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Flussbad Berlin

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Das Flussbad Berlin ist ein stadtentwicklungspolitisches und wasserökologisches Projekt zur Nutzung des Spreekanals in Berlin-Mitte als öffentlicher Erholungs- und Badeort. Das von der Architekten- und Künstlergruppe realities:united entwickelte Konzept sieht vor, den rund 1,8 Kilometer langen Spreekanal zwischen Fischerinsel und Bode-Museum ökologisch aufzuwerten und abschnittsweise für Aufenthalt am Wasser und Schwimmen nutzbar zu machen. Kern des ursprünglichen Entwurfs war ein Pflanzenfilter im südlichen Kanalabschnitt sowie eine rund 840 Meter lange Schwimmstrecke zwischen Schlossplatz und Museumsinsel.<ref>Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Flussbad Berlin. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

Das Projekt wurde von 2014 bis 2018 als „Nationales Projekt des Städtebaus“ mit Mitteln des Bundes und des Landes Berlin gefördert. Projektträger ist der 2012 gegründete Verein Flussbad Berlin e. V. Seit den 2020er Jahren verlagerte sich die Debatte von der baulichen Umsetzung des Gesamtprojekts zunehmend auf die Frage, ob im Spreekanal eine kontrollierte Pilotbadestelle auf Grundlage von Wasserqualitätsmonitoring und tagesbezogenen Prognosen eingerichtet werden kann. Dem stehen nach Auffassung der Berliner Senatsverwaltung rechtliche, sicherheitsbezogene und hygienische Hindernisse entgegen.<ref>Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: Baden im Spreekanal weiterhin rechtswidrig – keine Ausnahmegenehmigung für angekündigte Schwimmdemonstrationen. Pressemitteilung vom 19. Mai 2026.</ref>

Historischer Bezug, Ort[Bearbeiten]

Der 1,8 Kilometer lange Spreekanal zweigt an der Fischerinsel nach Südwesten von der breiteren Hauptspree ab und knickt kurz vor der Gertraudenbrücke nach Nordwesten ab. Er mündet am Bode-Museum wieder in die Hauptspree. Gemeinsam mit dieser umfließt er die Museumsinsel. Ein öffentlicher Zugang zum Wasser des Spreekanals ist bislang an keiner Stelle möglich.

Der Vorschlag eines Flussbads im Spreekanal knüpft an eine ältere Berliner Badekultur an. Am Mühlengraben, im Bereich des späteren Flussbad-Gartens beim ehemaligen Staatsratsgebäude, befand sich eine der letzten Berliner Flussbadeanstalten. Die sogenannte Doppel-Badeanstalt am Mühlengraben wurde zwischen 1895 und 1897 errichtet und verfügte über ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken. Sie wurde 1925 geschlossen.<ref>Flussbad Berlin e. V.: Der Ort. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

Der 2017 eröffnete Flussbad-Garten in der Friedrichsgracht, nimmt auf diese Vorgeschichte Bezug. Die dort angelegte Holzterrasse folgt nach Angaben des Vereins den Konturen des früheren Schwimmerbeckens; auf dem öffentlichen Weg entlang der Spree wird der frühere Verlauf des Mühlengrabens durch einen Wechsel im Bodenbelag markiert.<ref>Flussbad Berlin e. V.: Der Ort. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

Datei:Spreekanal-unter-Wasser 11.jpg
Unterwasseraufnahme der Kanalsohle im Kupfergraben auf Höhe des Pergamonmuseums im Juli 2016
Datei:Projektdarstellung 2018 vom Flussbad Berlin e.V.jpg
Projektdarstellung nach Vorgabe der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.
Datei:Gedenktafel Friedrichsgracht (Mitte) Fluss Bad Berlin.jpg
Friedrichsgracht in Berlin-Mitte

Wasserqualität und Monitoring[Bearbeiten]

Ein zentrales Problem für eine Nutzung des Spreekanals als Badeort sind Einleitungen aus der Berliner Mischwasserkanalisation.<ref>Baden in der Spree: Warum Berlin immer noch kein Flussbad hat – Berliner Zeitung. In: berliner-zeitung.de. Abgerufen am 20. Dezember 2015.</ref> Bei stärkeren Regenfällen können Mischwasserüberläufe ungeklärtes Abwasser in Spree und Spreekanal eintragen. Für die Bewertung einer möglichen Badetauglichkeit sind insbesondere mikrobiologische Parameter wie Escherichia coli und intestinale Enterokokken von Bedeutung. Für die Erreichung von Badewasserqualität im Spreekanal müssen die in der EU-Badegewässerrichtlinie definierten Grenzwerte eingehalten werden.

