Luft- und Raumfahrttechnik
Die Luft- und Raumfahrttechnik, Teil der Ingenieurwissenschaften und Verkehrstechnik, befasst sich mit Forschung und Entwicklung, Erprobung, Betrieb und Wartung von Fluggeräten, wie z. B. Flugzeugen, Hubschraubern sowie Raumfahrzeugen und Raumsonden. Diese Systeme und ihre Komponenten werden unter technischen, wissenschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten weiterentwickelt.
Die Luft- und Raumfahrttechnik bildet die technologische Grundlage für die Produkte der Luft- und Raumfahrtindustrie, die sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich zum Einsatz kommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Lehrinhalte[Bearbeiten]
Die akademische Lehre umfasst eine Vielzahl zeitgenössischer Ingenieurfächer sowie luft- und raumfahrttechnikspezifische Module. Neben den Grundlagen des klassischen Maschinenbaus wie Mathematik (u. a. Vektoranalysis), Physik (u. a. Mechanik), Chemie, Elektrotechnik, Regelungstechnik, Werkstoffkunde u. a. gehören die folgenden Lehrinhalte zum Studium der Luft- und Raumfahrttechnik:
- Antriebsarten: Propeller, Raketen, Turbojet, Turbomaschinen
- Aerodynamik
- Astrodynamik, ggfs. Astronomie (Himmelsmechanik)
- Astronautik (Raumfahrttechnik)
- Computerphysik, Modellierung und Simulation (FEM, CFD etc.)
- Flugzeugbau
- ggfs. Flug- und Raumfahrtmedizin
- Kommunikationstechnik, Hochfrequenztechnik, Radartechnik
- Luftfahrtantriebe bzw. Raumfahrtantriebe
- Teilgebiet Luft- und Raumfahrtinformatik sowie Avionik
- Luftfahrtmechanik bzw. Raumflugmechanik
- Luftfahrzeugbau bzw. Raumfahrzeugbau
- Raketentechnik
- Satellitentechnik
- Strömungsmechanik, Fluiddynamik und Gasdynamik
- Systems Engineering
- Thermodynamik / Thermochemie / Verbrennung
- Materialwissenschaft und Werkstofftechnik
- ggfs. Wiedereintritt (Plasmaphysik, Gasdynamik)
Daneben werden vielfach weitere Wahlpflichtfächer, ggfs. auch aus dem nichttechnischen Bereich, z. B. Projektmanagement verlangt.
Subsysteme, Integration und Missionsprofile[Bearbeiten]
Im Systems Engineering wird die optimale Integration von Komponenten und Teilsystemen angestrebt. Das umfasst etwa den leichtbauorientierten strukturellen Aufbau von Fluggeräten, eine aerodynamisch optimale Form sowie Triebwerke und deren Untersysteme.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Darüber hinaus gehören Energieversorgung, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (Avionik), Datenübertragung und Kommunikation sowie die Grundausrüstung zur Gewährleistung von Funktion und Sicherheit dazu.
Wie bei anderen Technologien auch spielt das Testen der Geräte eine wichtige Rolle. Otto Lilienthal wusste das bereits: „Eine Flugmaschine zu erfinden heißt gar nichts, sie zu bauen nicht viel, sie zu testen ist alles.“
Die Einsatz- und Nutzlastkonfiguration variiert je nach Systemtyp und Missionsaufgabe. Je nach Einsatzprofil kommen zusätzliche Anforderungen hinzu, zum Beispiel an die thermische Auslegung oder an die Widerstandsfähigkeit gegenüber Weltraumbedingungen (Vakuum, Strahlung, Temperaturzyklen).
Studienmöglichkeiten[Bearbeiten]
Deutschland[Bearbeiten]
Universitäten[Bearbeiten]
Grundlegende Studiengänge (Bachelor):
- TU München: Aerospace (B.Sc.)
- Universität der Bundeswehr München: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)
- Universität Stuttgart: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)
- Universität Würzburg: Luft- und Raumfahrtinformatik (B.Sc.)
Weiterführende Studiengänge (Master):
- RWTH Aachen: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
- TU Berlin: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
- TU Braunschweig: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
- TU Darmstadt: Aerospace Engineering (M.Sc.)
- TU Dresden: Luft- und Raumfahrttechnik (Diplom)
- TU München: Aerospace (M.Sc.)
