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Frankoniabrunnen

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Datei:Frankoniabrunnen Residenz Wuerzburg-2.jpg
Frankoniabrunnen Würzburg

Der Frankoniabrunnen ist ein Monumentalbrunnen auf dem Residenzplatz in Würzburg. Er wurde im Jahr 1894 vom Architekten Gabriel von Seidl und vom Bildhauer Ferdinand von Miller im Stil des Neubarock für den Prinzregenten Luitpold von Bayern geschaffen.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Frankoniabrunnen - Würzburg, Germany - DSC05274.jpg
Frankonia mit Nebenfiguren

Der Frankoniabrunnen befindet sich westlich der Würzburger Residenz auf dem Residenzplatz und wurde ursprünglich auch Luitpoldbrunnen bzw. Prinzregent-Luitpold-Brunnen genannt. Die neobarocke Brunnenanlage wurde architektonisch von Gabriel von Seidl entworfen, die Bronzeplastiken stammen von dem Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller.<ref>Joachim Baumeister: Dichter im Ruhestand. Walther von der Vogelweide. In: Kurt Illing (Hrsg.): Auf den Spuren der Dichter in Würzburg. Eigenverlag (Druck: Max Schimmel Verlag), Würzburg 1992, S. 13–24, hier: S. 20–22.</ref>

An der Stelle des heutigen Brunnens befand sich einst das schmiedeeiserne Ehrenhof-Gitter. Dieses wurde 1821, nachdem Würzburg 1814 an das Königreich Bayern gefallen war, abgebrochen. 1894 wurde der Frankoniabrunnen von der Stadt Würzburg zu Ehren des Prinzregenten Luitpold von Bayern errichtet<ref>Residenz Würzburg: Baugeschichte – Zeittafel, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, abgerufen am 13. Dezember 2014</ref> und am 3. Juni 1894 im Beisein des Prinzregenten enthüllt.<ref>Hans-Peter Baum: Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912) und die Stadt Würzburg. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), S. 173–176; hier: S. 175.</ref>

Der Brunnen weist eine Brunnenschale mit mittigem Sockel und einer bekrönenden Bronzestatue auf, welche die Frankonia, die Allegorie Frankens, darstellt.<ref name="bel1" /> Die Frankonia trägt Harnisch und Kriegermantel und ist mit dem Herzogshut gekrönt. In der linken Hand trägt sie das Rennfähnlein, das sich auch in der Würzburger Stadtfahne befindet, die rechte Hand ist in einer herrschaftlichen Geste ausgestreckt. Die Statue ist von den steinernen Sockelfiguren des Dichters Walther von der Vogelweide, des Malers Matthias Grünewald und des Bildhauers Tilman Riemenschneider umgeben<ref>Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. (= Stürtz Stadtführer) Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8003-1929-9, S. 25.</ref> und blickt auf den Dom.<ref>Die *** Sehenswürdigkeiten Europas. Polyglott-Verlag Dr. Bolte KG, München 1987/88, ISBN 3-493-60292-8, S. 37.</ref>

Der Brunnen gehört wie die Residenz, der Vorplatz und der Hofgarten seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Er ist unter der Denkmalnummer D-6-63-000-457 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.<ref name="bel1" >Brunnen im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

Der am 8. Juli 1895 von Prinzregent Luitpold als Gegengabe zum Frankoniabrunnen eingeweihte Kiliansbrunnen steht vor dem Würzburger Hauptbahnhof.<ref>Stadt Würzburg (Hrsg.): Kiliansbrunnen. „Ein Brunnen als Geschenk“. Prospekt, ca. 2008.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Denis André Chevalley: Unterfranken. Hrsg.: Michael Petzet, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (= Denkmäler in Bayern. Band VI). Oldenbourg, München 1985, ISBN 3-486-52397-X.
  • Burkard von Roda: Der Frankoniabrunnen auf dem Würzburger Residenzplatz. Verlag Degener & Co, Neustadt a. d. Aisch 1984. (Sonderdruck aus Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Band 43.)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Frankoniabrunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 49° 47′ 34,7″ N, 9° 56′ 16,7″ O

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