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Francesca Ferlaino

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Francesca Ferlaino (2022)

Francesca Ferlaino (* 23. Dezember 1977 in Neapel) ist eine italienische Physikerin mit den Forschungsschwerpunkten Atomphysik, Experimentalphysik und Quantenmechanik und ist seit 2006 an der Universität Innsbruck tätig.<ref name="cv2025"/>

Leben[Bearbeiten]

Ferlaino wurde 1977 in Neapel als Tochter des Präsidenten des Fußballklubs SSC Neapel, Corrado Ferlaino, geboren.<ref name="orf3336797">Ferlaino „Wissenschafterin des Jahres 2025“. In: ORF.at. 7. Januar 2026, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Von 1996 bis zu ihrem Diplom im Jahr 2000 studierte sie an der Universität Neapel Federico II. Ursprünglich wollte sie Philosophie studieren, entschied sich nach einem Besuch bei einem Professor für ein Physikstudium, obwohl sie keinerlei Grundkenntnisse in Naturwissenschaften besaß.<ref>Wolfgang Däuble: Durch Zufall zur Quantenphysik. Veröffentlicht am 11. August 2014. Abgerufen am 13. Februar 2018.</ref> Sie promovierte 2004 an der Università degli Studi di Firenze und war dann Postdoc am European Laboratory for Non-Linear Spectroscopy (LENS) in Florenz. 2006 wanderte sie nach Österreich aus und baute an der Universität Innsbruck ihre eigene Forschungsgruppe auf. Heute ist sie Professorin am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und Geschäftsführende und Wissenschaftliche Direktorin am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Wissenschaftliches Werk[Bearbeiten]

Francesca Ferlaino erforscht Quantenphänomene in atomaren Gasen bei ultratiefen Temperaturen. Ihre Forschungsbeiträge reichen von Themen wie Quantenmaterie aus Atomen und Molekülen bis zu Mehrteilchenphysik und Streuphysik. In den vergangenen Jahren konzentrierte sie sich insbesondere auf die stark magnetischen und bisher wenig erforschten Atome Erbium und Dysprosium und realisierte 2012 das weltweit erste Bose-Einstein-Kondensation aus Erbium<ref>Der Standard: Physiker schaffen erstes Bose-Einstein-Kondensat von Erbium. Veröffentlicht am 22. Mai 2012. Abgerufen am 22. April 2021.</ref> und 2018 die erste dipolare Quantenmischung aus Erbium und Dysprosium<ref>Informationsdienst Wissenschaft (idw): Ultrakalter „Quantencocktail“ . Veröffentlicht am 22. November 2018. Abgerufen am 22. April 2021.</ref>. Im Jahr 2020 konnte sie den ersten langlebigen supersoliden Zustand im Labor erzeugen<ref>Uni Innsbruck: Quantenmaterie fest und supraflüssig zugleich. Veröffentlicht am 22. April 2019. Abgerufen am 22. April 2021.</ref>, einen schwer fassbaren und paradoxen Zustand, in dem kristalline Ordnung und Suprafluidität koexistieren. Mit diesen Systemen erforscht Ferlaino Vielteilchen-Quantenphänomene, die durch die langreichweitige und dipolare Wechselwirkung zwischen den Atomen bestimmt werden.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Ferlaino ist seit 2021 korrespondierendes Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW),<ref name="oeaw-2021-05-21">ÖAW wählte 31 neue Mitglieder. In: oeaw.ac.at. 21. Mai 2021, abgerufen am 21. Mai 2021.</ref> seit 2026 wirkliches Mitglied. 2014 lehnte sie eine Alexander von Humboldt-Professur an der Universität Ulm ab.<ref name="cv2025">Curriculum Vitae of Francesca Ferlaino. (PDF) 28. Januar 2025, abgerufen am 9. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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