- TU Hamburg: Flugzeug-Systemtechnik (M.Sc.)
- Universität der Bundeswehr München: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
- Universität Stuttgart: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
- Universität Würzburg: Space Science and Technology, Luft- und Raumfahrtinformatik (M.Sc.)
Fachhochschulen[Bearbeiten]
Grundständige Studiengänge (Bachelor):
- FH Aachen: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Eng.)
- Hochschule Bremen: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Eng.)
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Flugzeugbau (B.Sc.)
- Technische Hochschule Ingolstadt: Luftfahrttechnik (B.Eng.)
- Hochschule für angewandte Wissenschaften München: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)
- Hochschule Osnabrück: Aircraft and Flight Engineering (B.Sc.)
- DHBW Ravensburg: Luft- und Raumfahrttechnik (B.Eng)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
- Hochschule RheinMain: Elektro- und Luftfahrttechnik (B.Eng.)
Weiterführende Studiengänge (Master):
- FH Aachen: Aerospace Engineering (M.Sc.)
- Hochschule Bremen: Aerospace Technologies (M.Sc.)
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Flugzeugbau (M.Sc.)
- Technische Hochschule Ingolstadt: Luftfahrttechnik (M.Eng.)
- Ernst-Abbe-Hochschule Jena: Raumfahrtelektronik (M.Eng.)
- Hochschule für angewandte Wissenschaften München: Luft- und Raumfahrttechnik (M.Sc.)
Österreich[Bearbeiten]
Höhere Technische Lehranstalten[Bearbeiten]
Es gibt in Österreich zwei HTL mit der Fachrichtung Flugtechnik:
Universitäten[Bearbeiten]
Der Masterstudiengang Space Science and Earth from Space beinhaltet die Vertiefungen Solar System Physics, Earth System from Space und Satellite Systems, die sich mit Weltraumtechnik und Wissenschaften beschäftigen.
- Technische Universität Graz<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
- Universität Graz
Einzelne Lehrveranstaltungen, wie z. B. Einführung in den Flugzeugbau, Entwerfen von Flugzeugen, Moderne Weltraumantriebe - Advanced Space Propulsion Systems, Dynamik und Steuerung von Raumfahrzeugen u. a. als Freies Wahlfach oder im Rahmen eines Techn. Physik-, Maschinenbau-, o. ä. Studiums:
- Technische Universität Wien<ref>317.372 Entwerfen von Flugzeugen | TU Wien, 317.019 Einführung in den Flugzeugbau | TU Wien, 353.084 Elektrische Weltraumantriebe | TU Wien, 317.014 Mod. Weltrauman.-Advanced Space Propulsion Systems | TU Wien tiss.tuwien.ac.at, abgerufen am 25. Juni 2011.</ref>
Hochschulen für angewandte Wissenschaften[Bearbeiten]
Eigenständiger Bachelor- und Masterstudiengang Luftfahrt/Aviation (bis 2007: Diplomstudiengang mit Abschluss als „Diplomingenieur (FH) Luftfahrt/Aviation“):
- FH JOANNEUM Graz<ref>Luftfahrt / Aviation (Bachelor)@fh-joanneum.at, abgerufen am 24. Juni 2011.</ref>
Der Masterstudiengang Aerospace Engineering wird von der Fachhochschule Wiener Neustadt angeboten.
Schweiz[Bearbeiten]
Fachhochschulen[Bearbeiten]
Grundständige Studiengänge (Bachelor):
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften: Aviatik (B.Sc.)
Niederlande[Bearbeiten]
Technische Universitäten[Bearbeiten]
Hochschulen für angewandte Wissenschaften[Bearbeiten]
- INHolland
Frankreich[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
Fachbücher[Bearbeiten]
- Siehe die Literaturangaben der o. g. Lehrgebiete, z. B. Astronautik
- Siehe die Lehrbücher der American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA).<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2025-07-31 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
- Siehe Luftfahrtindustrie
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Weitere Beiträge[Bearbeiten]
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- Matthias Blazek: „Vor 75 Jahren begann in Trauen die Forschung in der Luft- und Raumfahrttechnik – Raketenpionier Eugen Sänger arbeitete in der Heide an der Entwicklung schubstarker Antriebe“. Sachsenspiegel 31, Cellesche Zeitung vom 4. August 2012
Klassiker[Bearbeiten]
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
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