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Focus Money

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Focus Money

Datei:Focus-Money-Logo.svg
Beschreibung Wirtschaftszeitschrift
Sprache Deutsch
Verlag Hubert Burda Media (Deutschland)
Hauptsitz München
Erstausgabe 30. März 2000
Erscheinungsweise wöchentlich (mittwochs)
Verkaufte Auflage 80.173 Exemplare
(IVW 2/2026)
Verbreitete Auflage 80.799 Exemplare
(IVW 2/2026)
Reichweite 0,57 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Georg Meck
Geschäftsführer Burkhard Graßmann
Weblink focus-money.de
Artikelarchiv 2000 ff.
ISSN (Print)

Focus Money ist eine deutschsprachige Wirtschaftszeitschrift aus dem Focus Magazin Verlag, der zu Hubert Burda Media gehört.<ref>Wirtschaft und Finanzen verstehen. Hubert Burda Media, abgerufen am 30. Oktober 2016.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Focus Money kam im Jahr 2000 als Ableger des Nachrichtenmagazins Focus auf den Markt.<ref>„Focus-Money ist ein Shareholder-Blatt“. In: Horizont. 27. Januar 2000, S. 50.</ref> Das Blatt enthielt von Beginn an sowohl börsenbezogene Finanz- als auch allgemeine Wirtschaftsthemen.<ref>Roland Karle: Der Münchner Money-Maker. In: Horizont. 30. März 2000, S. 14.</ref> Focus Money erweiterte einer Studie zufolge das Spektrum des Focus sowohl in der Leserschaft als auch bei den Anzeigenkunden, ohne dem Nachrichtenmagazin zu schaden.<ref>Thomas Hoffmann: Focus-Money erweitert den Markt. In: Horizont. 19. Oktober 2000, S. 10.</ref> Ungeachtet des Platzens der Dotcom-Blase konnte sich Focus Money in den folgenden Jahren fest im Markt etablieren.<ref>Roland Karle: „Unsere Inhalte treffen den Nerv des Lesers“. In: Horizont. 7. April 2005, S. 84.</ref> Als Ableger wird seit Ende September 2008 das ETF Magazin veröffentlicht.<ref>Uwe Mantel: "ETF Magazin": "Focus Money" startet Ableger. In: DWDL.de. 28. Juli 2008, abgerufen am 2. November 2025.</ref>

Der erste Chefredakteur von Focus Money musste das Blatt bereits wenige Tage nach dem Start verlassen. Er geriet im Zusammenhang mit seiner Redaktionstätigkeit in den Verdacht des Insiderhandels und machte so bundesweite Schlagzeilen.<ref>Thomas Kaufner: Medien: Schärfere Regeln für Wirtschaftsjournalisten. In stern.de. 4. März 2001</ref> Ein anderer, bis 2006 für Focus-Money tätiger Journalist, der dort auch Aktien empfohlen hatte, saß in Zusammenhang mit Kursmanipulationen kurzzeitig in Untersuchungshaft.<ref>Alexander Weber: Kursmanipulation: Deutsche Erfolge gegen Börsenbetrug. In Die Presse. 1. September 2011</ref>

Auflage[Bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist seit 2000 um 46,2 Prozent gesunken.<ref>laut IVW, (Details auf ivw.de)</ref> Sie beträgt gegenwärtig 80.173 Exemplare.<ref>laut IVW, zweites Quartal 2026 </ref> Das entspricht einem Rückgang von 68.761 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 71,6 Prozent.

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Entwicklung der verkauften Auflage<ref>laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)</ref>
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Entwicklung der Abonnentenzahlen<ref>laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)</ref>
Vorlage:ChartDirekt

Kritik[Bearbeiten]

Focus Money betrieb in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft das Schulprojekt Wir erklären die Wirtschaft. Im Rahmen dessen wurden Lehrern und Schulen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Das NDR-Medienmagazin Zapp kritisierte dies im Oktober 2011 als Beispiel für die einseitige und intransparente Beeinflussung von Lehrern und Schulen durch Unternehmen und Lobbygruppen.<ref>Lehrmittel – PR in der Schule. In: ARD Mediathek. Norddeutscher Rundfunk, 2. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. August 2017; abgerufen am 29. Oktober 2024.</ref>

Focus Money vergibt unter der Marke Deutschlandtest zahlreiche kostenpflichtige Siegel. (derzeit 2000 € Jahresgebühr) Kritiker unterstellen wirtschaftliche Ziele in dem Generieren vieler Kategorien und vieler Testsieger.<ref>FOCUS-Ranking: Abenteuerlich abstrus. In: MBA Journal. 12. Februar 2017 (mba-journal.de [abgerufen am 20. September 2018]).</ref> Juristen sehen den Verdacht der Verbrauchertäuschung.<ref>Verbrauchertäuschung: Wie mit Testsiegeln Geld verdient wird. In: RP Online. Abgerufen am 20. September 2018.</ref> Ähnliche Kritik an der Vergabe zahlreicher vermeintlicher Qualitätssiegel gibt es auch an der Schwester-Zeitschrift Focus. Im Jahr 2023 urteilte das LG München, dass der Burda-Verlag bspw. „durch die Vergabe der Siegel, die nach ihrem eigenen Vortrag von den Ärzten werblich genutzt werden sollen, gegen das lauterkeitsrechtliche Irreführungsverbot“ verstößt, da man den Eindruck erweckt, dass Ärzte „aufgrund einer neutralen und sachgerechten Prüfung ausgezeichnet wurden und dadurch eine Spitzenstellung unter den Ärzten gleicher Fachdisziplin einnehmen.“ „Die Wettbewerbswidrigkeit der Prüfsiegel ergibt sich im vorliegenden Fall daraus, dass in irreführender Weise der Bereich des redaktionellen, wertenden Beitrags verlassen und der Eindruck erweckt wird, es finde eine Bewertung nach objektiven Kriterien statt“<ref>https://www.deutschlandfunk.de/verbot-der-aerzte-siegel-des-focus-100.html</ref>

Im Jahr 2019 hat der Presserat Focus Money gerügt, weil sie auf ihrem Titel mit einem vorgeblichen Satz von Alan Greenspan aufgemacht hat, den der frühere Notenbankchef weder wörtlich noch sinngemäß gesagt hat.<ref>Stefan Niggemeier: Presserat erklärt „Focus Money“ die Bedeutung von Anführungszeichen. In: uebermedien.de. Übermedien GmbH, 31. März 2019, abgerufen am 2. April 2019.</ref>

Wowereit-Zitat[Bearbeiten]

In einem Interview mit Focus Money im November 2003 (Ausgabe vom 6. November 2003) äußerte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit:

„Berlin ist arm, aber sexy.“

Das Zitat ist später in die politische Sprache und auch als geflügeltes Wort in die Umgangssprache eingegangen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />