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Fondmetal

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Fondmetal SpA

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1972
Sitz Palosco, Italien Italien
Leitung Gabriele Rumi
Stefano Rumi
Alessandro Rumi
Mitarbeiterzahl über 100
Umsatz 51 Mio € (2023)
Branche Automobilzulieferer
Website fondmetal.com

Fondmetal ist ein italienischer Hersteller von Autofelgen, der 1972 gegründet wurde. Das Unternehmen wurde international durch sein langjähriges Engagement im Automobilsport bekannt, das den Betrieb eines eigenen Formel-1-Rennstalls (1991 und 1992) sowie die Beteiligung am Team Minardi (1997 bis 2000) gehörte.

Geschichte[Bearbeiten]

Fondmetal ist ein Unternehmen, das der norditalienischen Industriellenfamilie Rumi gehört. Ausgangspunkt war eine Eisengießerei, die 1908 in Palosco bei Bergamo gegründet worden war. Donnino Rumi, der Sohn des Gründers, erweiterte den Betrieb 1950 um die Fertigung von Motorrädern; die Marke Moto Rumi existierte ein Jahrzehnt lang. 1961 übernahm Gabriele Rumi von seinem Vater Donnino die Leitung des Unternehmens in dritter Generation. 1970 weitete er den Betrieb auf die Verarbeitung von Aluminium aus.

1972 gründete Gabriele Rumi schließlich das Unternehmen Fondmetal, das sich auf die Produktion von Aluminiumkomponenten spezialisierte. Fondmetal war als Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie tätig und fertigte unter anderem Aluminiumgehäuse für Getriebe und Kupplungen sowie Zylinderköpfe.<ref>Geschichte des Unternehmens Fondmetal auf der Internetseite www.fondmetal.com (abgerufen am 3. August 2026).</ref> Fondmetal produzierte unter anderem die Zylinderköpfe und die Ölwannen für die Motoren der Maserati-Biturbo-Baureihe.

Um von Aufträgen aus der Automobilindustrie unabhängiger zu werden, nahm Fondmetal während der Ölpreiskrise Mitte der 1970er-Jahre die Produktion von Leichtmetallfelgen für Straßen- und Wettbewerbsfahrzeuge auf. Sie wurde in den nächsten Jahrzehnten zum größten Standbein des Unternehmens.

Nach dem Tod Gabriele Rumis im Mai 2001 übernahmen seine Kinder Stefano und Alessandra Rumi die Leitung des Unternehmens. 2026 kehrte Fondmetal nach 26-jähriger Unterbrechung in die Formel 1 zurück: Das Unternehmen rüstet das britische Aston Martin F1 Team aus.

Fondmetal im Motorsport[Bearbeiten]

Ausrüster und Sponsor von Formel-1-Teams[Bearbeiten]

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Fondmetal als Sponsor der Osella Squadra Corse (1988)

Ab 1983 lieferte Fondmetal einige Jahre lang Felgen für diverse Formel-1-Teams, unter ihnen Williams, Ligier und Tyrrell.<ref name="Grandprix">Biografie Gabriele Rumis auf der Internetseite www.grandprix.com (abgerufen am 1. Juni 2017).</ref> Seit dieser Zeit war Fondmetal außerdem persönlicher Sponsor des Rennfahrers Piercarlo Ghinzani. Davon profitierte zunächst das kleine Turiner Formel-1-Team Osella, für das Ghinzani einige Jahre lang fuhr und das zu den am schwächsten aufgestellten Rennställen im Grand-Prix-Sport gehörte. Zum Ende des Jahrzehnts übernahm Rumi von deren Inhaber Enzo Osella schrittweise Geschäftsanteile an der Osella Squadra Corse: 1989 zunächst eine Minderheitsbeteiligung, 1990 dann die Anteilsmehrheit, und zum Jahresende übernahm er Osellas Formel-1-Abteilung vollständig.

Eigenes Team: Fondmetal F1[Bearbeiten]

Datei:1992 Andrea Chiesa Fondmetal cropped.jpg
Eigenes Auto: Fondmetal GR01 (1992)

Nach der Übernahme des Osella-Teams verlegte Rumi den Sitz des Rennstalls in die Fondmetal-Zentrale nach Palosco, und das Team meldete sich ab 1991 nicht mehr als Osella, sondern unter der Bezeichnung Fondmetal F1. Das Formel-1-Engagement dauerte lediglich eineinhalb Jahre. Im Spätsommer 1992 beendete Rumi wegen anhaltender Erfolglosigkeit den Einsatz seines Teams.

In den 1990er Jahren war Fondmetal in erster Linie als Sponsor von Tyrrell (1995) und Minardi (ab 1996) präsent; zudem unterhielt das Unternehmen in Italien einen Windkanal, in dem Teams wie Tyrrell wiederholt Forschungsarbeiten erledigen ließen.

Minardi[Bearbeiten]

Datei:Minardi M01.jpg
Minardi M01 (1998)

1997 war der Fondmetal-Gründer Gabriele Rumi an der Rettung des finanziell angeschlagenen Teams Minardi beteiligt. Zusammen mit Flavio Briatore, Alessandro Nannini und einigen weiteren Geschäftsleuten übernahm er die Anteilsmehrheit an dem Team aus Faenza. Ein Jahr später übernahm Rumi die Anteile seiner bisherigen Geschäftspartner und führte das Team zusammen mit Giancarlo Minardi bis Ende 2001. Anfänglich war daran gedacht worden, das Minardi-Team in Fondmetal umzubenennen; letzten Endes hielt Rumi aber am etablierten und geschätzten Namen Minardi fest. Unter Rumis Führung konsolidierte sich die Lage Minardis, bis sich Rumi infolge einer Krebserkrankung Ende 2000 vom Motorsport zurückzog. Seine Anteile übernahm der Australier Paul Stoddart.

Der Fondmetal 3.0 Formel-1-Motor[Bearbeiten]

In der Saison 2000 kehrte der Name Fondmetal in die Formel 1 zurück, als das italienische Team Minardi für den Minardi M02 einen als Fondmetal 3.0 bezeichneten Zehnzylindermotor meldete. Das Triebwerk war tatsächlich weder bei Fondmetal entwickelt noch aufgebaut worden. Es handelte sich vielmehr um einen in Großbritannien konstruierten Motor vom Typ Ford Zetec, den Minardi in Ermangelung einer Alternative übernommen hatte und eigenverantwortlich überarbeitete.<ref>Pierre Ménard: La Grande Encyclopédie de la Formule 1. 2. Auflage. Chronosports, St. Sulpice 2000, ISBN 2-940125-45-7, S. 457.</ref> Das Triebwerk befand sich auf dem Entwicklungsstand von 1998. Es wurde im folgenden Jahr erneut von Minardi eingesetzt; dabei erhielt es aber die Bezeichnung European V10.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henry, Alan: „Autocourse 1992/93“, London 1992 (Hazleton Securities Ltd.), ISBN 0-905138-96-1.
  • Buchkalter, Patrice und Galeron, Jean Francois: „Formula 1 – a complete guide to 1992“, Surrèsnes (Taillandrier) 1992, ISBN 2-87636-107-8.
  • motorsport aktuell, wöchentlich erscheinende Fachzeitschrift aus der Schweiz, mit diversen Artikeln und Notizen über Fondmetal in den Heften der Jahrgänge 1991 und 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />