser Schritt von diesen wiederum als völlig unangemessen empfunden, da er auf ihrer ‚Eskalationsleiter‘ erst an 25. Stelle erfolgen konnte.“

Das Küssen stand bei den Männern aber schon an fünfter Stelle. Hatten die Mädchen aber dem Küssen zugestimmt, waren die letzten fünf Stufen dann auch kein großes Hindernis. Dies war wiederum für die Männer unerwartet, so dass sie ihre Flirtpartnerin schon fast als Prostituierte charakterisierten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Bausinger: Anbandeln, Anbaggern, Anmachen. Zur Kulturgeschichte der Annäherungsstrategien. Vortrag, Tübingen 2002 (PDF; 127 kB).
  • Jeannette Bossi: Augen-Blicke. Zur Psychologie des Flirts. Huber, Bern u. a. 1995, ISBN 3-456-82474-2.
  • Christiane Doermer-Tramitz: „… auf den ersten Blick“. Über die ersten dreißig Sekunden einer Begegnung von Mann und Frau. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, ISBN 3-531-12121-9 (zugl. Dissertation, Universität München).
  • Bas Kast: Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-10-038301-X.
  • Werner Langthaler: Partnererkennung, Flirt und unsere zweite Nase. Waxmann, Münster u. a. 2001, ISBN 3-89325-832-9.

Weblinks[Bearbeiten]

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Liebelei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Flirt – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />