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Franz Bumm

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Datei:Franz Bumm.jpg
Franz Bumm, Präsident des Reichsgesundheitsamtes 1905–1926

Franz Bumm (* 7. März 1861 in Würzburg; † 13. August<ref>Nach Dvorak am 17. August 1942 gestorben.</ref> 1942 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Präsident des Reichsgesundheitsamtes in Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn eines Taubstummenlehrers geboren, studierte Franz Bumm nach dem Besuch des Würzburger Gymnasiums Rechtswissenschaften in Würzburg. Während seines Studiums trat er 1880 in die schwarze Studentenverbindung Adelphia Würzburg (seit 1933 Burschenschaft Adelphia Würzburg in der DB) ein.<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 65.</ref> Nach seinem Studium wurde er Bezirksamtsassessor und 1890 Assessor im Bayerischen Staatsministerium des Innern. Franz Bumm wurde 1892 ins Preußische Reichsamt des Innern versetzt und mit dem Gebiet Volksgesundheit betraut. 1898 wurde er Vortragender Rat und 1902 Geheimer Oberregierungsrat.

Datei:Bundesarchiv Bild 183-2006-0329-500, Berlin, Kaiserliches Gesundheitsamt.jpg
Hauptgebäude des Kaiserlichen Gesundheitsamts in Berlin (1907)

Im August 1905 erlitt Bumm einen Autounfall, von dem sein Fahrer dachte, er würde es nicht überleben. Die Verletzungen stellten sich jedoch als relativ leicht heraus.<ref>Über das Befinden des Geheimen Medizinalrats Dr. Bumm, in: Vossische Zeitung, 10. August 1905.</ref> Er war von 1905 bis 1918 Präsident des Kaiserlichen Gesundheitsamtes und von 1918 bis 1926 Präsident des Reichsgesundheitsamtes in Berlin. Während seiner Amtszeit förderte er die Forschungsarbeit von Robert Koch und Emil von Behring.<ref>Hanns Hippius, Hans-Jürgen Möller, Norbert Müller, Gabriele Neundörfer: Die Psychiatrische Klinik der Universität München 1904-2004. Springer-Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-540-64530-6, S. 44.</ref> 1909 erhielt er den Titel Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat. Er engagierte sich unter anderem als Vorsitzender des Kuratoriums des St. Hedwig-Krankenhauses in Berlin.

Datei:Alterhedwigsfriedhofberlin Präs Franz Bumm.jpg
Grabstätte

Bumm ist auf dem Alten Domfriedhof der St. Hedwigs-Gemeinde bestattet. Er war der jüngere Bruder des Gynäkologen Ernst Bumm (1858–1925) und des Psychiaters Anton Bumm (1849–1903).<ref name="ndb">Erich Bauereisen: Bumm, Ernst. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 3. Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref> Ein weiterer Bruder war Karl von Bumm (1851–1909).

Ehrungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Franz Bumm, Rudolf Abel (Hrsg.): Deutschlands Gesundheitsverhältnisse unter dem Einfluß des Weltkrieges. (2 Bände), Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1928.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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