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Otis Elevator Company

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(Weitergeleitet von Flohr-OTIS)
Otis Worldwide Corporation

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Otis logo.SVG
Rechtsform Corporation
ISIN US68902V1070
Gründung 1853
Sitz Farmington, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Judy Marks<ref>United Technologies Appoints Judy Marks as President of Otis. In: United Technologies. 9. Oktober 2017, abgerufen am 14. Oktober 2017.</ref>
Mitarbeiterzahl 71.000<ref name="ar2023" />
Umsatz 14,2 Mrd. USD (2023)<ref name="ar2023" />
Branche Maschinenbau
Website www.otis.com
Stand: 2023

Die Otis Elevator Company (Teil der Holding Otis Worldwide Corporation) ist einer der weltweit führenden Hersteller und Dienstleister für Aufzugsanlagen, Rolltreppen und Fahrsteige. Der internationale Marktanteil wird je nach Produktsegment mit etwa 20 Prozent beziffert, der Umsatz im Jahr 2023 mit rund 14 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte 2023 insgesamt etwa 69.000 Mitarbeiter, davon rund 2.200 in Deutschland, fast 600 in Österreich, circa 460 in der Schweiz und etwa 9.000 in den USA.<ref name="ar2023">Otis Annual Report 2023, abgerufen am 9. Mai 2024 (PDF; englisch).</ref> Von 1975 bis 2020 war Otis Teil der UTC-Unternehmensgruppe.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1853 von Elisha Graves Otis in New York City gegründet, nachdem dieser eine sichernde Fangvorrichtung erfunden hatte.

1908 baute Otis einen Automobil-Prototyp für die Sultan Motor Company in Springfield, Massachusetts. Eine reguläre Produktion der meist als Taxi verkauften Fahrzeuge fand bis etwa 1910 statt, danach entstanden die Fahrzeuge bei Sultan selbst.<ref name="Kimes1996">Beverly R. Kimes, H. A. Clark jr.: Standard Catalogue of American Cars 1805–1942. Krause Publications, 1996, ISBN 978-0-87341-428-9, S. 1448.</ref>

Datei:Elisha OTIS 1854.jpg
Vorführung der Fangvorrichtung durch Elisha Otis im Crystal Palace, 1854

Otis wurde in Deutschland erstmals 1911 beim Bau des Hamburger St. Pauli-Elbtunnels aktiv.<ref>Otis Celebrates 100 Years of Operation in Germany. In: prnewswire.com. 11. April 2011, abgerufen am 7. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die deutsche Niederlassung Flohr-Otis entstand 1951 durch Übernahme der Firma Carl Flohr in Berlin-Borsigwalde.<ref>Auslandskredit. Rein geschäftliches Interesse. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1951 (online).</ref>

Im Jahr 1947 übernahm Otis das 1859 von Augusto Stigler in Mailand gegründete Unternehmen Officine Meccaniche Stigler, den ersten und führenden Aufzugshersteller Italiens. In der Folge firmierte die italienische Tochtergesellschaft bis 1987 unter dem Namen Stigler-Otis.

Im Jahr 1975 wurde die Otis Elevator Company Teil des amerikanischen Konzerns United Technologies Corporation (UTC).

Otis installierte die weltweit erste Aufzugsanlage im Demarest Building in Manhattan, weitere unter anderem im Eiffelturm, CN Tower, Burj Khalifa und im Empire State Building. Auch die Aufzüge im früheren World Trade Center stammten von Otis.

Der OTIS Shibayama Test Tower war zum Zeitpunkt seiner Errichtung mit 154 Metern bis 2007 der höchste Testturm der Welt. Er hat 39 Stockwerke über und sechs Stockwerke unter dem Erdboden. Ein Anbau hat weitere drei oberirdische Stockwerke. Die komplette Gebäudefläche beträgt 12.793 Quadratmeter. Im Turm befinden sich elf Aufzugsschächte für die Entwicklung zukünftiger Aufzüge, wie beispielsweise des doppelstöckigen Aufzugs und des seillosen linearen Aufzugs.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Informationen zum OTIS Shibayama Test Tower (Memento vom 7. Januar 2011 im Internet Archive)</ref>

Im Februar 2007 verhängte die EU-Wettbewerbskommission eine Kartellstrafe von 224,93 Mio. Euro wegen der Mitwirkung im Aufzugs- und Fahrtreppenkartell, dem außer Otis auch Kone, Schindler und ThyssenKrupp angehörten.