Der Verein Flussbad Berlin entwickelte zusammen mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin ein Prognose- und Monitoringsystem für die Wasserqualität im Spreekanal. Das System berücksichtigt unter anderem Messwerte, Niederschläge, Mischwasserüberläufe, Durchfluss, Sichttiefe und mikrobiologische Stichproben. Die Ergebnisse werden über die Plattform Badberlin und über eine Flaggenlogik am Flussbad-Garten kommuniziert.<ref>Flussbad Berlin e. V.: Forschung & Entwicklung. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref><ref>Uwe Rada: Schwimmen im Berliner Spreekanal: Ab sofort wird geflaggt. In: taz, 28. April 2026.</ref>

Nach Angaben des Vereins wies das Monitoring in den Jahren 2024 und 2025 für mehr als 80 Prozent der Tage während der Badesaison eine zum Baden ausreichende Wasserqualität aus.<ref>Uwe Rada: Schwimmen im Berliner Spreekanal: Ab sofort wird geflaggt. In: taz, 28. April 2026.</ref> Das Landesamt für Gesundheit und Soziales bewertete die hygienische Situation im Spreekanal dagegen kritischer. Nach Darstellung der Senatsverwaltung umfasst die mikrobielle Grundbelastung Bakterien, Viren und Parasiten. Insbesondere nach stärkeren Niederschlägen könnten Krankheitserreger in den Spreekanal gelangen.<ref>Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: Baden im Spreekanal weiterhin rechtswidrig – keine Ausnahmegenehmigung für angekündigte Schwimmdemonstrationen. Pressemitteilung vom 19. Mai 2026.</ref>

Der Müggelsee, der vor den Überlauf-Einleitungsstellen gelegen ist und der von der Spree durchflossen wird, weist in der Regel Badewasserqualität auf. In Zeiten, in denen der letzte Überlauf der Kanalisation im Innenstadtbereich lange genug zurückliegt, ist die generelle Wasserqualität im Spreekanal gut. Der Spreekanal weist dann zeitweise eine Sichttiefe von bis zu 2,5 Metern auf.

Rechtslage und Zuständigkeiten[Bearbeiten]

Der Spreekanal ist Teil einer Bundeswasserstraße. Damit berührt eine Nutzung als Badestelle nicht nur Berliner Landesrecht, sondern auch Zuständigkeiten des Bundes für Wasserstraßen und Schifffahrt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin erklärte hierzu im August 2015: „Nach einer ersten überschlägigen Rechtsprüfung hindern die Belange der Schifffahrt im Spreekanal die Umsetzung des Flussbades nicht.“<ref>Franziska Maria Schade: Baden in der Spree in Berlin: Längst keine Utopie mehr. In: Die Tageszeitung: taz. 9. August 2015, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 28. Juni 2026]).</ref>

Die Berliner Senatsverwaltung verwies 2026 darauf, dass der Spreekanal von zahlreichen Brücken überspannt werde. Nach Bundesrecht und Berliner Badegewässerverordnung sei Baden im Bereich von Brücken aus Sicherheitsgründen verboten; das Land Berlin könne davon keine Ausnahmen nach eigenem Ermessen festlegen.<ref>Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: Baden im Spreekanal weiterhin rechtswidrig – keine Ausnahmegenehmigung für angekündigte Schwimmdemonstrationen. Pressemitteilung vom 19. Mai 2026.</ref>

