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Frank Gehry

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Datei:Frank Gehry, Viljo Revell Centenary reception, 2010 (S2311 fl2969 it0089) (cropped).jpg
Frank Gehry, 2010

Frank Owen Gehry, CC [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.fɹæŋk ˈoʊən ˈɡɛəɹi] (* 28. Februar 1929 in Toronto; † 5. Dezember 2025 in Santa Monica;<ref>Frank Gehry im Alter von 96 Jahren in Los Angeles verstorben. In: faz.net. 5. Dezember 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref> ursprünglich Frank Owen Goldberg<ref name=":0">Frank Gehry clears the air on fishy inspiration. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Juli 2010; abgerufen am 7. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Frank Gehry | Buildings, Architecture, Buildings, Guggenheim Museum Bilbao, Pritzker Pavilion, Style, & Facts | Britannica. 8. August 2026, abgerufen am 10. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein kanadisch-US-amerikanischer Architekt und Designer, der ab 1947 in Kalifornien lebte. Er erhielt 1989 für seine dekonstruktivistische Architektur den Pritzker-Preis. Die New York Times nannte ihn 2009 den „höchstgepriesenen amerikanischen Architekten seit Frank Lloyd Wright“.<ref>Frank Gehry. In: The New York Times. ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 10. August 2026]).</ref> Sein 1997 fertiggestelltes und sehr expressiv gestaltetes Guggenheim-Museum Bilbao in Bilbao (Nordspanien) kurbelten Tourismus und Stadtentwicklung stark an, wodurch der Begriff Bilbao-Effekt geprägt wurde.<ref>deutschlandfunk.de: Den Bilbao-Effekt lieber vergessen. 23. März 2013, abgerufen am 10. August 2026.</ref>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Gehry House - Image01.jpg
Gehrys Wohnhaus in Santa Monica

Frank Gehry war der Sohn von Irving und Thelma Goldberg, deren Eltern als Immigranten jüdisch-polnischer Herkunft ins Land kamen. Sein Vater betrieb bis zum staatlichen Verbot den Verkauf von Glücksspielmaschinen an die Bars in der Umgebung von Timmins im östlichen Ontario, das damals eine Goldgräberstadt war.<ref name="Linklater">He is the world's biggest architect, so what took Frank Gehry from Bilbao to a Scottish hillside? The love of a woman. 13. September 2003, abgerufen am 10. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gehry kam als Frank Owen Goldberg zur Welt. Sein Großvater gab ihm zusätzlich den hebräischen Namen Ephraim, er gebrauchte diesen jedoch ausschließlich zu seiner Bar Mitzwa.<ref name=":0" /> Aus Abfällen des großväterlichen Eisen- und Haushaltswarenladens bastelte er als Junge seine ersten Häuser und Städte zusammen.<ref name="Linklater" /> An der University of Southern California (USC) in Los Angeles studierte Gehry Architektur bis 1954, sein Studium finanzierte er sich als Lkw-Fahrer.<ref name="Linklater" /> Lehrer war unter anderem Gregory Ain.<ref>Paul Goldberger: Building Art: The Life and Work of Frank Gehry. Knopf Doubleday Publishing Group, 2015, ISBN 978-1-101-87580-3. S. 73.</ref>

Seine erste Frau Anita war unglücklich mit seinem Nachnamen und schlug ihm daher gemeinsam mit ihrer Mutter 1954 vor, Goldberg in den weniger offensichtlich jüdischen Namen Gehry zu ändern, was er tat. Danach nahm er ein Zweitstudium für Stadtplanung an der Harvard Graduate School of Design auf. Ab 1962 betrieb er ein Architekturbüro in Los Angeles unter dem Namen Gehry Partners, LLP. Während der ersten Ehe, die 1966 geschieden wurde,<ref>Frank Gehry. In: The Guardian. 8. Oktober 2007, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 10. August 2026]).</ref> bekam das Paar zwei Töchter.<ref name=":1">Richard Waite: ‘Challenging, surprising and provocative’: Frank Gehry dies aged 96. In: The Architects’ Journal. 6. Dezember 2025, abgerufen am 10. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab 1975 war Gehry mit der Panamaerin Berta Isabel Aguilera verheiratet.<ref>Valerie Bodden, Frank O. Gehry: Frank Gehry. The Creative Company, 2008, ISBN 978-1-58341-662-4 (google.de [abgerufen am 10. August 2026]).</ref> Er hatte mit ihr zwei Söhne.<ref name=":1" /> Nach der Geburt ihres ersten Sohnes zog die Familie in ein größeres Haus aus den 1920er Jahren. Seine Frau ermutigte ihn, dieses Haus, die „Gehry Residence“ in Santa Monica, in dem die Familie bis zu seinem Tod wohnte, nach seinen Vorstellungen umzugestalten und zu erweitern. 1980 wurde das Gebäude vom American Institute of Architects (AIA) ausgezeichnet.<ref>Frank Gehry. (google.de [abgerufen am 10. August 2026]).</ref>

Design und Architektur[Bearbeiten]