Forschungs- und Entwicklungszentren befinden sich in den USA, Japan, China, Frankreich, Deutschland, Österreich und Spanien. Otis verfügt über Fertigungsstätten in Europa, Asien und Amerika sowie Niederlassungen in mehr als 200 Ländern.

2015 erweiterte sich Otis strategisch: Durch die Übernahme von Atex aus Feldkirch (Vorarlberg) und Jamal aus Brunn am Gebirge (Niederösterreich) stieg das Unternehmen in den Brandschutzmarkt ein. Die beiden Unternehmen wurden vorübergehend in die UTC-Tochter Kidde integriert.<ref>Sebastian Pfeiffer: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Otis steigt in den Brandschutzmarkt ein (Memento vom 22. Januar 2016 im Internet Archive).</ref>

2020 wurde im Zuge einer Umstrukturierung der Konzernmutter UTC die Otis Elevator Company via Spin-off unter dem Namen Otis Worldwide als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht.<ref>finanzen net GmbH: Megadeal: Diese beiden US-Konzerne fusionieren – das passiert am 3. April. In: boerse-online.de. 4. April 2020, abgerufen am 24. April 2020.</ref>

Otis Deutschland[Bearbeiten]

Datei:Otis Elevator GmbH.jpg
Werbeanzeige von 1911

Die Unternehmenszentrale für Deutschland befindet sich in der Otisstraße in Berlin-Tegel. Insgesamt wurde 2016 mit 2.200 Mitarbeitern ein Umsatz von 514 Millionen Euro in Deutschland erwirtschaftet.<ref>Otis in Deutschland, Geschäftsjahr 2016, otis.com, abgerufen am 8. August 2017.</ref>

Otis Österreich[Bearbeiten]

Die österreichische Aufzugsfirma Anton Freissler bestand seit 1868 eigenständig, 1969 wurde Otis Mehrheitseigentümer. Als Otis-Tochter wurde das Unternehmen in den 1970er-Jahren in Freissler-Otis umbenannt. Im Jahr 1991 erfolgte die Umbenennung in Otis Austria GmbH.

Die Zentrale von Otis Österreich befindet sich in Wien. 2009 beschäftigte das Tochterunternehmen 550 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 120 Millionen Euro. In Österreich wurden zu diesem Zeitpunkt rund 30.000 Aufzugsanlagen betreut.<ref>Otis Elevator Company – Die Art und Weise, wie Sie sich bewegen, neu erfinden. Abgerufen am 24. April 2020.</ref>

Otis Spanien[Bearbeiten]

Die spanische Tochter von Otis ist Zardoya Otis. United Technologies hielt um 2017 rund 50 % der Aktien an diesem eigenständigen Unternehmen.<ref>Zardoya Otis auf 4-Traders.com, abgerufen am 8. August 2017.</ref> Die restlichen Aktien wurden im Freiverkehr gehandelt; 2022 erfolgte der Squeeze-out der Mitaktionäre.<ref>Zardoya Otis Delisted from Spanish Stock Exchanges. 9. Mai 2022, abgerufen am 22. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zardoya Otis produziert in Madrid und San Sebastián für den spanischen Markt sowie für den Export. Der Hauptteil des Umsatzes (über 70 %) entfällt auf die Wartung von Aufzügen, Fahrtreppen und automatischen Türen.

Otis Russland[Bearbeiten]

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verkaufte Otis im Juli 2022 sein Geschäft in Russland an S8 Capital.<ref>Карьера Армена Саркисяна – основателя крупнейшего распространителя гослотерей «Столото». Abgerufen am 22. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Holdinggesellschaft übernahm Ausrüstung, Technologie und Personal. Zudem garantierte die amerikanische Seite die ununterbrochene Versorgung mit Ersatzteilen.<ref>Армен Саркисян и о многопрофильном холдинге «Столото». Abgerufen am 22. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Саркисян Армен и принадлежащий ему холдинг продолжают дело OTIS. Abgerufen am 22. März 2023.</ref> Anfang August nahm der russische Betrieb eine neue Produktionslinie in Betrieb. Seit Ende Januar 2023 tritt das Unternehmen in Russland unter der Marke Meteor Lift auf.<ref>Саркисян Армен Меружанович: подробности о деятельности бизнесмена. In: Профиль. Abgerufen am 22. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Otis Elevator Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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