Die Zuständigkeitsfrage wurde dadurch zu einem eigenständigen Konfliktpunkt des Projekts. Während der Verein Flussbad Berlin eine kontrollierte Nutzung auf Grundlage von Monitoring und tagesbezogenen Freigaben vorschlug, hielten die zuständigen Behörden an der Auffassung fest, dass einer Nutzung des Spreekanals als Badeort rechtliche, sicherheitsbezogene und gesundheitliche Hindernisse entgegenstehen.<ref>rbb24: Verein ruft zu Schwimm-Demos im Berliner Spreekanal auf. 27. April 2026.</ref>

Stadtraum- und Denkmalkonflikt[Bearbeiten]

Neben Wasserqualität und Rechtslage wurde das Projekt als Konflikt um die Nutzung der Berliner Mitte diskutiert. Der geplante Schwimmbereich liegt im Umfeld von Museumsinsel, Berliner Dom, Humboldt Forum und Bode-Museum. Damit berührt das Vorhaben einen Stadtraum, der zugleich touristischer Schwerpunkt, Denkmalensemble und repräsentativer Ort der Berliner Stadtmitte ist.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertrat 2018 die Auffassung, der Kupfergraben eigne sich im Bereich der Museumsinsel nicht für ein Flussbad. Begründet wurde dies mit dem Schutz der baulichen Einheit von Ufermauer und Museumsbauten sowie der „Aura“ der Museumsinsel.<ref>Natalia Bronny: Badestelle an der Spree mitten in Berlin: Da ist was im Fluss. In: taz, 8. Juli 2018.</ref> Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, meldete in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel Bedenken gegenüber einer Entwicklung zur „Partyzone“ an.<ref>Hermann Parzinger: Welterbe contra Badespaß: Flußbad an der Museumsinsel? Bitte nicht! In: tagesspiegel.de. 11. Juli 2015, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>

Die internationale Rezeption des Projekts ist überwiegend positiv. Michael Kimmelman in der New York Times<ref>Michael Kimmelman: The Flussbad Plan in Berlin Reimagines a Canal for the People (Published 2015). In: nytimes.com. 11. Oktober 2015, abgerufen am 3. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Max Kutner in Newsweek<ref>Max Kutner: Two Brothers Want to Make an Arm of Berlin's River Into a Swimming Pool. In: newsweek.com. 29. November 2015, abgerufen am 2. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sehen das Flussbad als Symbolprojekt einer modernen, zukunftsgewandten Hauptstadt Berlin. Befürworter des Projekts sehen darin eine Auseinandersetzung darüber, ob die Berliner Mitte vorrangig als musealer Repräsentationsraum oder als öffentlich nutzbarer Stadtraum verstanden werden solle. In der Debatte wurde wiederholt darauf verwiesen, dass Baden im Spreekanal historisch bereits Teil der städtischen Alltagskultur war.

Entwicklung seit 2014[Bearbeiten]

Das Projekt erhielt 2014 im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ eine Förderung von insgesamt 4 Millionen Euro, davon 2,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 1,4 Millionen Euro vom Land Berlin. Die Förderung diente der Weiterentwicklung des Konzepts, der Öffentlichkeitsarbeit, der Erprobung technischer Elemente und der Errichtung des Flussbad-Gartens.<ref>Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Flussbad Berlin. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

Nach Abschluss der Förderphase blieb die Umsetzung des baulichen Gesamtprojekts offen. Der Verein verlagerte seine Aktivitäten stärker auf Öffentlichkeitsarbeit, Demonstrationsschwimmen, rechtliche Debatten und die Entwicklung eines Systems zur Prognose der Wasserqualität.<ref name=":0">Christopher Michl: 4. Berliner Flussbad-Pokal. (berliner-wasserratten.de [abgerufen am 28. Juni 2026]).</ref><ref>Hauptstadt Berlin: Alle aktuellen News. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

An der jährlich stattfindenden Veranstaltung "Flussbad-Pokal", nahmen 2018 bereits mehr als 400 Schwimmer und Schwimmerinnen teil.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Mai 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb24.de</ref> Schirmherrin war Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher.<ref>Anschwimmen in der Spree. In: BERLINER ABENDBLATT. 4. Juli 2018 (abendblatt-berlin.de [abgerufen am 28. Juni 2026]).</ref>

