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Flughafen Rimini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aeroporto di Rimini-Miramare
“Federico Fellini”
Zufahrt und Terminal
Kenndaten
ICAO-Code LIPR
IATA-Code RMI
Koordinaten 44° 1′ 13″ N, 12° 36′ 42″ OKoordinaten: 44° 1′ 13″ N, 12° 36′ 42″ O
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Höhe über MSL 12 m  (39 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km südöstlich von Rimini
Strasse SS 16
Nahverkehr Bus (Linie 9)
Basisdaten
Eröffnung 1958 (Ziviler Teil)
Betreiber AiRiminum
Passagiere 416.594 (2025)<ref name="Assaero2025" />
Luftfracht 0 t (2025)<ref name="Assaero2025" />
Flug-
bewegungen
4.380 (2025)<ref name="Assaero2025" />
Start- und Landebahn
13/31 2996 m × 45 m Asphalt
Webseite
riminiairport.com

Der Flughafen Rimini ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Vorlage:Flughafen-Codes) ist ein italienischer Verkehrsflughafen an der Adriaküste der Emilia-Romagna bei Rimini. Er ist auch der Flughafen der Republik San Marino. Auf dem militärischen Teil sind Einheiten der italienischen Heeresflieger stationiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flughafen Rimini entstand 1912 als Militärflugplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als zentrale Sammelstelle für in ganz Italien liegengebliebenes Kriegsmaterial genutzt. Für das Einsammeln und Ausschlachten setzten die Engländer deutsche Kriegsgefangene ein.

Die zivile Mitnutzung des Flughafens wurde 1958 gestattet. Zu diesem Zweck errichtete man in dem Bereich nordöstlich der Start- und Landebahn entsprechende Abfertigungsanlagen, die im Lauf der Zeit mehrmals ausgebaut und modernisiert wurden. Mit der überdurchschnittlichen Entwicklung des Tourismus an der Adriaküste bei Rimini verzeichnete der Flughafen in den 1960er Jahren einen für die damalige Zeit enormen Verkehrszuwachs. Mit der Verlagerung der Touristenströme flaute der kommerzielle Flugverkehr in Rimini ab Ende der 1970er Jahre ab. Die Liberalisierung des Luftverkehrs und neue Touristenströme aus Osteuropa brachten in den letzten Jahren eine Trendwende.

Während des Kalten Krieges befand sich auf dem südwestlich der Start- und Landebahn gelegenen militärischen Teil ein Geschwader der italienischen Luftwaffe, das im Rahmen der nuklearen Teilhabe auch für den Einsatz von Atombomben vorgesehen war. Die Bomben wurden in einem US-Depot gelagert. Das Geschwader zog 1995 auf den nordwestlich von Rimini gelegenen Militärflugplatz Cervia um und wurde 2010 aufgelöst. In Rimini-Miramare ist heute ein Hubschrauberverband des italienischen Heeres stationiert. 2009 übergab das Verteidigungsministerium den Flughafen an die zivile Luftfahrtbehörde ENAC, behielt sich jedoch die militärische Mitnutzung vor.

Am 1. November 2014 wurde der zivile Teil des Flughafens geschlossen, da die damalige Betreibergesellschaft des Flughafens in Insolvenz gegangen war. Fluggesellschaften wichen bis zum 31. März 2015 auf andere Flughäfen, insbesondere auf den Flughafen Ancona aus, bis die neue Betriebsgesellschaft AiRiminum die notwendigen Bewilligungen der Luftfahrtbehörde ENAC erhielt.<ref name="betreiber">Manuel Spadazzi: Riapre l'aeroporto ‘Fellini’: alle 16 atterra il primo volo da Mosca. In: ilrestodelcarlino.it. Abgerufen am 8. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Flughafen befindet sich rund acht Kilometer südöstlich der Stadtmitte von Rimini bei dem Küstenort Miramare. Unmittelbar südöstlich schließt sich der Urlaubsort Riccione an. San Marino liegt etwa 20 Kilometer landeinwärts. Zwischen dem Flughafen und dem etwa einen Kilometer entfernten Adria-Strand verläuft die Strada Statale 16 Adriatica und die Bahnstrecke Bologna–Ancona. Westlich des Flughafens verläuft parallel zur Küste, zur SS 16 und zur genannten Bahnstrecke die Autobahn A14.

