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Fojagebirge

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Fojagebirge

Fojagebirge auf Neuguinea
Fojagebirge auf Neuguinea
Fojagebirge auf Neuguinea
Lage Indonesien
Teil von Neuguinea
Koordinaten 2° 22′ S, 139° 3′ OKoordinaten: 2° 22′ S, 139° 3′ O
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Fläche 9.712 km²

Das Fojagebirge ist ein Gebirge auf Neuguinea. Es liegt nördlich des Einzugsgebietes des Mamberamo in der indonesischen Provinz Papua. Die höchste Erhebung ist 2193 Meter hoch, das Gebirge hat eine Fläche von 9712 Quadratkilometer und gilt als größter noch nicht erschlossener oder erforschter tropischer Regenwald in der Region Asien-Pazifik. Bei Expeditionen in den letzten Jahren wurden dort während verschiedener Expeditionen immer wieder neue Lebewesen entdeckt oder wiederentdeckt. Das Gebirge ist sehr zerklüftet und bis 1979 nicht näher erforscht worden. Die Zahl der im Gebiet lebenden Menschen wird auf 300 geschätzt.

Geografie[Bearbeiten]

Im Fojagebirge herrscht ein kühleres Klima als im Umland, die Durchschnittstemperaturen im Januar betragen jedoch immer noch 20 bis 30° Celsius. Die Regenzeit setzt im Dezember ein und währt bis zum März. In einzelnen Jahren kommt es jedoch ganzjährig zu schweren Regenfällen. Im Durchschnitt fallen in dem Gebiet 2032 Millimeter Niederschlag. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Bereich von 73 bis 87 Prozent. Die dem Gebirge nächsten Dörfer sind die Ortschaften Sragafareh, Jomen, Beggensabah, Aer Mati und Dabra.

Flora[Bearbeiten]

In Höhenlagen von 1200 Meter dominieren Araucaria cunninghamii, Podocarpus neriifolius, Agathis labillardieri, Calophyllum und Palaquium. Der größte Teil des Gebirges ist zu steil, um die Wälder auf konventionelle Weise für den Holzabbau zu nutzen.

Expeditionen[Bearbeiten]

1982[Bearbeiten]

Datei:Stamps of Indonesia, 069-06.jpg
Gelbscheitelgärtner-Männchen als Motiv einer indonesischen Briefmarke

Jared Diamond unternahm 1982 eine Expedition ins nördliche Papua und erkundete dabei Teile des Fojagebirges nördlich des Flusses Idenburg in einer Höhenlage zwischen 1000 und 2000 m. Dabei wurde der Gelbscheitelgärtner entdeckt, der 1895 von Walter Rothschild lediglich anhand von Bälgen beschrieben worden waren, die im Handel aufgetaucht waren. Die Art hatte seit dieser Erstbeschreibung als verschollen gegolten.<ref name="National_Geographic">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Jared Diamond in National Geographic.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Ebenfalls wiederentdeckt wurde der 1897 erstmals wissenschaftlich beschriebene Berlepschparadiesvogel, der bis dahin ebenfalls nur von Bälgen bekannt war.

2005[Bearbeiten]

Im Dezember 2005 verbrachte ein Expeditionsteam bestehend aus Mitgliedern aus den USA, Indonesien und Australien einen Monat im Fojagebirge, um dort Flora und Fauna von den Vorgebirgen bis zu den Gipfeln dieser Region zu dokumentieren. Bruce Beehler und Stephen Richards waren die Expeditionsleiter. Beteiligt waren unter anderem Mitarbeiter des Smithsonian Institution und Conservation International. Der im Februar 2006 veröffentlichte Expeditionsbericht benannte unter anderem als Neuentdeckungen:

Datei:Stamps of Indonesia, 066-06.jpg
Indonesische Briefmarke mit dem 2005 entdeckten Carolahonigfressers

Während der Expedition gelang die erste Aufnahme des Gelbscheitelgärtners.<ref name="National_Geographic" /> Da das Gebirge unerschlossen ist, wurden die Wissenschaftler mit Hubschraubern ein- und ausgeflogen.

2007[Bearbeiten]

Im Dezember 2007 erfolgte eine zweite wissenschaftliche Expedition. Dabei wurden zwei neue Arten entdeckt: Eine sehr große Ratte der Gattung Mallomys, die etwa fünfmal so groß ist wie eine Wanderratte, und ein Zwergoppossum aus der Gattung Cercartetus, das von den Wissenschaftlern als das kleinste, bislang entdeckte Beuteltier beschrieben wurde.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: AOL News, 18. Dezember 2007 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Focus - Größte Ratte der Welt entdeckt</ref> Es gelangen auch die ersten Filmaufnahmen des 2005 entdeckten Carolahonigfressers.

Einzelbelege[Bearbeiten]

<references />