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Badeverbots in der Spree in Berlin organisierte der Verein 2025 mehrere Demonstrationen. Unter dem Motto „100 Jahre Schwimmverbot - Berliner Badeverbot ist eine Ente“ protestierten am 17. Juni 2025 etwa 300 Menschen schwimmend vor dem Humboldt-Forum<ref>Protest-Baden in Berlin: Wann darf man wieder in der Spree schwimmen? 18. Juni 2025, abgerufen am 10. September 2025.</ref>. Bei einer zweiten Demonstration am 12. August 2025 schwammen etwa 700 Teilnehmerinne und Teilnehmer für ein Ende des Badeverbots<ref>Iris May: Flussbad-Demo: Berliner stürmen Spree um Verbot „wegzubaden“. 13. August 2025, abgerufen am 10. September 2025.</ref><ref>tagesschau.de: Schwimmdemo auf der Spree, Hochwasser in Havanna, Hund in Los Angeles. Abgerufen am 10. September 2025.</ref>.

2026 kündigte der Verein eine Reihe von weiteren Mitschwimm-Demonstrationen an, mit denen er gegen das seit 1925 bestehende Badeverbot in der innerstädtischen Spree protestierte.<ref name=":0" /> Die Senatsverwaltung erklärte die Teilnahme am Baden im Spreekanal ohne Ausnahmegenehmigung als rechtswidrig.<ref>Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: Baden im Spreekanal weiterhin rechtswidrig – keine Ausnahmegenehmigung für angekündigte Schwimmdemonstrationen. Pressemitteilung vom 19. Mai 2026.</ref>

Internationaler Kontext[Bearbeiten]

Das Flussbad Berlin steht im Zusammenhang mit europäischen Projekten, innerstädtische Flüsse, Kanäle und Hafenbecken als öffentliche Bade- und Aufenthaltsräume zu nutzen. Vergleichbare Entwicklungen wurden unter anderem in Kopenhagen, Paris, Amsterdam und Rotterdam beschrieben. Gemeinsames Merkmal vieler dieser Projekte ist, dass Baden nicht als dauerhaft garantierte Nutzung verstanden wird, sondern an Wasserqualitätsmessungen, Wetterdaten, Warnsysteme und zeitweise Sperrungen gekoppelt ist.<ref>Uwe Rada: Schwimmen im Berliner Spreekanal: Ab sofort wird geflaggt. In: taz, 28. April 2026.</ref>

