Franziska Brychcy
Franziska Brychcy (* 1984 in Meißen) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie ist seit 2016 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Von 2023 bis 2025 war sie Landesvorsitzende der Berliner Linken.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]
Franziska Brychcy wuchs in Waltershausen auf und legte 2003 das Abitur am staatlichen Gymnasium Friedrichroda ab. Sie studierte an der Pariser Sciences Po und der Freien Universität Berlin Affaires européennes – Politikwissenschaft mit deutsch-französischem Doppelmaster. Während des Studiums war sie in der Abteilung für Protokoll- und Auslandsangelegenheiten und im Büro des Bevollmächtigten für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit in der Berliner Senatskanzlei als Praktikantin beschäftigt.<ref name="agh">Brychcy, Franziska. Abgeordnetenhaus von Berlin, abgerufen am 5. Februar 2025.</ref>
Politik[Bearbeiten]
Zur Linken kam sie über den Studierenden- und Jugendverband und war von 2013 bis 2022 Vorsitzende des Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf der Linken.<ref>Bezirksvorstand. Die Linke Steglitz-Zehlendorf, abgerufen am 11. November 2020.</ref> Von 2014 bis 2018 war sie zudem stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner Linken.
Brychcy kandidierte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2, verfehlte jedoch das Direktmandat und zog über die Landesliste (Platz 21<ref>Vertreter/innen/versammlung zur Aufstellung der Landesliste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2016. In: dielinke.berlin. 13. März 2016, abgerufen am 29. September 2026.</ref>) in das Abgeordnetenhaus ein.<ref>Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2016 - Berlin - Gewählte. Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 11. November 2020.</ref> Im Berliner Abgeordnetenhaus ist sie Sprecherin für Berufliche Bildung und Europa ihrer Fraktion. Sie gehört dort außerdem dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie, dem Petitionsausschuss, dem Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien und dem Wissenschaftsausschuss an.<ref>Franziska Brychcy, MdA. Linksfraktion Berlin, abgerufen am 11. November 2020.</ref> Sie engagiert sich insbesondere in den Politikbereichen Bildung und Hochschule und ist seit 2018 Co-Sprecherin der LAG Bildung und Schule der Linken in Berlin. In ihrer Funktion als Abgeordnete gehört sie zudem den Kuratorien des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, des Lette-Vereins Berlin und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung an.
Im Juni 2020 kandidierte Brychcy für den Co-Fraktionsvorsitz der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, unterlag aber bei der Abstimmung gegen Anne Helm und ist seitdem einfaches Mitglied im Fraktionsvorstand.<ref>Helm und Schatz sind neue Vorsitzende der Linke-Fraktion. rbb24, 2. Juni 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juni 2020; abgerufen am 8. Juni 2020.</ref>
Bei der Abgeordnetenhaus 2021 kandiderte erneut im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2 sowie auf Platz 13 der Landesliste der Linken.<ref>Besondere Vertreter*innenversammlung Aufstellung der Landesliste für das Abgeordnetenhaus. In: dielinke.berlin. 25. April 2021, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Sie zog erneut über die Landesliste ein. Bei der Wiederholungswahl 2023 konnte sie ihren Sitz im Abgeordnetenhaus verteidigen.<ref>Gewählte Wiederholungswahl zum 19. Abgeordnetenhaus von Berlin am Sonntag, dem 12. Februar 2023 (Hauptwahl vom 26.09.2021) in Berlin. In: wahlen-berlin.de. 12. Februar 2023, abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>
Am 13. Mai 2023 wurde sie neben Maximilian Schirmer zur Landesvorsitzenden der Berliner Linken gewählt.<ref>Franziska Brychcy und Maximilian Schirmer sind Berlins neuer Linken-Vorstand. rbb, 13. Mai 2023, abgerufen am 13. Mai 2023.</ref> Bei der Landesvorstandswahl 2025 trat sie nicht erneut an.<ref>Berliner Linke wählt Schirmer/Wolter als neue Doppelspitze. In: rbb24.de. 17. Mai 2025, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 nominierte ihr Bezirksverband Brychy erneut für den Wahlkreis Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2 sowie für den ersten Platz der Bezirksliste,<ref>Der Landeswahlleiter: Wahlkreisvorschläge, Bezirks- und Landeslisten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin sowie Bezirkswahlvorschläge für die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026. (PDF; 4,1 MB) In: Amtsblatt für Berlin. Landesverwaltungsamt Berlin, 27. August 2026, abgerufen am 21. September 2026.</ref> mit der die Linke, im Gegensatz zu vorherigen Wahlen, antrat. Brychy errang zwar nicht das Direktmandat, zog jedoch wieder über die Liste ins Abgeordnetenhaus ein.<ref>Gewählte Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September 2026 in Berlin. Der Landeswahlleiter für Berlin/Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 23. September 2026.</ref>
Privates[Bearbeiten]
Brychcy war Protagonistin des Fernsehbeitrages „Ich liebe beide Männer“ der WDR-Reihe Menschen hautnah, in dem die polyamore Liebesbeziehung Brychcys mit ihren zwei männlichen Partnern behandelt wurde.<ref>MrChannel2014: Ich liebe beide Männer " Polyamorie "- Menschen hautnah. 12. Juli 2013, abgerufen am 2. September 2024.</ref>
Mitgliedschaften[Bearbeiten]
Brychcy gehört dem Deutsch-Französischen Institut an und ist unter anderem Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, des Vereins Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde, des Fördervereins der Friedrich-Drake-Grundschule, der Volkssolidarität, des Vereins Zimmertheater Steglitz, des Fördervereins der Freunde der Fichtenberg-Oberschule, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, des Bündnisses weltoffenes Steglitz-Zehlendorf, des Freundeskreises der Musikschule Steglitz-Zehlendorf, des Schulförderungsvereins des Arndt-Gymnasiums Dahlem, der Berliner Mietergemeinschaft und der Europa-Union.<ref name="agh" />
Weblinks[Bearbeiten]
- Biografie auf der Website des Berliner Abgeordnetenhauses für die 19. Wahlperiode
- Abgeordnetenprofil auf der Seite der Berliner Linksfraktion
- Franziska Brychcy bei abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
Wolfram Adolphi (1990–1991) | André Brie (1991–1992) | Petra Pau (1992–2001) | Stefan Liebich (2001–2005) | Klaus Lederer (2005–2016) | Katina Schubert (2016–2023) | Franziska Brychcy (2023–2025) | Maximilian Schirmer (seit 2023) | Kerstin Wolter (seit 2025)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brychcy, Franziska |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Die Linke), MdA |
| GEBURTSDATUM | 1984 |
| GEBURTSORT | Meißen |
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- Landesvorsitzender von Die Linke Berlin
- Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Mitglied der Linksjugend solid
- Absolvent der Freien Universität Berlin
- DDR-Bürger
- Deutscher
- Geboren 1984
- Frau