Zu Anfang seiner Karriere baute Gehry konventionell. Gegen Ende der 1970er Jahre veränderte er seine architektonische Formensprache, indem er begann, schlichte Materialien wie Sperrholz, Wellblech und im Möbelbau sogar Wellpappe einzusetzen; er nannte sie Cheapskate Architecture (Geizhals-Architektur).<ref>Jörg Restorff: Der die Wände zum Tanzen brachte. In: Rheinische Post, 8. Dezember 2025, S. D 1.</ref> Ziel der Möbelserie Easy Edges war es, für jedermann erschwingliche Möbel zu gestalten, was Gehry aber misslang;<ref name="dw">Wiggle Side Chair. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. November 2017; abgerufen am 10. August 2026.</ref>

Datei:DSC09338 Frank Gehry Siedlung Schwanheim Goldstein.jpg
Sozialer Wohnungsbau in Frankfurt-Goldstein (1994–96)

Charakteristisch für Gehrys Baustil wurden abgewinkelte Ebenen und eine gebrochene Geometrie. Seine Bauten haben als typisch dekonstruktivistische Gebäude einen collagenhaft aufgebauten Charakter. Bei der Gestaltung einer 162 Sozialwohnungen umfassenden Siedlung in Frankfurt-Goldstein Mitte der 90er Jahre manifestierte sich der „Übergang in Gehrys Stil von scharfkantigen zu weich gerundeten Formen, die beispielsweise seine späteren 'tanzenden Häuser' prägen“. Gezackte Silhouetten kontrastieren dabei mit runden Elementen.<ref>Peter von Freyberg, Als Frankfurt zu Corona tanzte, Retrospektive auf das Jahr 1995, Frankfurter Neue Presse, 15. August 2025, S. 22</ref>

Ebenso konzipierte Gehry zahlreiche Möbel (siehe unten) und Inneneinrichtungen.<ref>Wiggle Side Chair. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Januar 2026; abgerufen am 10. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten]

Datei:Gehry-Tower, Hannover.jpg
Gehry-Tower in Hannover
Datei:Gehry photo office buildings river bank façade 01 Düsseldorf Germany 2005-07-27.jpg
Neuer Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen
Datei:Wfm stata center.jpg
Stata Center, Cambridge, Massachusetts, USA
Datei:Guggenheim-bilbao-jan05.jpg
Guggenheim-Museum, Bilbao, Spanien
Datei:Praag Ginger and Fred 2005 07 26.JPG
Tanzendes Haus in Prag
Datei:Biomuseo of Panama.jpg
Biomuseo in Panama-Stadt
Datei:Energie-Forum-Innovation Bad-Oeynhausen. Frank O. Gehry.jpg
Energie-Forum-Innovation in Bad Oeynhausen
Datei:Gehry Las Vegas.jpg
Lou Ruvo Center for Brain Health in Las Vegas, Nevada/USA
Datei:Barcelona Frank Gehrys Peix.jpg
El Peix, Passeig Marítim de la Barceloneta (Port Olímpic), Barcelona
Datei:2011-08-17-MARTa-Herford 02.jpg
Marta Herford

Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ein Fest für alle Vögel, Säugetiere und Reptilien. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) In: FAZ, 6. Oktober 2014, Seite 16, Artikelanfang.</ref>

In Planung[Bearbeiten]

  • Entwürfe für ein neues Guggenheim-Museen in New York City<ref>Architecture. Abgerufen am 9. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Entwurf für das Hines-Hochhaus auf dem Alexanderplatz in Berlin<ref>Entwurf von Stararchitekt Gehry: Am Alex entsteht Deutschlands höchstes Wohnhaus. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 9. Dezember 2025]).</ref>

Möbel[Bearbeiten]

1969–1972 entwarf Gehry die Kartonmöbelserie Easy Edges, so den Wiggle Side Chair. Seit 1990 werden bei der US-amerikanischen Firma Knoll International seine Sitzmöbel aus gebogenem, sechs- bis neunlagig geklebtem Weißahornholz gefertigt; zur Serie gehört der Cross Check Chair.<ref>Cross Check Arm Chair | Knoll. Abgerufen am 10. August 2026.</ref> Für den Leuchtenhersteller Belux entwarf Gehry 2005 die Leuchtenfamilie „Cloud“.<ref>cloud | BELUX. Abgerufen am 10. August 2026.</ref>

Bühnenbilder[Bearbeiten]

2015 entwarf Gehry die Bühnenbilder für Glucks Oper Orfeo ed Euridice in einer Inszenierung der Berliner Staatsoper.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Frank Gehry wird Bühnenbildner in Berlin. (Memento vom 16. Februar 2023 im Internet Archive) In: Frankfurter Rundschau, 30. März 2015. Abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> 2021 schuf er die Bühnenbilder für die Oper Iphigenia von Wayne Shorter, die am Cutler Majestic Theatre in Boston uraufgeführt wurde.<ref>World Premiere of esperanza spalding and Wayne Shorter’s Opera, (Iphigenia). In: Harward Magazine, 18. November 2021, abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Paul Goldberger: Building Art: The Life and Work of Frank Gehry. Alfred A. Knopf, New York, NY 2015, ISBN 978-0-307-70153-4. Leseprobe von Google Bücher.
  • Casey C. M. Mathewson: Frank O. Gehry: 1969 – heute. Feierabend Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-89985-270-2.
  • Ragheb, J. Fiona u. a.: Frank Gehry. Architect. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2001, ISBN 3-7757-1048-5 (englisch).
  • Coosje van Bruggen: Frank O. Gehry. Guggenheim Museum Bilbao. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 1997, ISBN 3-7757-0722-0.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Bilder

Commons: Frank Gehry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellenangaben[Bearbeiten]

<references />

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