  • Basel: Das Schwimmen im Rhein ist eine etablierte Form der städtischen Freizeitnutzung. Neben der individuellen Nutzung findet jährlich das offizielle Basler Rheinschwimmen statt.<ref>Basel Tourismus: Swimming in the Rhine. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • Boston: Die Charles River Conservancy verfolgt mit dem Swim Park Project das Ziel, eine saisonale, überwachte Schwimmanlage im Charles River einzurichten. Unabhängig davon finden genehmigte Schwimmveranstaltungen im Fluss statt.<ref>Charles River Conservancy: Swim Park Project. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • Brügge: Der Canal Swimmer’s Club war ein temporäres Architektur- und Kunstprojekt von Atelier Bow-Wow und Architectuuratelier Dertien 12 im Rahmen der Triennale Brügge 2015. Die schwimmende Plattform bezog sich auf die Reinigung der Kanäle und die Möglichkeit, diese wieder für Schwimm- und Freizeitnutzungen zu öffnen.<ref>Triennale Brugge: Canal Swimmer’s Club. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
  • Dublin: Der Dublin City Liffey Swim ist ein seit 1920 ausgetragenes Freiwasserschwimmen in der Liffey.<ref>Swim Ireland: 105th Dublin City Liffey Swim 2025. 22. August 2025.</ref><ref>→ Dublin City Liffey Swim 🏊 ♀ 2026 | HeyDublin. 18. Mai 2023, abgerufen am 28. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Kopenhagen: Die Kopenhagener Hafenbäder, darunter das Hafenbad Islands Brygge und das Hafenbad Fisketorvet, gelten als zentrale Beispiele für die Rückgewinnung innerstädtischer Hafenbecken als öffentliche Badeorte.<ref>Visit Copenhagen: Islands Brygge Harbour Bath. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • London: Das Projekt Thames Baths verfolgt das Ziel, das Schwimmen in der Themse durch schwimmende oder naturnahe Badeanlagen wieder zu ermöglichen. Das Projekt blieb bislang vor allem ein Planungs- und Kampagnenvorhaben.<ref>Thames Baths: About Thames Baths. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref><ref>Thames Baths — Blogs from Thames Baths. Abgerufen am 28. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Los Angeles: Die Revitalisierung des Los Angeles River ist ein groß angelegtes stadtökologisches und freiraumplanerisches Programm. Anders als beim Flussbad Berlin steht hier nicht die Einrichtung eines Flussbades im Zentrum, sondern die ökologische Aufwertung, bessere Zugänglichkeit und landschaftliche Umgestaltung des kanalisierten Flusses.<ref>City of Los Angeles: Los Angeles River Revitalization. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • München: Der Isar-Plan verband Hochwasserschutz, Renaturierung und Erholungsnutzung. Die Umgestaltung der Isar verbesserte nach Angaben der Europäischen Umweltagentur Wasserqualität, Biodiversität und Freizeitmöglichkeiten; das Baden in der Isar gehört seither zu den prägenden innerstädtischen Nutzungen.<ref>European Environment Agency: Isar-Plan – Water management plan and restoration of the Isar river, Munich. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref><ref>Isarlust e.V. | Für die innere Isar als öffentlicher Raum für Alle. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • New York: Das Projekt +POOL plant ein schwimmendes, wasserfilterndes Becken im East River. Seit 2024/2025 wurden Test- und Genehmigungsschritte am Pier 35 in Manhattan vorangetrieben; zugleich bestanden weiterhin Fragen der Gesundheits- und Sicherheitsbehörden.<ref>City & State New York: Plus Pool is hell-bent on situating a floating pool in the turbulent waters of the East River. 1. August 2025.</ref>
  • Paris: Nach den Olympischen Sommerspielen 2024 wurden 2025 drei öffentliche Badestellen in der Seine eröffnet. Die Nutzung ist saisonal, überwacht und an Wasserqualitätskontrollen gebunden.<ref>Voies navigables de France: Swimming Sites Opening in Paris: Navigation Conditions for Summer 2025. 30. Juni 2025.</ref><ref>Fokus auf den Parc Rives de Seine. Office du Tourisme et des Congrès de Paris (eingetragener Verein), abgerufen am 25. Juni 2023.</ref>
  • Rotterdam: Im Rijnhaven entstand ein innerstädtischer Badeort in einem früher industriell geprägten Hafenbecken. Die Stadt war 2025 Gastgeberin des ersten Swimmable Cities Summit.<ref>UN Decade on Ecosystem Restoration: Swimmable Cities Summit 2025 – Rotterdam. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>
  • Zürich: Mit den Flussbädern Oberer Letten und Unterer Letten bestehen in der Limmat innerstädtische Flussbäder mit Badeinfrastruktur. Das Flussbad Oberer Letten verfügt über eine rund 400 Meter lange Schwimmstrecke.<ref>Stadt Zürich: Flussbad Oberer Letten. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref>

Verein „Flussbad Berlin e. V.“[Bearbeiten]

Der gemeinnützige Verein Flussbad Berlin e. V. wurde am 2. November 2012 gegründet. Seit Februar 2015 betreibt der Verein eine Geschäftsstelle mit festen Mitarbeitern. Der Verein veröffentlichte „Jahreshefte“, in dem das Projekt umfassend vorgestellt wurde. Darin finden sich beispielsweise ein Interview mit dem ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer, der das Projekt unterstützt. Ein weiteres Jahresheft, das sich vor allem der ökologischen und kulturellen Dimension des Projektes widmet, enthält Beiträge u. a. von Horst Bredekamp, Katharina Grosse, Barbara Vinken und Harald Welzer. Das dritte Jahresheft erschien im Mai 2018 und enthält unter anderem Interviews mit Hubert Weiger (BUND), Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) und Jörg Rocholl (Präsident der ESMT), in denen sich diese ebenfalls für eine Realisierung des Projekts aussprechen.

Auszeichnungen und Förderung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Flussbad Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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