  • Bus: Busse der Linie 9 verbinden den Flughafen und den Hauptbahnhof Rimini, tagsüber alle 30 Minuten. An der Küstenstraße halten die Busse der Linie 11 etwa alle 200 Meter.
  • Auto: Direkt am Terminal führt die genannte Staatsstraße SS 16 vorbei, die hier den Namen Via Flaminia trägt. In östlicher Richtung zweigen etliche Straßen zur Strandpromenade ab, in nordwestlicher Richtung ist die SS 16 die Ortsumgehung von Rimini mit verschiedenen Abzweigungen in die Innenstadt und zur Autobahnanschlussstelle Rimini-Süd, in südöstlicher Richtung gibt es eine Abzweigung zur Anschlussstelle Riccione.
  • Bahn: Der Flughafen hat keinen eigenen Bahnanschluss. In Miramare gibt es an der Adria-Bahnstrecke einen Haltepunkt, an dem Regionalzüge halten. Die Entfernung zum Flughafen beträgt etwas mehr als einen Kilometer.

Flughafenanlagen[Bearbeiten]

Der Flughafen verfügt über eine Start- und Landebahn (13/31) von 2996 Metern Länge und 45 Metern Breite mit Asphaltbelag. Der zivile Bereich mit dem Passagierterminal liegt nordöstlich der Bahn, der militärische Teil mit einem Hubschrauberverband des Heeres südwestlich.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Der Flughafen wird vor allem von Billigfluggesellschaften wie easyJet, Ryanair oder Wizz Air bedient. Es werden Ziele innerhalb Italiens sowie in andere europäische Regionen angeboten, einzelne Flüge gibt es auch nach Nordafrika. Im deutschsprachigen Raum werden Graz, Köln/Bonn und Wien angeflogen.<ref>Seasonal Departures. In: riminiairport.com. Abgerufen am 15. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verkehrszahlen[Bearbeiten]

Flughafen Rimini – Verkehrszahlen der letzten zehn Jahre
Jahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen
2025<ref name="Assaero2025">Dati di traffico 2025 (totali progressivi). (XLSX; 43 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2026, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 416.594 4.380
2024<ref name="Assaero2024">Dati di traffico 2024 (totali progressivi). (XLSX; 43 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2025, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 321.552 4.094
2023<ref name="Assaero2023">Dati di traffico 2023 (totali progressivi). (XLSX; 44 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2024, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 281.864 3.675
2022<ref name="Assaero2022">Dati di traffico 2022 (totali progressivi). (XLSX; 44 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2023, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 214.851 3.259
2021<ref name="Assaero2021">Dati di traffico 2021 (totali progressivi). (XLSX; 43 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2022, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 66.727 2.417
2020<ref name="Assaero2020">Dati di traffico 2020 (totali progressivi). (XLSX; 41 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2021, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 50.159 1.998
2019<ref name="Assaero2019">Dati di traffico 2019 (totali progressivi). (XLSX; 41 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2020, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 395.194 4.833
2018<ref name="Assaero2018">Dati di traffico 2018 (totali progressivi). (XLSX; 41 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2019, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 308.000 4.494
2017<ref name="Assaero2017">Dati di traffico 2017 (totali progressivi). (XLSX; 41 kB) In: assaeroporti.com. Assaeroporti, 2018, abgerufen am 9. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 305.576 4.032
2016 – –

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Am 31. Juli 1960 fielen beim Anflug nacheinander beide Motoren einer Convair CV-240-4 der Deutsche Flugdienst (jetzt Condor) aus, die aus Frankfurt kam. Bei der anschließenden Notlandung einen Kilometer vor Beginn der Landebahn 13 kam einer der 30 Passagiere ums Leben. Ursache des Ausfalls des linken Triebwerks war der Ermüdungsbruch eines Zylinderkopfes des rechten Triebwerks, die schadhafte Isolierung des Zündkabels sowie die Verwendung unsachgemäß überholter Zündkerzen (siehe auch Flugunfall der Deutsche Flugdienst bei Rimini).

Flughäfen in der Region[Bearbeiten]

Die Region Emilia-Romagna verfügt über vier Verkehrsflughäfen in Bologna, Forlì, Parma und Rimini. Wegen mangelnder Rentabilität geraten viele kleinere Verkehrsflughäfen Italiens immer wieder in die Kritik der Luftfahrtbehörde ENAC,<ref>repubblica.it, 8. November 2010</ref> so auch die von Parma, Forlí und Rimini. Insbesondere die letzteren beiden Flughäfen gelten als kritisch, weil sie unweit voneinander nahe der Adriaküste liegen und einer von beiden zur Abdeckung dieses Einzugsgebietes genügen würde.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Flughafen Rimini – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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