Frank Henning

Frank Henning (* 27. Dezember 1966 in Osnabrück)<ref name="Handbuch 2017">Gabriele Andretta (Hrsg.), Referat für Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Protokoll: Landtag Niedersachsen. Handbuch des Niedersächsischen Landtages der 18. Wahlperiode. 2017 bis 2022, 1. Auflage, Hannover: Niedersächsischer Landtag, 2018, S. 61</ref> ist ein deutscher Finanzbeamter und Politiker (SPD). Seit Februar 2013 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
Biografie[Bearbeiten]
Henning wuchs in Osnabrück auf. Er besuchte die Heiligenwegschule und die Gesamtschule Schinkel, an der er 1986 die Abiturprüfung bestand. Anschließend trat er in den Dienst der Finanzverwaltung und erreichte 1989 einen Abschluss als Diplom-Finanzwirt. Seitdem war er bis zu seiner Wahl in den Landtag in verschiedenen Funktionen bei Finanzämtern in Osnabrück tätig.
Politik[Bearbeiten]
Henning trat 1986 in die SPD ein. Von 1996 bis 2001 und erneut seit 2006 gehört er für seine Partei dem Stadtrat von Osnabrück an. Bei den Landtagswahlen 2013, 2017 und 2022 errang er das Direktmandat im Landtagswahlkreis Osnabrück-Ost.
Er trat bei der Oberbürgermeisterwahl im September 2021 als SPD-Kandidat zur Nachfolge des Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert (CDU) an. Er unterlag jedoch mit 24 % der Stimmen gegen Katharina Pötter (CDU, 36 %) und Annette Niermann (Grüne, 27 %). Pötter gewann die Stichwahl am 26. September 2021.
Kontroversen[Bearbeiten]
Im Februar sowie im April 2015 wurde Henning von der Redaktion der „Bild“ in ihrer täglichen Rubrik „Gewinner/Verlierer des Tages“ in der „Verlierer“-Kategorie geführt. Hintergrund war zum einen Hennings Forderung, den geplanten Eintrag von Vitali Klitschko ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück abzusagen und zum anderen ein auf Facebook veröffentlichter Witz über den Absturz von Germanwings-Flug 9525, für den Henning wenig später um Entschuldigung bat.<ref>Jörg Sanders: Abgeordneter entschuldigt sich. „Verlierer“ in „Bild“: Frank Henning entschuldigt sich. In: noz.de. Neue Osnabrücker Zeitung, 13. April 2015, abgerufen am 5. September 2026.</ref>
Im September 2026 bezeichnete er in seinem Whatsapp-Status einen aktuellen Beitrag der Neuen Osnabrücker Zeitung als „Scheiß Artikel“ und beleidigte die Journalistin Sandra Dorn als „ätzend“. Er fügte außerdem eine Abwertung ihres Äußeren hinzu: „Muss wohl an der neuen Frisur liegen.“ Er entschuldigte sich noch am selben Tag an selber Stelle.<ref>Sandra Dorn, Katharina Ritzer: In eigener Sache. Osnabrücker SPD-Politiker Frank Henning beleidigt noz-Redakteurin öffentlich – „aus dem Bauch heraus“. In: noz.de. Neue Osnabrücker Zeitung, 4. September 2026, abgerufen am 5. September 2026.</ref>
Der SPD-Unterbezirk Osnabrück-Stadt teilte einige Tage später mit, Henning werde bei der Wahl zum 20. Niedersächsischen Landtag (voraussichtlich am 9. September 2027) nicht erneut kandidieren.<ref>spiegel.de: SPD-Landtagsabgeordneter beleidigte Journalistin – nun zieht er Konsequenzen (9. September 2026)</ref> Zwei Tage nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen 2026 wurde außerdem bekanntgegeben, dass er auf sein soeben erfolgreich verteidigtes Ratsmandat im Rat der Stadt Osnabrück verzichten wird.<ref>Corinna Berghahn: SPD gibt bekannt. Frank Henning verzichtet auf Mandat im Osnabrücker Stadtrat. In: noz.de. Neue Osnabrücker Zeitung, 15. September 2026, abgerufen am 15. September 2026.</ref>
Mitgliedschaften[Bearbeiten]
Henning ist Mitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO).<ref>Frank Henning. Landtag Niedersachsen, abgerufen am 20. September 2021.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Henning, Frank |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Finanzbeamter und Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 27. Dezember 1966 |
| GEBURTSORT | Osnabrück |